|

Die
Reihenfolge der Planeten unseres Sonnensystems von der Sonne,
dem zentralem Stern des Systems, aus gesehen:
1. Merkur, 2. Venus, 3. Erde, 4. Mars,
5. Jupiter, 6. Saturn, 7. Uranus, 8. Neptun, 9. Pluto.
Die
Milchstraße
Seit
Menschen zum Nachthimmel blicken, kennen sie die Milchstraße,
die sich als gewaltiger Bogen über den Nord- und
Südhimmel zieht. Dass dieser Streifen aus zahllosen Milliarden
von Sternen besteht, erkannte erstmals Galileo Galilei im Jahre
1609. Ihre gegenseitige Schwereanziehung hält sie
beieinander und ihre Bewegung hindert sie, auf den
gemeinsamen Schwerpunkt zu stürzen.
Mehrere zusammen liegende Milchstraßen bilden ein
sogenanntes Milchstraßensystem, oder auch - in unserem Fall -
als Galaxis bekannt. Andere Milchstraßensysteme
bezeichnet man als Galaxien. Die meisten dieser
Galaxien füllen das Raumgebiet einer flachen
Scheibe aus und ihre Bewegungen sind so, als ob sich die
Scheiben um ihren Mittelpunkt drehen würden,
wobei der innere Bereich schneller rotiert, als der äußere.
Unsere gesamte Galaxis ist so groß, dass ein Lichtstrahl
von einem Randpunkt zum anderen etwa 100 000 Jahre
benötigt und sie enthält möglicherweise 200 bis
400 Milliarden Sterne, zusammen mit einer großen
Menge sowohl dunkler als auch leuchtender interstellarer
Materie. In den äußeren Rändern ist unsere Galaxis
allerdings nur 1000 Lichtjahre dick.
Unser Sonnensystem steht nicht gerade am Rand der Scheibe, aber
auch nicht in der Mitte, sondern etwa 28
000 Lichtjahre vom galaktischen Zentrum entfernt, in der Nähe
der inneren Grenze eines Spiralarms und
braucht etwa 220 Millionen Jahre für eine
Umkreisung des Galaxienzentrums.
Die Scheibe unserer Galaxis ist in einem kugelförmigen
Bereich eingebettet, in dem gleichfalls
Sterne stehen, wenn auch spärlicher verteilt.
Das ist der Halo. Bisweilen häufen sich in ihm die Sterne zu
sogenannten Kugelsternhaufen, in denen bis zu einer
Million Sterne auf ein Raumgebiet von 60 bis 200
Lichtjahren Durchmesser zusammengedrängt sind. Auch
die anderen Galaxien zeigen solche Halos. Der Halo unserer
Galaxis erstreckt sich bis zu einem Radius von etwa 50 000
Lichtjahre.
Der amerikanische Astronom Harlow Shapley stellte im zweiten
Jahrzehnt unseres Jahrhunderts fest, dass der Mittelpunkt der
Galaxis in der Richtung des Sternbildes Schütze liegt, dort, wo
uns die Milchstraße besonders hell erscheint.
Die ältesten Sterne unserer Galaxis sind 13 bis 16 Milliarden
Jahre alt. Ihnen gegenüber ist die Sonne mit 4,6
Milliarden Jahren jung: Vor etwa viereinhalb Milliarden Jahren
bildete sich in der Scheibe des
Milchstraßensystems ein Sternenhaufen zu dem auch unsere
Sonne gehört.
Andere Sterne wiederum sind höchstens eine Million Jahre alt.
Die schon mit dem freien Auge erkennbare Gruppe der Plejarden zum Beispiel, hat ein Alter von 50 Millionen Jahren.
Nicht alle Galaxien sind Scheiben mit
Spiralarmen (Spiralgalaxien), es gibt auch sogenannte
Zwerggalaxien, die nur 100 000 Sterne
enthalten, oder Kugelgalaxien. Die Massereichste Galaxie,
die elliptische Riesengalaxie M87,
umfasst 3000 Milliarden Sonnenmassen, rund 15mal
soviel wie unsere Galaxis.
Einige Galaxien haben eine ungewöhnliche Struktur, deren
Ursache man in gravitativen Wechselwirkungen mit anderen
Galaxien sieht.
Gruppierungen von Galaxien im Raum, die
durch wechselseitige Gravitationen verbunden
sind, werden als Galaxiehaufen bezeichnet. Die
Verteilung im Raum der darin enthaltenen Galaxien, haben
die Tendenz, auf eine Entfernung von Millionen von
Lichtjahren zusammenzuklumpen und sie nehmen unterschiedliche
Strukturen an.
Unsere Milchstraßen-Galaxie gehört zu einer kleinen
Assoziation, die man lokale Gruppe nennt.

Daten
zur Milchstraße:
Durchmesser
der Scheibe: 30 kpc¹
Dicke der Dünnen Scheibe: 100 pc-1 kpc
Dicke der Dicken Scheibe 1-6 kpc
Durchmesser des Halos: 200 kpc
Gesamtmasse (sichtbar): 10¹¹Mo²
Gesamtmasse (gravierend): 10¹²Mo
Anzahl der Kugelsternhaufen: 200
Abstand der Sonne vom Zentrum: 8,5 kpc
Umlaufgeschwindigkeit der Sterne in Sonnenumgebung: 220 Km/s
Mittlere Rotationsperiode der Milchstraßenscheibe: 2x10 hoch 8
Jahre
Alter der Scheibe: 10¹° Jahre
1
kpc (Kiloparsec) = 1000 pc (Parsec) = 3260 Lichtjahre
Mo Zeichen für die Masse der Sonne (=2 x 10³° kg)
Chemische
Zusammensetzung in der Sonnenumgebung (Gewichtsanteil in
Prozent):
H 73
N 0,094
He 25
Mg 0,047
O 0,76
S 0,037
C 0,29
Ar 0,018
Fe 0,163
Ni 0,0086
Ne 0,12
Demgegenüber
enthalten Sterne im Halo weniger höhere chemische Elemente.
So gibt es dort Sterne mit nur 0,004% Fe.
Präzession
Der
Frühlingspunkt (FP) verschiebt sich gegenüber den Fixsternen
um rund 1 Grad in 72 Jahren. Frühlings-
und Herbstpunkt ergeben sich aus dem Schnitt der
Äquator-Ebene Erde mit der Ekliptik
(Umlaufs-Ebene der Erde um die Sonne), infolge der
Schiefstellung der Erdachse. Die Kreiselbewegung der
Erdachse bedingt eine entsprechende Verschiebung der
Schnittlinie der beiden Ebenen der Ekliptik.
Dauer
des Umlaufs: rund 26 000 Jahre = Platonisches Jahr
genauer: 72 mal 360 = 25 920 Jahre
Der Frühlingspunkt wandert im laufe der
Jahrtausende durch Sternengruppen an der Ekliptik,
die Sternenbilderdes Tierkreises genannt werden - nicht zu
verwechseln mit den gleichnamigen 12
Zeichen je 30° der Astrologie,
die am Frühlingspunkt beginnen.
Wenn man davon ausgeht, dass auch die Fixsternbilder ebenso
gleichlang sind, dann würde der FP für jedes Zeichen ein Zwölftel
des Platonischen Jahres benötigen. Diese
Zeitalter der Präzession wären alle gleichlang.
Ein Problem ergibt sich dabei aber aus der ungleich großen
Ausdehnung der Sternbilder. Der FP braucht daher unterschiedlich lange Zeiten, sie zu durchlaufen.


[
Home | Prähistorie
| UFO`s
| Philadelphia
Experiment | Tunguska
| Berichte
| Astronomie
| Raumfahrt
| Esoterik
| Bilder
]
[ Vorwort
| Links
| Forum
| Gästebuch
| Awards
| Impressum
| Sitemap
| Webringe
]
I
|