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Ein
tragischer Unfall - oder Mord?
Von
John de Verdale
Im
Buch des Kennedy Mythos wurde ein neues Kapitel
aufgeschlagen. Vor wenigen Wochen berichteten uns die Medien,
dass der Sohn des ehemaligen Präsidenten John F. Kennedy,
genannt John-John, mit seinem Sportflugzeug über der See
verschollen und vermutlich abgestürzt sei. In seiner Begleitung
befanden sich seine Ehefrau und eine Schwägerin. Eine
Umfangreiche Such- und Rettungsaktion sei eingeleitet worden.
Die Chancen, die Vermissten lebend aufzufinden, wurde als gering
bezeichnet. Zwei Tage später wurde die Pressemitteilung
dahingehend ergänzt, "dass man das Wrack gefunden habe,
John F. Kennedy jr. habe noch hinter dem Steuerknüppel des
Flugzeuges gesessen. Seine Leiche sei geborgen worden. Von den
übrigen Insassen fehle jede Spur". Die Berichterstattung
endete mit der Meldung, "die Leiche sei eingeäschert und
die Asche dem Meer übergeben worden." Ein tragischer
Unfall, sollte man meinen.
Ein altes Sprichwort lautet: "Wer sich in Gefahr begibt,
kommt darin um". Nun gibt es allerdings zwei Arten von
Gefahren: Die Gefahr, der man sich stellen muss, um sie zu
neutralisieren - und die Gefahr, die man selbst darstellt, und
die von denen eliminiert werden muss, die sich vermeintlich oder
tatsächlich gefährdet sehen. Die Frage ist, mit welcher
Alternative haben wir es hier zu tun? Vergessen wir nicht, dass
im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte zwei weitere Kennedys ihr
Leben lassen mussten, weil sie von bestimmten Elementen der
zweiten Alternative zugerechnet wurden. Beide, John F. und
Robert F. Kennedy endeten durch Gewalt - durch gedungene Mörder.
Bei Würdigung aller Umstände kann daher auch im Fall von John
F. Kennedy jr. nicht von vornherein ausgeschlossen
werden, dass er und die sich in seiner Begleitung befindlichen
Familienangehörigen Opfer einer Gewalttat geworden sind. Ziel
eines möglichen Anschlags war zweifellos John F. Kennedy, wobei
der Tod unbeteiligter Personen von den Auftraggebern billigend
in Kauf genommen worden ist, was durchaus in das übliche Schema
eingeordnet werden kann. In einschlägigen Kreisen haben
Menschenleben keinen hohen Stellenwert, "Verschnitt"
wird einkalkuliert, wenn es nur der Sache dienlich ist. Noch
wissen wir wenig über das, was wirklich geschah, und es ist
zweifelhaft, ob wir jemals die Wahrheit über die Gründe des
Absturzes erfahren werden. Wir müssen uns also zunächst mit
den dürftigen Fakten begnügen, die der Öffentlichkeit
bisher mitgeteilt worden sind. Und bereits diese wenigen Fakten
werfen eine Vielzahl von Fragen auf.
Wenden wir uns zunächst der technischen Seite, insbesondere dem
flugtechnischen Bereich zu, bevor wir versuchen wollen, ein mögliches
Motiv für ein Attentat zu ergründen.
Technische
Daten des Unglückfluges
Das
Reiseflugzeug vom Typ "Piper Saragota II HP" wurde
1995 gebaut und im Jahre 1998 von JFK jr. erworben. Es handelt
sich um eine sechssitzige Maschine mit Einziehkraftwerk, die bei
200 mph (ca. 380 km/h) liegt. Die Flugroute führte von "Essex
County Airport" in New Jersey zum Flugplatz auf der Insel
"Martha`s Vineyard". Nach kurzer Zwischenlandung
war ein Weiterflug nach"Hyannis Port" beabsichtigt.
Die Gesamtflugstrecke beträgt in etwa 180 NM, was einer
Gesamtflugzeit von ungefähr einer Stunde entspricht. Als
Startzeit wurde 20.38 Uhr (12 Minuten nach Sonnenuntergang)
dokumentiert. Der Flug erfolgte nach VFR-Regeln
(Sichtflugregeln). Ein Flugplan wurde der
Flug- sicherung nicht übermittelt und war für den geplanten
Flug auch nicht vorgeschrieben. Der letzte Radarkontakt erfolgte
21.39 Uhr. Die Position wurde mit 10 Meilen vom Festland über
offener See, einer Entfernung von 19 Meilen vom Flugplatz "Martha`s
Vineyard" bei einer Flughöhe von 5.300 ft. (3 ft. = ca. 1
Meter) festgestellt. Offenbar war der Pilot damit beschäftigt,
sich auf den Landeanflug vorzubereiten. Bei diesen letzten
Radarkontakt wurden erste Anzeichen auf das Vorliegen eines
Notfalls bemerkt, da das Flugzeug rasant an Höhe verlor. Bei
einer Umlaufzeit der Radarantenne von12 Sekunden wurde in
entsprechenden Abständen folgende Höhendaten festgestellt:
5.500 ft., 2.500 ft., 2.200 ft., 1.300 ft. Beim nächsten
Radarumlauf war das Flugzeug vom Radarschirm verschwunden.
Notmeldungen des Piloten wurden nicht aufgefangen.
Such-
und Rettungsmaßnahmen
Als
feststand, dass JFK jr. bis ca. 22.00 Uhr nicht sicher gelandet
war, leiteten Familienangehörige und Freunde der Kennedys zunächst
eine private Suchaktion per Telefon ein. Nachdem alle Möglichkeiten
ergebnislos ausgeschöpft waren, verständigte man um 2.15
Uhr die Einsatzzentrale der Küsten- wache in "Woods
Hole". Innerhalb von Minuten ging von dort die Meldung an
das Bezirkshauptquartier der Küstenwache in Boston und an die
FAA (Ferderal Aviation Administration - US Luftfahrtbundesamt).
Letztere veranlasste die sofortige Überprüfung, ob JFK jr. auf
einem Ausweichflugplatz sicher gelandet war. Nach Eingang der
letzten Negativmeldung gegen 3.00 Uhr alarmierte die FAA das
"Luftwaffen-Koordinationszentrum für Rettungseinsätze"
auf der "Langley Air Force Base" in Virginia und die Küstenwache.
Gegen 7.00 Uhr erhielt Präsident Clinton Kenntnis über
das vermisste Flugzeug mit John F. Kennedy jr. an Bord. Zwischen
7.30 Uhr und 7.55 Uhr schickte die Küstenwache ein Flugzeug
"C-130", 15 zivile Suchflugzeuge, zwei Hubschrauber
der Nationalgarde, eine UH-25 Falcon in die Luft. Seeseitig nahm
an der Such- und Rettungsaktion eine Armada von Schiffen mit
unterschiedlicher Ausrüstung teil. Die Suchmaßnahmen
erstreckten sich auf einen Bereich von 190 nautische Meilen in
der Länge und 20 nautische Meilen in der Breite zwischen Long
Island und Cape Cod. Gegen 1.00 Uhr in der
folgenden Nacht konzentrierten sich die Suchmaßnahmen auf ein
Gebiet von ca. 400 Quadratmeilen Seegebiet, ungefähr 17 Meilen
von Martha`s Vineyard entfernt. In diesem Gebiet beträgt die
Wassertiefe zwischen 20 und 100 ft. (7 bis 33 Meter).
Warum befand sich
der Fluglehrer Kennedys
bei diesem Flug nicht an Bord?
Den
Nachrichten war zu entnehmen, dass Kennedy Flüge üblicherweise
nur in Begleitung seines Fluglehrers angetreten hat. Warum? War
Kennedy nicht im Besitz einer gültigen Pilotenlizenz? Fühlte
er sich beim Führen des neuerworbenen Flugzeugs nicht völlig
sicher? Wollte er seine Berechtigung erweitern? Inzwischen
wurde durch die Presse bekannt, dass JFK jr. seine Pilotenlizenz
im Jahre 1998 erworben hatte und eine Gesamtflugzeit von rund
200 Stunden nachweisen konnte. In der Presse wurde er darum als
"unerfahrener Pilot" bezeichnet. Fachleute werden sich
diesem Urteil kaum anschließen. Ein Pilot mit 200 Stunden
Gesamtflugerfahrung gilt immer noch als "Anfänger"
und ist gut beraten, seine Erfahrung auf langsamen, leicht zu
fliegenden Flugzeugtypen zu sammeln, die auf einen
Pilotenfehler "gutmütig" reagieren und damit auch für
Anfänger sicher beherrschbar sind. Der von JFK jr. auf dem Unglücksflug
geflogene Flugzeugtyp ist ein "Rennpferd" und reagiert
entsprechend empfindlich. Die sichere Führung einer "Piper
Saratoga" setzt ein ausgeprägtes "fliegerisches Gefühl"
voraus, bezogen auf andere technische Bereiche würde man es
"Fingerspitzengefühl" nennen, das nur durch
entsprechende Erfahrung erworben werden kann. Dies gilt in
besonderen Maße bei Flügen unter erschwerten Bedingungen, die
hier zweifellos gegeben waren, denn es handelte sich um
einen Nachtflug über See. Dass JFK jr. als Inhaber einer gültigen
Pilotenlizenz auf die Mitnahme eines Fluglehrers nicht
angewiesen war, und er dennoch auf allen Flügen seinen
Fluglehrer neben sich haben wollte, lässt sich nur damit
erklären, dass er sich der Unvollkommenheit seines
fliegerischen Könnens, zumindest auf diesem Flugzeugtyp,
durchaus bewusst gewesen ist.
Warum handelte der
"Flugzeugführer
Kennedy" verantwortungslos?
Aus
den feststehenden Flugdaten ist bekannt, dass der Start nach
Sonnenuntergang, also zur Nachtzeit erfolgte, und die geplante
Flugroute über See führte. Trotzdem wurde es unterlassen, der
Flugsicherung einen Flugplan zu übermitteln. Die Ausfertigung
eines Flugplans war für die Durchführung des Fluges zwar nicht
erforderlich, aber jeder verantwortungsbewusste Pilot würde
unter diesen Umständen einen entsprechenden Datensatz per
Flugplan an die Flugsicherung übermitteln. Diese Maßnahme erhöht
die Sicherheit von Flugzeug, Besatzung und Passagieren ganz
erheblich.
Für den Flug von Fairfield N.J. nach Martha`s Vineyard stehen
zwei Routen zur Auswahl. Der weitaus risikolosere und damit
leichtere Flugweg führt über die Südküste von Connecticut
und Rhode Island, wodurch der Pilot für den größten
Teil der Strecke die Küstenlinie im Auge behält. Die weitaus
schwierigere und gefährlichere Streckeführung geht über der Küstenlinie
von Long Island und führt dann über offene See, wobei als
Orientierungspunkt nur die schwer zu erkennende kleine
Insel "Block Island" auf der Route liegt, bevor die
Insel Martha`s Vineyard erreicht wird. Selbst bei
Tageslicht können Flüge von 15 bis 20 Meilen über offener See
für einen Piloten mit wenig Erfahrung und ohne die Befähigung
zu Flügen nach IFR-Regeln (Instrumentenflugregeln) zu einer
schrecklichen Strapaze werden, weil von der Meeresoberfläche
aufsteigender Dunst den Horizont verdecken kann. Ein Flugzeugführer
ohne Befähigung zum Instrumentenflug ist auf dem Horizont,
hilfsweise auf markante Bodenobjekte, angewiesen, um die Lage
des Flugzeugs in der Luft zu kontrollieren. Gehen diese
Bezugspunkte verloren, gerät der unerfahrene Pilot innerhalb kürzester
Zeit in Schwierigkeiten, die nicht selten zum Absturz führen.
Aus diesem Grund sind international minimale Sichtweiten
zwischen 1.500 Metern und 8.000 Metern, in Abhängigkeit vom
benutzten Luftraum, für Flüge nach VFR-Regeln
(Sichtflugregeln) vorgeschrieben. Werden diese Minima
unterschritten, darf der Flug nicht angetreten werden.
Selbstverständlich gilt das Vorhergesagte in ganz besonderem Maße
für Nachtflüge. Es bedarf keiner weiteren Ausführung, dass
sich das Risiko bei Verlust der visuellen
Fluglagekontrolle bei Nachtflügen noch erhöht. Kennedy jr. hat
sich für die schwierigere und damit gefährlichere Flugroute über
See entschieden.
Bei Würdigung des Sachverhalts muss festgestellt werden, dass
JFK jr. elementare Regeln zur sicheren Durchführung des Fluges
vorsätzlich verletzt hat. Die Mitnahm von Passagieren durch
einen unerfahrenen Piloten, der seine mangelnde Erfahrung durch
Risikofreude zu kompensieren versucht, ist nicht nur
leichtsinnig, sondern im höchsten Maße verantwortungslos.
Warum
fiel Kennedys Flugzeug
vom Himmel ?
Selbst
bei der Bewertung aller bisher behandelten Fakten bleibt der
Absturz mysteriös, denn kein Flugzeug, egal, ob groß oder
klein, stürzt einfach mal eben so ab. Folgen wir der Statistik,
werden wir zwei Tatsachen erkennen: Zum einen, dass Flugzeuge
heute im Vergleich zu allen anderen Fortbewegungsmitteln mit
Abstand die sichersten Verkehrsmittel sind, und dass die
Wahrscheinlichkeit, durch eine andere Unfallursache oder
Krankheit sein Leben zu verlieren, weitaus größer ist,
als bei einem Flugzeugabsturz ums Leben zu kommen. Zum anderen,
dass Abstürze zu mehr als 98 Prozent menschlichem
Versagen zugeschrieben werden müssen. Die wenigen Fälle, bei
denen ein Flugzeug durch technisches Versagen vom Himmel geholt
wurde, gelten als Ausnahme. Selbst kleine Sport- und
Reiseflugzeuge sind heute keine leinwandbespannte Drahtkisten
mehr. Vielmehr haben wir es mit moderner Technik,
vollgestopft mit elektronischen Navigations- und
Kommunikationsgeräten zu tun. Zur Standartausrüstung eines
modernen Sportflugzeugs gehören leistungsstarke Funkgeräte,
zumeist in doppelter Ausführung vorhanden, Funknavigationsgeräte
zur Standort- und Kursbestimmung und nicht zuletzt - ein
sogenannter "Transponder", dessen Aktivierung grundsätzlich,
und bei Flügen über See aus guten Gründen zwingend
vorgeschrieben ist. Der "Transponder" sendet eine
automatische Kennung an die Flugsicherungsstelle, in der Daten
über die "Identität" des Flugzeugs, die Flughöhe,
den Kurs, die Geschwindigkeit und weitere Angaben enthalten
sind, die eine sichere "Flugbegleitung und -führung"
durch die Kontrollstellen der Flugsicherung gewährleisten, in
deren Bereich sich die Maschine befindet, und zwar auch
dann, wenn das Flugzeug nach "Sichtflugregeln" geführt
wird. Es handelt sich also um ein Mittel, das der sicheren
Durchführung des Fluges im besonderen und der
"Flugsicherheit" im allgemeinen dient. Die Funkgeräte
dienen zur Kommunikation zwischen Pilot und
Flugsicherungskontrollstellen. Und selbstverständlich kommt
ihnen im Fall einer "Notsituation" eine ganz besondere
Bedeutung zu. Die allererste Maßnahme eines jeden Piloten, der
sich mit einer Notsituation in der Luft auseinander zusetzen
hat, besteht darin, die zuständige oder jede erreichbare
Flugsicherungskontrolle über Funk zu informieren. Die zu
verwendende "Phraseologie", die unter anderem neben
Standortmeldung, Art und Umfang der Ge- fahrensituation auch die
beabsichtigten Maßnahmen des Flugzeugführers enthält, ist
international in einem "Flugschema" festgeschrieben
und beginnt stets mit dem dreimal wiederholten Wort "Mayday".
Warum
hat Kennedy über Funk
keine Notmeldung abgesetzt ?
Der
bisherigen Berichterstattung über den Absturz war nicht zu
entnehmen, dass die zuständige Flugsicherungskontrollstelle
eine Notmeldung ("Mayday") von der Maschine Kennedys
aufgefangen hat. Im Gegenteil. Den Berichten zufolge, will der
zuständige Fluglotse bemerkt haben, "dass der ´Blip´ der
Maschine ´plötzlich´ vom Radarschirm verschwunden war. Er
habe dem zunächst keine Bedeutung beigemessen, weil er annahm,
das Flugzeug habe Höhe aufgegeben und werde vom Radar nicht
mehr erfasst." Eine nicht nur unglaubliche, sondern auch
eine unglaubwürdige Geschichte.
Kein Pilot, der sein Handwerk auch nur einigermaßen versteht, würde
ohne zwingenden Grund, außer im sicheren Landeanflug auf einen
Flugplatz, bei einem Flug über offener See freiwillig so viel Höhe
aufgeben, dass er von der Radarüberwachung nicht mehr erfasst
werden kann. Eine andere, und weitaus glaubwürdigere Version
besagt, dass die Radarüberwachung bei einem Flugzeug einen plötzlichen
Höhenverlust festgestellt habe, der einer Sinkrate von mehr als
6.000 ft. pro Minute entsprochen hat. Man sei jedoch zunächst
nicht davon ausgegangen, dass es sich um die Maschine von JFK
jr. gehandelt habe.
Was auch immer hier die Wahrheit sein mag, ein derart rapider Höhenverlust
eines kleinen Reiseflugzeugs kann nicht mehr als
"Sinkflug" bezeichnet werden. Vielmehr handelt es sich
um einen beinahe senkrechten "Sturzflug", dessen
Beobachtung die Annahme technischer Schwierigkeiten und eines möglicherweise
drohenden Absturzes rechtfertigt, und erst recht dann, wenn ein
derartiger Sturzflug in einer Reiseflughöhe von 5.500 ft.
beginnt. Zwischenzeitlich wurde durch die Presse ein weiteres
Indizbekannt, das theoretisch als Ursache für eine
"unkontrollierte Fluglage mit abschließendem Absturz"
in Betracht kommen könnte. Am Tag vor dem Unglücksflug soll
sich JFK jr. beim "Fallschirmgleiten" einen
Knöchel gebrochen haben. Die dadurch
bedingte Bewegungsein- schränkung oder -unfähigkeit zur
erforderlichen Nutzung der Seitenruderpedale, deren Bedienung
eine Lageveränderung um die Hochachse bewirkt, könnte dazu
beigetragen haben, dass die Maschine in eine unkontrollierte
Fluglage geriet. Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings außerordentlich
gering, denn bei modernen Reiseflugzeugen kommt dem Seitenruder
nur beim Start und im Endteil des Landeanfluges eine besondere
Bedeutung zu. Im normalen Reiseflug werden Kursänderungen primär
mit den Querruder geflogen. Selbst eine fehlerhafte oder ungenügende
Betätigung des Seitenruders in Reiseflughöhe führt nicht
zwangsläufig zu einer sofortigen unkontrollierten Fluglage, die
nicht mehr beherrscht werden kann.
Die letzte bekannt gewordene Pressemeldung besagt: "Kennedy
habe bei schlechten Witterungs- und Sichtverhältnissen die
Orientierung verloren, was zum Absturz geführt habe."
Tatsache ist, dass die Ostküste der USA zur Zeit des Absturzes
unter einer Hitzewelle litt. Derartige Wetterlagen fördern,
insbesondere zur Nachtzeit und über Wasser, die Dunstbildung,
was zur Beeinträchtigung der Flugsicht führt. Dieses Phänomen
ist nicht gleichbedeutend mit "Orientierungsverlust",
also Unkenntnis der gegenwärtigen Position und die Unmöglichkeit
der Standortbestimmung. Auf der Unglücksroute hätte nicht
einmal ein "Sonntagsflieger" die
"Orientierung" verloren. Eine fliegerische Grundregel
besagt für den Fall, dass der anliegende Kurs beibehalten und
nach Orientierungspunkten Ausschau gehalten wird. Bei Nachtflug
und Flügen über See kann diese Regel mangels
Orientierungspunkten zwangsläufig keine Anwendung finden. Dafür
stehen andere Möglichkeiten zur Verfügung. Das schnellste und
sicherste Hilfsmittel wäre hier das Funkgerät gewesen. Eine
Nachfrage bei der Flugsicherungsleitstelle hätte zur sofortigen
Durchgabe der exakten Position geführt, weil die aktuelle
Position auf dem Radarbild abzulesen ist.
Erinnern wir uns an den "Transponder". Soweit bekannt,
wurde entsprechender Funkverkehr jedoch nicht aufgefangen. Wenn
wir den eigentlich unmöglichen Fall unterstellen, dass ein
betriebsbereites Funkgerät nicht zur Verfügung stand, hätte
es bei dem von JFK jr. geflogenen Kurs nur einer Linkskurve um
ungefähr 90 Grad bedurft, die ihn innerhalb weniger Minuten an
die Küste geführt hätte. Von dort wäre die
Positionsbestimmung und die Festlegung eines neuen Kurses zum
Zielort mit Sicherheit völlig risikolos möglich gewesen. Bei
dieser letzten öffentlich verbreiteten Version drängt sich der
Verdacht einer großangelegten Verschleierungskampagne
hinsichtlich der wahren Unfallursache geradezu auf.
Sind
andere Absturzursachen denkbar ?
Die
Wahrscheinlichkeit eines technischen Versagens bei einer Verhältnismäßige
neuen Maschine begrenzt die Möglichkeit auf
"Pilotenfehler" und "Fremdeinwirkung"
im weitesten Sinne. Wie bereits angedeutet, sind die meisten
Flugzeugabstürze, insbesondere bei Sport- und Reiseflugzeugen,
auf Fehler des Piloten zurückzuführen. Fehler bei der
Bedienung von Luftfahrtgeräten wirken sich insofern fatal aus,
als der erste Fehler unweigerlich den nächsten nach sich zieht.
Nicht selten endet diese "Kettenreaktion" mit einer
Katastrophe. Die Praxis hat gezeigt, dass sich hier wiederum die
meisten Fehler mit den entsprechenden Folgen beim Start und
Landeanflug einschleichen. Ein weiteres Übel, das viele Abstürze
zur Folge hat, ist das fliegen steiler Kurven in niedriger Höhe,
die sogenannte "Heimatkurbelei", wobei es zum Abreißen
der Strömung kommt, was bei zu geringer Höhe unweigerlich zur
Katastrophe führt.
Doch kommen wir auf den "Fall Kennedy" zurück und
beschäftigen uns mit der Frage, wo sich der Absturz ereignet
hat. Nach bestätigten Berichten aus "gut unterrichteten
Kreisen" fiel das Flugzeug praktisch in Sichtweite des
Flugplatzes von "Martha`s Vineyard" aus dem Himmel, um
genau zu sein, zu Beginn des Landeanflugs in einer Entfernung
von 19 Meilen von der zugewiesenen Landebahn, woraus sich
ergibt, dass sich die Maschine auf einem festgelegten Kurs
befand, welcher der Verlängerung des reziproken Kurses der
Landerichtung in Richtung See entsprach. Daraus ergibt sich,
dass die Auffindung und Bergung von Flugzeug und Besatzung durch
die Küstenwache und andere Rettungsdienste allenfalls eine
Sache von Stunden sein kann. Keinesfalls, wie in den Medien
behauptet wurde, ist eine Such- und Rettungsaktion erforderlich,
die sich über Tage erstreckt. Das Flugzeug war an einer schnell
bestimmbaren Position abgestürzt und nicht etwa
"verschollen". Auch in diesem Punkt kommen die
Tatsachen langsam ans Licht. Dieselben "unterrichteten
Kreise" haben nämlich durchsickern lassen, dass die
Auffindung und Bergung in der Tat innerhalb von Stunden
erfolgte.
Auf Anordnung von Präsident Clinton persönlich, soll dieser
Umstand der Öffentlichkeit zunächst vorenthalten worden sein.
Seine Begründung: "Er habe den betroffenen Familien nicht
die Hoffnung nehmen wollen." Eine fadenscheinigere Begründung
ist kaum vorstellbar. Hier drängt sich nun der Verdacht auf,
dass etwas vertuscht werden sollte, wir es mit einem "cover
up" zu tun haben, weil der Zeitraum bis zur Bekanntgabe der
Auffindung und Bergung genutzt wurde, um Beweise beiseite zu
schaffen. Eine solche Notwendigkeit ergibt sich nur in den Fällen,
denen eine Straftat zugrunde liegt. Gleichzeitig ist das
Verhalten Clintons ein sicheres Indiz dafür, dass ein Komplott
zur Beseitigung Kennedys nicht ausgeschlossen werden kann.
In einschlägigen Kreisen des "Organisierten
Verbrechens" in den USA ist es geradezu eine Mode geworden,
sich "unliebsamer Zeitgenossen" durch "Flugunfällen"
zu entledigen. Jeder erkennt die Tragik eines solchen Unglücks
und kommt kaum auf den Gedanken, dass der "Unfall"
vorsätzlich herbeigeführt worden sein könnte. Erinnern wir
uns nur an den Fall des ehemaligen Beraters Präsident Clintons,
Ron Brown, wo ein Flugzeug beim Landeanflug auf einen
jugoslawischen Flughafen im Zusammenspiel mit manipulierter
Navigationstechnik gegen einen Berg gelenkt, und damit zum
"Tatwerkzeug" wurde. Auch hier wurde der Tod vieler
unschuldiger Menschen billigend in Kauf genommen. Für Fachleute
stellt es kein Problem dar, ein Flugzeug so zu präparieren,
dass die Manipulation bei einer äußeren Prüfung von Zelle und
Triebwerk nicht bemerkt wird und dennoch geeignet ist, die
Maschine "planmäßig" zum Absturz zu bringen.
Auf Einzelheiten der dabei angewendeten Techniken braucht nicht
näher eingegangen werden. Dem Leser sei versichert, dass diese
"Tricks" ausserordentlich subtil und wirkungsvoll
sind.
Aus Kreisen angeblicher "Fachleute" wurde inzwischen
eine andere Variante als mögliche Absturzursache zur Diskussion
gestellt. Danach soll die Flugroute Kennedys über "Montauk"
geführt haben. Dort befindet sich ein Labor der US-Luftwaffe,
in dem angeblich geheime Versuche mit "gebündelter
Hochfrequenzstrahlung durchgeführt werden. Vermutlich beziehen
sich diese "Experten" auf den Absturz des
Swissair-Fluges SR-111 im Sommer 1998 vor der nordamerikanischen
Küste, bei dem als Absturzursache ein verheerender Kabelbrand
in der Pilotenkanzel ermittelt wurde. Gerüchtweise sollen
"Flug SR-111" und weitere fünf Flugzeuge in den
Wirkungsbereich eines Experimentes mit hochverdichteten
Strahlung geraten sei, was zu unterschiedlich schweren Schäden
an allen betroffenen Flugzeugen geführt haben soll. Nun wird in
den Laboratorien von Montauk aber nur geforscht. Nach allem, was
bisher bekannt wurde, sind entsprechende Experimente mit gebündelter
Hochfrequenzstrahlung im Bereich Labrador-Neufundland durchgeführt
worden. Die Flugroute des Unglückfluges steht aber zweifelsfrei
fest, und selbst bei allem Wohlwollen hat der Kurs nicht über
Labrador-Neufundland geführt. Derartige Spekulationen
angeblicher "Experimente" gehören in den Bereich der
Fabeln und Legenden.
Wie
geht es weiter ?
Die
Untersuchungen von Flugunfällen obliegt den nationalen Flugbehörden.
Soweit es Flugunfälle in den Vereinigten Staaten betrifft,
liegt die Zuständigkeit beim
"US-Luftfahrtbundesamt" (FAA). Grundlage jeder
derartigen Unfalluntersuchung ist stets die möglichst
zweifelsfreie Ermittlung der Absturzursache. Selbstverständlich
haben sich die Untersuchungen nicht nur auf die Begutachtung der
Wrackteile zu erstrecken, sondern auch auf die Leichen der
Besatzung, namentlich der oder des Piloten, da auch deren
Leichen unter Umständen zu "Beweismitteln" werden können,
denn man hat es möglicherweise mit einem "Tatort" zu
tun. Obwohl sich Flugzeugführer im allgemeinen einer
ausgezeichneten Gesundheit erfreuen, die von Fachärzten nach
Ablauf von jeweils sechs Monaten bis zu zwei Jahren (Abhängig
von der Art der erteilten Fluglizenz) erneut bescheinigt werden
muss, sind auch Piloten nicht vor einem "plötzlichen
Herztod" oder einer anderen letalen Erkrankung gefeit. Die
Untersuchung der Leichen schließt also grundsätzlich - wie im
Regelfall auch bei jeder anderen Todesursache - die Obduktion
mit ein. Hier muss nicht besonders erwähnt werden, dass sich
die Untersuchungen dabei auch auf eine mögliche Toxiose mit
Todesfolge zu erstrecken haben.
Im vorliegenden Fall muss es daher merkwürdig anmuten, dass die
zuständige Ermittlungsbehörde, innerhalb von zwei Tagen nach
der Bergung der Leiche Kennedys, nicht nur die Erlaubnis zur
Beerdigung, sondern auch die Genehmigung zur "Einäscherung"
erhalten haben sollen. Eine wirksamere Methode zur Vernichtung
von Beweismitteln gibt es nicht. Anderen Presseberichten
zufolge, sollen alle Leichen geborgen worden sein. Die
behauptete Einäscherung sei amtlich bisher nicht bestätigt
worden. Was ist die Wahrheit ?

Bleiben
wir bei der Behauptung, dass die Leiche Kennedys eingeäschert
wurde. Warum? Kennedy war praktizierender Katholik. Der
katholische Glaube und die Lehren der katholischen Kirche schließen
eine Feuerbestattung aus. Ein völlig unübliches Verhalten, und
warum diese Eile? Weil es sich um einen Kennedy gehandelt hat,
oder gerade darum? Da die bisher bekannten Fakten Anlass zu
Spekulationen geben, müssen wir prüfen, ob konkrete
Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden gegeben sind. Ja, solche
Anhaltspunkte sind durchaus gegeben. Durch Presseveröffentlichungen
wissen wir mit Bestimmtheit, dass ein Teil des Gepäcks, eine
Reisetasche mit Inhalt, die zweifelsfrei aus dem Eigentum der
Kennedys stammt, im Verlauf der Flugroute, aber in einiger
Entfernung von der Absturzstelle, aus den Meer geborgen worden
ist. Diese Gepäckstück muss also im Verlauf des Absturzes aus
dem Flugzeug geschleudert worden sein, was unter normalen Umständen
nach den physikalischen Gesetzen der Aerodynamik schlicht unmöglich
ist. Bei der Unglücksmaschine befindet sich der Gepäckraum
kurz vor dem Leitwerk im hinteren Rumpfteil und wird durch eine
seitlich am Rumpf angebrachte, verriegelbare Ladeluke bestückt.
Selbst bei unsachgemäßer Verriegelung ist es unmöglich, dass
ein dort verstautes Gepäckstück im Reiseflug herausfällt,
weil die den Rumpf umströmende Luft die Luke geschlossen hält.
Bei einer Reisefluggeschwindigkeit von ca. 200 Mph sind zur Öffnung
der Luke von innen nach außen Kräfte erforderlich, die ein Gepäckstück
von angenommen 10 Kilo Gewicht ohne
"Fremdbeschleunigung" nicht entwickeln kann. Versuchen
Sie einmal, Ihre Autotür bei 100 km/h aufzudrücken. Sie werden
sofort feststellen, dass ein relativ hoher Kraftaufwand
erforderlich ist, um den Luftwiderstand zu überwinden. Schon
die Tatsache, dass die Reisegeschwindigkeit des Flugzeuges das
ungefähr 3,5fache betragen hat, und der Widerstand im Quadrat
zur Geschwindigkeit zunimmt, macht deutlich, dass ein
"normales Herausfallen" bei unsachgemäß verriegelter
Ladeluke mit absoluter Sicherheit auszuschließen ist. Es muss
also eine Kraft gewirkt haben, die groß genug war, um den
enormen Luftwiderstand zu überwinden, die Ladeluke des Gepäckraums
aufzustoßen und das Gepäckstück herauszuschleudern. Darüber
hinaus muss sich diese Kraft schlagartig ausgewirkt haben.
Erfahrungsgemäß tritt das Phänomen des schlagartigen
Freiwerdens von Kräften nur bei einer "schnellen
Verbrennung", einer "Explosion" auf. Gehen wir
von dieser Hypothese weiter aus, erklärt sich auch der abrupte
Sturzflug mit einer Sinkgeschwindigkeit von rund 6.000 ft. pro
Minute. Wenn im Heckteil der "Piper Saratoga" ein
Sprengsatz detoniert sein sollte, hätte das zu massiven Schäden
bis hin zur Absprengung des Leitwerks, also der Steuerorgane des
Flugzeugs -und zur Herausschleuderung des Gepäckstücksgeführt.
Unter aerodynamischen Gesichtspunkten hätte das die sofortige
Kopflastigkeit der Maschine und den unvermittelten Übergang in
den Sturzflug zur Folge, der durch das laufende Triebwerk noch
verstärkt worden wäre. Die Zündung des Sprengsatzes hätte
mittels eines angekoppelten barometrischen Höhenmessers ausgelöst
worden sein können, der sich im Steigflug beim Durchsteigen
einer vorbestimmten Höhe aktiviert und im Sinkflug auf diese Höhe
zündet.
Wer
oder was steckt hinter einem
möglichen Attentat ?
Ralph
Salerno, Polizeiexperte des "New Yorker City Police Dept.":
"Das Organisierte Verbrechen, meine Damen und Herren, hat
seine eigene Auffassung von Recht und Gesetz. Wenn es sich
herausstellt, dass durch den Tod eines Menschen mehr zugewinnen
als zu verlieren ist, dann ist der betreffende ein toter Mann.
Egal, ob er Polizist, Präsident der Vereinigten Staaten oder
auch nur ein ganz normaler Durchschnittsbürger ist."
Viele Menschen sterben heutzutage eines übernatürlichen Todes
als Folge der modernen technischen Errungenschaften. Doch die
wenigsten von ihnen werden vorsätzlich nach einem vorgefassten
Plan getötet. Tritt dieser Fall ein, muss nach den Motiven
gefragt werden. Wer hat ein Interesse daran, eine bestimmte
Person zu "beseitigen"? Wem dient es, und welches sind
die Gründe?
Soweit es die USA betrifft, ist es bei den "Mobstern",
der Organisierten Kriminalität, zur Regel geworden, dass auf
bestimmte Personen ein "Kontrakt" abgeschlossen wird,
wenn alle anderen Mittel nicht die gewünschte Wirkung gezeigt
haben. Ein "Kontrakt" ist nichts anderes, als die
Vergabe eines "Auftrags" zur Tötung einer bestimmten
Person. Zu den erwähnten Mitteln gehört zunächst der Versuch
der Überzeugung zur Aufgabe bestimmter Vorhaben und Pläne, die
Aufforderung, sich "neutral" zu verhalten. Es schließt
sich die "Warnung" an, und im Fall Kennedy ist es
daher nicht verwunderlich, dass vermutlich ihm wohlgesonnene
Personen aus dem Kreis der "Eingeweihten" ihn davor
"gewarnt" haben, den Flug zur Millionärsinsel
Martha`s Vineyard anzutreten. In den Medien wurde entsprechend
berichtet. Die Warnung war zwecklos, und der Flug endete zwangsläufig
mit der Erfüllung des "Kontraktes". Als mögliches
Motiv für ein Verbrechen können im vorliegenden Fall
primär zwei öffentlich bekannt gewordene Pläne Kennedys
angenommen werden:
Zum einen hatte er die Absicht, die Memoiren seiner verstorbenen
Mutter Jacqueline Kennedy in Kürze zur Veröffentlichung
freizugeben. Diese Ankündigung wird in bestimmten Kreisen Panik
ausgelöst haben. Nicht ohne triftige Gründe dürfte verfügt
worden sein, dass die Veröffentlichung dieser Memoiren nicht
vor Ablauf von fünfzig Jahren erfolgen sollte. Warum eine fünfzigjährige
Sperrfrist? Vermutlich, weil nach Ablauf dieser Frist keiner der
namentlich in den Memoiren bezeichnete Person mehr am Leben ist,
sie mithin für ihre Handlungen oder Unterlassungen von der
irdischen Justiz nicht mehr belangt werden können. Der
Tod Präsident John F. Kennedys am 22. November 1963 in Dallas,
Texas, hat die amerikanische Politik entscheidend verändert.
Nicht zum Guten, sondern zum Schlechten. John F. Kennedy war
nach der Überzeugung gewisser politischer Kreise ein unbequemer
Präsident. Er hatte sich gegen "Vorgaben" aus dem
Bereich der "Grauen Eminenzen", der
"Schattenpolitik", aufgelehnt, und insbesondere dem
"Organisierten Verbrechen" den Kampf angesagt, denn
bereits Anfang der sechziger Jahre hatte sich das organisierte
Bandenverbrechen in den USA zu einem "Staat im Staat"
entwickelt. Die Korruption innerhalb staatlicher Behörden,
nicht zuletzt innerhalb des Polizeiapparates, war zu einem
regelrechten "Krebsgeschwür" geworden.
"Über einen Zeitraum von mindestens einem halben
Jahrhundert wurde es zugelassen, dass sich das Organisierte
Verbrechen wie mit Krakenarmen über die Nation ausbreiten und
in unsere Gesellschaft eindringen konnte. Soweit es den `Geschäftsumfang`
betrifft, steht fest, dass sich das weitaus größte
`Dollarvolumen` unter der Kontrolle dieser
Verbrecherorganisation befindet. Durch Gewalt, Korruption und
Betrug hat sich die Unterwelt zu einer verzweigten Industrie
entwickelt, die jetzt jeden Aspekt des amerikanischen
Lebens beeinflusst: Unser Privatleben, unsere Wirtschaft, unser
politisches System, die Regierung und den freien
Wettbewerb."
(Zitat: Aaron Kohn,
Direktor der New Orleans Metropolitan Commission.)

Jahrzehntelange
Ermittlungen staatlicher Stellen und von Privatpersonen über
die Hintergründe des Attentats von 1963, haben zu dem Ergebnis
geführt, dass die eigentliche Planung und Tatausführung durch
Personen erfolgte, die der Szene des Organisierten Verbrechens
zuzuordnen sind. Die als "Täter" ermittelten Lee
Harvey Oswald und sein gedungener Mörder Jack Ruby waren bei
dieser Verschwörung lediglich Randfiguren. Selbst der damalige
Direktor des FBI, J. Edgar Hoover, war nur ein "Bauer auf
dem Schachbrett" der Unterwelt. Er ließ nichts unversucht,
um die Ermittlungen der wahren Hintermänner des Attentats auf
Präsident Kennedy zu behindern. Selbst Ermittlungsberichte
seiner eigenen Behörde wurden von ihm unterdrückt, wodurch die
Analyse Aaron Kohns eindrucksvoll untermauert wird. Die
eigentlichen "Auftraggeber" aber, sind in politischen
Kreisen der USA und des Auslands zu finden, wie aus inzwischen
vorliegenden glaubwürdigen Dokumentationen zweifelsfrei
gefolgert werden kann.
Dasselbe Schema ist auf das Attentat auf Robert (Bob) Kennedy,
seinerzeit US-Justizminister, anzuwenden. Er teilte die
politischen Ansichten seines Bruders und beging den Fehler, sich
um das Präsidentenamt zu bewerben. Es kann davon ausgegangen
werden, dass die "Wahrheit" auch heute noch geeignet wäre,
die "Nationale Sicherheit" der Vereinigten Staaten von
Amerika zu gefährden. Und zumindest ein Teil dieser
"Wahrheit" über die Hintergründe und die wahren
"Hintermänner" beider Attentate, die kaum etwas mit
den der Öffentlichkeit präsentierten "Tätern"
gemein haben dürfte, wird in den Memoiren von Jacquelin Kennedy
zu finden sein.
Zum anderen wurde gerüchteweise bekannt, dass JFK jr. seine
Bereitschaft erklärt hatte, sich als Präsidentschaftskandidat
aufstellen zu lassen. Womit sich die Frage stellt: Wem nützt
es, dass JFK jr. als Präsidentschaftskandidat ausgeschaltet
ist? es ist nicht schwer, die Antwort auf diese Frage zu
finden...
Neben Kennedy jr. ist bisher (August 1999) nur ein
ernstzunehmender Mitbewerber an die Öffentlichkeit getreten:
George W. Bush jr., Gouverneur von Texas, Geschäftsmann und
Sohn des Vorgängers von Bill Clinton im Präsidentenamt, jenes
Präsidenten, der zuerst in der Öffentlichkeit den Begriff
von der "Neuen Weltordnung" prägte und von Kennern
des Szenarios als Initiator des Golfkrieges von 1990 bezeichnet
wird.
Auch hier wird ein Motiv für ein mögliches Attentat durch
interessierte Kreise erkennbar, denn die Kandidatur Kennedys, in
Verbindung mit der Veröffentichung der Memoiren, hätte eine
Lawine in Bewegung gesetzt, die bestimmte Figuren der Politik
mit sich gerissen und die Wahlchancen gewisser Präsidentschaftskandidaten
nahezu auf Null hätte absinken lassen. Wahlkämpfe werden mit
psychologischen Mittel geführt. Das politische Konzept des
Kandidaten ist für die breite Masse der Wähler sekundär. Was
primär zählt, ist das persönliche Erscheinungsbild und wie
sich der Kandidat "verkauft". Im Fall von John F.
Kennedy jr. war die Ankündigung der baldigen Veröffentlichung
der Memoiren ein kluger Schachzug, der ihm in dem Rennen um das
Präsidentenamt nützlich gewesen wäre; denn die sich zwangsläufig
gegen bestimmte politische Kreise und Organisationen erhebende
"öffentliche Meinung" hätte ihm gegenüber anderen
Präsidentschaftskandidaten erhebliche Vorteile gebracht. Die
Konsequenzen dieser Entscheidung hat er allerdings nicht überblicken
können oder Drohungen und Warnungen nicht ernst genug genommen.
Zusammenfassend
ist festzustellen: Solange der Öffentlichkeit nicht der überzeugende
Beweis für einen tragischen Unglücksfall vorgelegt wird, müssen
wir uns den Worten des römischen Historikers Tacitus anschließen,
die er vor 1900 Jahren anlässlich der Ermordung des Kaisers
Galba sprach: "Ein schockierendes Verbrechen wurde auf das
Betreiben einiger Individuen hin begangen, mit dem Segen anderer
und der passiven Zustimmung von allen.
Mit
freundlicher Genehmigung von John de Verdale und der Redaktion
des © Magazin
2000plus (Ausgabe Nr.142)
Webgestaltung: Torsten Migge (Webmaster of "Science
Explorer")
Link:
JFK
Murder Solved


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