|
Die
NASA arbeitet schon seit einiger Zeit nicht nur an neuere
Antriebstechniken, sondern auch an ein moderneres
Nachfolgemodell des
inzwischen immerhin schon 20 Jahre alten Space Shuttle. Die
neuen Techniken müssen kleiner, leichter, schneller, sparsamer
und vor allem billiger werden. Baut man leichtere und kleinere
Antriebsaggregate, hat man mehr Platz für die Crew und mehr
freie Gewichtsreserven für den Transport ins All.
Um effektivere Transporte ins All in der nahen Zukunft durchführen
zu können, bedarf es intensiver Forschung. Deshalb unterschrieb
Präsident Bill Clinton 1994 die National Space Transportation
Policy, die Ausgangsbasis für die Gründung des ASTP. Die
Aufgabe wurde gestellt, in den nächsten 25 Jahren die Kosten
der Raumfahrt und des Transportes ins Weltall drastisch zu
senken: von momentan 10.000 Dollar pro Pfund auf 100 Dollar pro
Pfund, und in den nächsten 40 Jahren gar auf 10 Dollar pro
Pfund.
Experimentelle Fluggeräte werden derzeit entwickelt, wie die
X-Serie: X-33 Venture Star (von der NASA allerdings inzwischen
aus Kostengründen aufgegeben), die X-34 der Firma Orbital
Science, die X-37 von Boeing oder der Spaceliner 100.
Das Ziel ist eine Geschwindigkeit von 6 bis 12 Mach zu
erreichen. Allerdings sind bislang alle
Forschungen in die Bereiche von Mach 6 bis 12 an zwei Punkten
gescheitert: die immergrößeren thermischen Belastungen (die Hülle
wird mehrere 100 °C heiß, schon Mach 3 erzeugt Temperaturen
von 200 bis 300 °C) und der aerodynamischen Belastung (Mach 12
entspricht einer Geschwindigkeit von über 14.000 km/h).
Folglich sollten zukünftige Raumfahrzeuge mit Materialien bestückt
sein, die an der Außenhülle eine Kühlung bewirken.
Materialien, die Temperaturen von über 2200 °C standhalten,
sind schon verfügbar.
Auch
leichtere Antriebsmaterialien sollen das Gewicht verringern. In
Zukunft setzt man mehr auf einen Antrieb mit elektrisch geladen
Teilchen (Ionen). Der Ionenantrieb setzt sich aus einer
Ionenquelle zusammen, in der neutrale Atome, vorwiegend Cäsium,
Quecksilber oder Xenon, durch Abstreifen eines Elektrons oder
mehrerer Elektronen aus der Atomhülle in Ionen verwandelt
werden. Diese werden durch ein Elektrodensystem beschleunigt und
können auf diese Weise eine Endgeschwindigkeit von 69 km/s
erreichen.
Auf einem ganz anderen Prinzip basieren die Sonnensegel. Sie
sollen sich durch den Wind, der von der Sonne erzeugt wird, im
Weltall fortbewegen.
Die Sonne schickt zwei Arten von Wind auf den Weg: zum einen das
Licht selbst, das sich als Photonendruck bemerkbar macht, und
zum anderen den Sonnenwind, der aus einem anhaltenden
Teilchenstrom besteht, (nach neuesten Erkenntnissen soll dieser
Sonnenwind vor ca. 4 Milliarden Jahren die einstige Atmosphäre
des Mars weggepustet haben). Dieser Sonnenwind verlässt die
Sonne mit rund 400 km/s und streicht durch das gesamte
Planetensystem. Einfangen wollen die Experten den Sonnenwind mit
einem hauchdünnen Segel, das aus einer aluminisierten
Kaptonfolie bespannten Leichtbaukonstruktion besteht. Damit will
man später kleine Sonden aus miniaturisierten Subsystemen durch
das All gleiten lassen.
Eine andere Technologie steckt hinter dem sogenannten "Microwave
Lightcraft", ein unkonventionelles diskusförmiges Vehikel,
dessen Antrieb auf Mikrowellenenergie beruht, die das Objekt wie
von Geisterhand himmelwärts schweben lässt. Die Mikrowellen,
die beispielsweise von einem Satellitennetzwerk abgestrahlt
werden, bilden dabei vor dem Flugobjekt eine Schockwelle,
wodurch die umliegende Luft ionisiert und zum Leuchten gebracht
wird. Wie die NASA mitteilte, sollen diese Ufo-ähnlichen
Raumfahrzeuge ab dem Jahre 2040 ganze 10.000 Mal pro Jahr
abheben.
Noch eine andere Technologie beinhaltet die "Laser
Lightcraft". Hierbei soll das Licht eines gewaltigen im
Weltraum oder auf der Erde stationierten Lasers auf eine Sonde
Druck ausüben und diese antreiben. Bei ausreichend großen
Anlagen sei angeblich eine Reise zu den nächsten Sternen wie
Alpha Centauri möglich. Spitzengeschwindigkeiten von 50.000
km/s seien hier bereits vorstellbar. Mikrosonden könnten
innerhalb von 25 Jahren bei unserem Nachbarstern sein.
|

|

|
|
Laser
Lightcraft
|
Microwave
Lighter
|
Bereits
im Oktober 1997 gelang es, auf dem "High Energy Laser
System Test Facility" - HELSTF (Hochenergiesystem-Testgelände)
im White Sands Missile Range unter Einsatz eines
leistungsstarken Kohlenstoffdioxid-Lasers ein ultraleichtes
Testobjekt in die Luft zu schleudern. Die gepulsten
Laserstrahlen wurden dabei durch das parabolisch geformte Heck
des Lightrcraft in einer Ringförmigen Kammer gebündelt. Von außen
strömte Luft in die Kammer, die durch das Laserlicht zu einem
bläulich leuchtenden Plasma mit einer Temperatur bis zu 30.000
°C erhitzt wurde. Dieser Vorgang geschah in einem Bruchteil
einer Sekunde, so dass die erhitzte Luft explosionsartig
entwich.
Es soll bereits Konzepte zum Bau von Laser-Startanlagen auf dem
Mond und Mars geben.
Noch einen anderen Weg gehen Wissenschaftler der israelischen
Ben Gurion Universität of the Negev. Sie sind nämlich auf
einen Kernbrennstoff gestoßen, der Reisen zu entfernten
Planeten deutlich verkürzen könnte, wie der Nukleartechniker
Yigal Ronen in der Fachzeitschrift "Nuclear Instruments and
Methods in Physics Research" schrieb.
Kernstück eines möglicherweise revolutionären Raketenantriebs
könnte demnach das seltene Isotop Americium 242m sein, das
selbst als extrem dünner Film von nur einem Mikrometer Dicke
die Kernspaltung aufrechterhalten kann. Zudem erreicht Americium
seine kritische Masse, ab der eine stationäre Kernspaltung möglich
ist, bereits bei einem Gewicht, das einen Faktor 100 unter dem
von Uran oder Plutonium liegt - den derzeit gebräuchlichsten
Kernbrennstoffen. Ein Americium-Reaktor würde damit, so Ronen,
eine wichtige Voraussetzung für einen effizienten Flug ins All
erfüllen: Er wäre deutlich leichter als alle bislang bekannten
Kernreaktoren.
Den israelischen Forschern nach, könnte Americium - zumindest
in der Theorie - als dünner Film hochenergetische Spaltprodukte
freisetzen, die ihrerseits das Raumschiff antreiben. Die
Produkte der Kernspaltung könnten auch dazu benutzt werden, ein
Antriebsgas zu erhitzen oder über einen speziellen Generator
Strom zu erzeugen.
Allerdings, so Ronen in seinem Artikel, stellt es derzeit noch
ein Problem dar, das seltene Isotop aus Plutonium 241 und
Americium 241 zu erzeugen - ein aufwendiger und teurer Prozess,
der bislang nur zu kleinen Mengen Americium 242m geführt hat.
|

|
|
Spaceliner
100
|
Quellen:
P.M.
MAGAZIN: "Aufbruch zu fernen Sternen", September 2000
STAR OBSERVER: "Raketenantrieb der Zukunft", Mai 1998
SPECIAL STAR OBSERVER: "X-Flieger", Nummer 6
Deguforum Nr. 29
Links
zum Thema:
Laser
Science & Technology
Regiert
im Kosmos die Antigravitation?
Der
Searl Effect Generator und die Levity Disc
Anhang:





Quelle
der (und weiterer) Fotos:
http://www.dfrc.nasa.gov/gallery/photo/index.html


[
Home | Prähistorie
| UFO`s
| Philadelphia
Experiment | Tunguska
| Berichte
| Astronomie
| Raumfahrt
| Esoterik
| Bilder
]
[ Vorwort
| Links
| Forum
| Gästebuch
| Awards
| Impressum
| Sitemap
| Webringe
]
I
|