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Zeittafel:
1900
Tesla kehrt nach
einer Reihe von wichtigen Versuchen zur drahtlosen Energieübertragung
aus Colorado Springs zurück.
Während dieser Versuche kam es zur Zerstörung des Generators der
Elektrizitätsgesellschaft, die durch Energiewellen aus seinem
Verstärkungstransmitter ausgelöst worden war.
Tesla erhält von J. Piermont Morgan 150.000 Dollar um einen
Radiosender zu bauen, der nach Europa senden kann. Mit der Hälfte
des Geldes kauft er ein 800.000 qm großes Grundstück in Shoreham
auf Long Island und baut einen riesigen Turm, der 56 m hoch ist
und von einer 50 Tonnen schweren Metallkuppel mit einem
Durchmesser von 20m gekrönt ist. Er nennt sein Forshungsgelände
"Wardenclyffe". Als Tesla die Arbeit begann, gab es
gerade einen Run auf die Aktien, die von der "Marconi
Company" auch von Teslas altem Feind Edison.
Am 12. Dezember sendet Marconi das erste transatlantische Signal,
nämlich den Buchstaben "S" von Cornwall in England nach
Neufundland. Wie die Finanziers bemerkten, tat er dies mit einer
Ausrüstung, die wesendlich billiger war, als die von Tesla
geplante Anlage.
1902
Marconi wird überall
auf der Welt als Held gefeiert, während Tesla von der Öffentlichkeit
als Drückeberger angesehen wird, weil er einen Gerichtstermin in
einem Mordfall nicht wahrgenommen hat (er wurde von der
Verpflichtung freigestellt, weil er ein strikter Gegner der
Todesstrafe war).
1903
Die 150.000 Dollar
von Morgan reichen nicht mehr aus, um die Rechnungen für Gebäude
in Wardenclyffe zu bezahlen. Um angesichts des Erfolgs von Marconi
eine größere Geldsumme aufzutreiben, offenbart Tesla Morgan den
wirklichen Zweck seiner Anlage, dass diese nämlich nicht nur
Radiosignale senden sollte, sondern auch für die Übertragung von
der Energie an jeden Punkt der Erde bestimmt gewesen sei.
Morgan ist nicht interessiert und lehnt eine weitere Finanzierung
ab. Eine Börsenpanik im Frühjahr macht neue Hoffnungen Teslas
von Morgan und anderen reichen Industriellen finanziert zu werden
ein Ende. Tesla steht ohne Geld da und kann nicht einmal mehr die
Kohle für das Kraftwerk bezahlen.
1904
Tesla schreibt für
die Zeitschrift "Electrical World" den Artikel "Die
Übertragung elektrischer Energie ohne Drähte", in dem er
feststellt, dass sich die Erde trotz ihrer gewaltigen Ausmaße in
Bezug auf elektrische Ströme wie eine kleine Metallkugel verhält.
Tesla erklärt der Presse, dass Wardenclyffe fertiggestellt sei.
Die "Colorado Springs Power Company" verklagt ihn wegen
nicht bezahlter Stromrechnungen aus der Versuchsstation.
Teslas Laboratorium in Colorado Springs wird abgerissen und zum
Schrottwert verkauft, um 180 Dollar Gerichtsschulden zu bezahlen,
seine elektrische Ausrüstung wird eingelagert.
1905
In Wardenclyffe
werden Spulen für elektrotherapeutische Zwecke hergestellt, die
an Krankenhäuser und Forschungsanstalten verkauft werden, um
ausstehende Rechnungen zu bezahlen.
Tesla wird von seinem Anwalt wegen Nichtrückzahlung eines
Kredites verklagt. In einem Artikel kommentiert Tesla Pearys
Nordpolexpedition und erzählt von seinen Plänen zur Energieübertragung
an jeden Punkt der Erde. Tesla wird von C.J.Duffner, einem
Aufseher der Versuchsstation in Colorado Springs wegen noch
ausstehender Löhne verklagt.
1906
"Left Property
Here; Skips; Sheriff`s Sale" war am 6.Mai die Überschrift
einer Gazette in Colorado Springs. Teslas elektrische Ausrüstung
wird verkauft, um Gerichtskosten in Höhe von 928.57 Dollar zu
bezahlen. George Westinghaus, der in den achtziger Jahren die
Patente für Teslas Wechselstrommotoren gekauft hatte, lehnt ein
Angebot des Erfinders zur Finanzierung der Energieübertragung ab.
Es kommen immer weniger Arbeiter in das Wardenclyffe Laboratorium,
da kein Geld mehr vorhanden ist, um sie zu bezahlen.
1907
Als Tesla in einem
Brief an die New York Times die Zerstörung des französischen
Schiffes Iena kommentiert, erwähnt er, dass er ferngesteuerte
Torpedos gebaut und getestet habe, dass elektrische Wellen jedoch
eine größere Zerstörungswirkung hätten. "Mit meinen Geräten
kann Energie an jeden beliebigen Punkt der Erde gesendet
werden", schreibt er.
Weiter behauptet er, dass der Punkt, an welchem der gewünschte
Effekt erzielt werden soll, sehr genau bestimmt werden kann,
angenommen die akzeptierten terrestrischen Messungen sind richtig.
1908
Tesla
wiederholt am 21. April in der gleichen Zeitung seine Ansicht über
die Zerstörung mittels elektrischer Wellen.
In einem Brief an den Herausgeber stellt er fest: "Als ich
von der zukünftigen Kriegsführung sprach, da meinte ich, dass
diese durch die direkte Anwendung von elektrischen Wellen ohne
Einsatz von Luftfahrzeugen oder anderer Zerstörungswaffen
erfolgen sollte". Er fügte hinzu: "Das ist kein Traum.
Sogar schon heute könnten drahtlose Kraftwerke gebaut werden,
durch die jede Region der Erde unbewohnbar gemacht werden könnte,
ohne die Bevölkerung anderer Gebiete einer ernsthaften Gefahr
oder irgendwelcher Unannehmlichkeiten auszusetzen.
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Teslas
Todesstrahlengerät war eine Art "Skalarwellenwaffe"
oder wie man es auch bezeichnen könnte, ein Ultraschallgewehr.
Tesla und die Todesstrahlen erregten in den Medien zu dieser Zeit
einiges Aufsehen. In den dreißiger Jahren kamen einige Filme über
Todesstrahlen heraus, wie z.B. "Der Todesstrahl" (1938)
mit Boris Karloff und "Flash Gordon" und "Der
Radarmann vom Mond".
In einem der ersten Cartoons von Max Fletchers Superman aus den
vierzieger Jahren, nämlich "Der verrückte
Wissenschaftler" (September 1941), kämpfte ein verrückter
und exzentrischer Wissenschaftler, der offensichtlich Tesla verkörpern
sollte, gegen Superman, während er mit seinem "elektrothenesischen
Strahl" New York terrorisierte.Im nächsten Cartoon "Das
mechanische Monster"(Nov 41) kämpfte Superman gegen Tesla,
den verrückten Wissenschaftler, der diesmal eine Armee von
Robotern auf Manhattan loslässt. In "Ein magnetisches
Teleskop" (Nov. 42) kämpft Superman letztmalig
gegen Tesla und seinen Todesstrahl.
Hierbei verwendet Tesla einen ganz speziellen "magneto-graviatatorischen
Strahl", mit dem er Asteoriden aus ihrer Bahn lenkt und sie
auf die Erde stürzen lassen kann. In Japanateurs vom Sept. 1942
befassen sich die Superman-Cartoons mit Kriegsthemen und es kommen
japanische Spione und zum Teil auch Nazispione vor.
Es ist interessant, sich Tesla als Vorbild für all die "verrückten
Wissenschaftler" aus Comic Büchern und Science Fiction
Filmen vorzustellen.
Im Frühjahr es Jahres 1942 waren "Todesstrahlen" das
Thema vieler Zeitschriften auf der ganzen Welt. Harry
Grindell-Matthews aus London führte die Konkurrenz in diesem
ersten Star Wars Rennen an. Am 21. Mai veröffentlichte die New
York Times diesen Bericht: Paris, den 20. Mai - Falls die
Zuversicht von Grindell-Matthews, Erfinder des sogenannten
"diabolischen Strahls" gerechtfertigt ist, dann wird es
möglich werden, die ganze Armee eines Feindes durch unsichtbare
Strahlen außer Gefecht zu setzen, jede Luftflotte, die eine Stadt
angreift, zu zerstören, jede Schiffsflotte zu lähmen, die
sich der Küste auf eine bestimmte Distanz nähert.
Grindell-Matthews gab an, dass seine zerstörerischen Strahlen über
eine Entfernung von 6,5 km wirken würden und daß die maximale
Entfernung für eine Waffe dieser Art 11 oder 12 km wäre.
"Es wurde von Versuchen berichtet, in denen die Strahlen dazu
verwendet worden waren, durch Ausschaltung der Magnetzünder,
Autos außer Betrieb zu setzen.
Weiter wurde behauptet, dass eine bestimmte Menge
Sprengstoff über eine Entfernung von 10 m zur Explosion gebracht
wurden, nachdem die Strahlen auf diesen gerichtet worden
war." Grindell-Matthews war auch in der Lage, Mäuse mit
Elektroschocks zu töten, Pflanzen verdorren zu lassen und den
Draht einer Öllampe ebenfalls aus einer Entfernung von 10 Metern
anzuzünden.
Da die New York Times eine Sensation witterte, veröffentlichte
sie am 28. Mai 1924 einen bericht über die Strahlenwaffen der
Sowjets, der so begann: Aus kommunistischen Kreisen in Moskau ist
durchgedrungen, dass sich hinter Trotzkis kürzlichen
kriegerischen Äußerungen eine elektromagnetische Erfindung zur
Zerstörung von Flugzeugen versteckt, die von einem
russischen Ingenieur namens Grammachikoff stammt Versuche
mit dem destruktiven Strahl sollen mit Hilfe von deutschen
Experten letzten August begonnen haben. Eine große Demonstration
am Podosinsky Aerodom in der Nähe von Moskau war so erfolgreich,
dass der revolutionäre Militärrat und das Politbüro
entschieden, genügend elektronische Flugabwehr zu finanzieren, um
gefährdete Gebiete Russlands zu schützen. Ähnliche, aber
leistungsstärkere Stationen sollten gebaut werden, um die
elektrischen Mechanismen von Kriegsschiffen auszuschalten. Der
Kommandeur der sowjetischen Luftstreitkräfte Rosenholz war von
der Demonstration des Strahls so überwältigt, dass er vorschlug,
die Ausgaben für die Luftwaffe zu kürzen, weil diese Erfindung
eine große Luftflotte für Verteidigungszwecke überflüssig
machen würde.
Tesla scheint eine Art exzentrischer und brillanter
Renegatwissenschaftler gewesen zu sein. Nachdem er von Morgan und
indirekt auch von Westinghouse fallengelassen worden war, war er
ständig bankrott. In den frühen dreißiger Jahren übergab Tesla
der Leitung des Governor Clinton Hotels anstatt der Miete
eine angebliche Erfindung, die als zusätzliche Bürgschaft
diente. Er sagte, dass das Gerät sehr gefährlich und 10 000
Dollar wert sei. 1943 ging ein Wissenschaftler der MIT
(Massachusetts Institut of Technology), der für das
"National Defense Research Comitee" (NDRC) arbeitete und
von einem Offizier der "Naval Intelligence" namens
John O. Trump begleitet wurde, in das Hotel, um nach Teslas Tod
das Gerät herauszuholen.
Man erzählte ihm, dass die Erfindung detonieren könnte, falls
sie von einer unautorisierten Person geöffnet würde. Trump
meinte, dass er sein ganzes Leben noch einmal an sich vorbeiziehen
ließ, bevor er die Kiste öffnete. In seinem FBI-Bericht schrieb
er folgendes: Im Innern befand sich eine hübsche hölzerne Truhe,
die mit Bronze verkleidet war, und die einen
Widerstandsmesser einer Art enthielt, wie er für die Widermessung
von Wheatstone-Brücken verwendet wurde - ein Standartgerät, das
vor der Jahrhundertwende in jedem elektrischen Labor zu finden
war!
Laut Dr. Marc Seifert, einem Teslaforscher, scheint Tesla sowohl
seinem Taubenaufseher als auch einem Armeeingenieur namens
Fitzgerald, einem Freund von Tesla, erzählt zu haben, dass er ein
Versuchsmodell für seine Todesstrahlen gebaut habe. Dr. Seifert
sagte, dass eine Anzahl von Leuten, die Tesla sehr nahe standen,
erzählt hätten, dass Tesla ungefähr 1918 elektronische Strahlen
an der Oberfläche des Mondes reflektieren ließ. Seifert sagt,
dass dies keine Todesstrahlen waren, aber es unterstützt
sicherlich die Hypothese, dass der Erfinder Versuchsmodelle in
diesem Bereich herstellte.
Tesla
ließ Mitte 1930 von Künstlern Zeichnungen seiner Konzeption
anfertigen, auf denen ein Gebäude mit einem zylindrischen Turm
mit einem Durchmesser von 5 m und einer Höhe von 34 m dargestellt
werden. Das Gebäude war von einer Kugel mit einem
Durchmesser von 10 m gekrönt und mit halbkugelförmigen Schalen
bedeckt, wie in seinem Patent aus dem Jahre 1914. Der Erfinder
hatte auch das ganze Jahr 1935 hindurch mit Vertretern der
"Alcoa Aluminium" verhandelt, die bereit waren, sofort
zu beginnen, sobald Tesla die nötigen Geldmittel beschafft
hätte. Zwei Jahre später, im Alter von 81, sagte der Erfinder
bei einem Festessen, an dem Minister aus Jugoslawien und der
Tschechoslowake anwesend waren, dass er eine Reihe von
Strahlenübertragungsgeräten gebaut habe, eingeschlossen eines
Todesstrahlgerätes, um ein Land vor einer Invasion zu schützen,
und einen Leserartigen Apparat, der Impulse auf den Mond und
anderen Planeten senden könnte. Laut Dr. Seifert sagte
Tesla auch, dass er die Todesstrahlen auf die Genfer
Konferenz für den Weltfrieden bringen würde. Als er von den
Reportern gedrängt wurde, eine vollständige Beschreibung
abzugeben, sagte Dr. Tesla: "Es ist aber kein Experiment, ich
habe solche Geräte gebaut, vorgeführt und praktisch getestet. Es
wird noch eine kurze Zeit vergehen, bis ich es der Welt übergeben
kann."
Ein Teslaschüler, der glaubt, dass Tesla einen Todesstrahl
erzeugt haben könnte, ist Oliver Nichelson, der einiges über
Tesla verfasst hat, eingeschlossen eines Artikel mit dem Titel
"Nikola Teslas Langstreckenwaffen" (1989).
Nachdem der "Colorado Springs Gazette" diese Neuigkeit
von der anderen Seite der Welt zu Ohren gekommen war,
veröffentlichte sie am 30. Mai einen Lokalartikel mit der
Überschrift: "Tesla entdeckte Todesstrahl, in Experimenten,
die er hier durchführte." Der Artikel erzählte, nicht ohne
einen Schuss Lokalpatriotismus, die Geschichte der Forschungen des
Erfinders aus dem Jahr 1899, die von John Jacob Astor finanziert
worden waren.
Teslas Versuche in Colorado Springs waren den Ortsansässigen noch
in guter Erinnerung. Mit einem 60 m hohen Leistungsmasten, der von
einer großen Kupferkugel gekrönt wurde, die sich über seinem
Laboratorium erhob, erzeugte er Spannungen, die sich in Blitzen
von bis zu 40 m Länge entluden. Der Donner der
freigesetzten Energie konnte noch in einer Entfernung von 25 km in
Creeple Creek gehört werden. Leute, die auf der Straße gingen,
waren über die Funken, die zwischen ihren Füßen herumsprangen,
sehr erstaunt. Von den Wasserhähnen loderten Flammen, wenn man
sie öffnete, um einen Schluck Wasser zu trinken. Glühlampen
leuchteten in einer Entfernung von 30 m vom Versuchsturm,
Pferde bekamen durch ihre dicken Metallhufe hindurch elektrische
Schläge und rannten wie der Blitz aus ihren Ställen. Sogar
Insekten waren waren betroffen: Schmetterlinge wurden
elektrifiziert und schwirrten hilflos im Kreis herum - ihre
Flügel waren von einem blauen Lichtschein umgeben, der dem
Nordlicht ähnelte.
Ein Vorfall, der die Aufmerksamkeit von Erfindern von
Todesstrahlen erregte, ereignete sich im Kraftwerk der
"Colorado Springs Electric Company". Eines Tages, als
Tesla einen Hochspannungsversuch unternahm, hörte das knistern
aus dem Inneren des Laboratoriums plötzlich auf. Tesla stürmte
in das Laboratorium und verlangte eine Erklärung, weshalb sein
Assistent die Spulen ausgeschaltet habe. Dieser protestierte und
sagte, dass er überhaupt nichts gemacht hätte. Der Assistent
meinte weiter, dass der Strom des städtischen Generators
abgeschaltet worden sein müssen. Als der verärgerte Tesla die
Kraftwerksgesellschaft anrief, erhielt er eine ebenso verärgerte
Antwort und man sagte ihm, dass nicht das Elektrizitätswerk den
Strom abgeschaltet habe, sondern Teslas Experiment den Generator
zerstört hätte!

Im August 1917
erzählte Tesla im "Electrical Experimenter" was
geschehen war. Während er seinen Transmitter mit einer Leistung
von mehreren hundert Kilowatt betrieb, bauten sich im
Generator der Elektrizitätsgesellschaft Hochfrequenzströme auf.
Diese starken Ströme verursachten zwischen den Wicklungen heftige
Funken, die die Isolierung zerstörten. Als die Isolierung
zusammenbrach, gab es einen Kurzschluss im Generator und er wurde
zerstört.
Einige Jahre später im Jahr 1935 ließ sich Tesla in der
Februarausgabe des "Liberty Magazine" über das zerstörerische
Potential seines Transmitters aus: "Meine Erfindung benötigt
ein großes Kraftwerk, aber wenn es einmal errichtet ist, wird es
möglich sein, alles - Mensch oder Maschine - zu zerstören, was
sich im Umkreis von 300 km nähert."
Tesla zeigte dann die Unterschiede zwischen seiner Erfindung und
denen anderer auf. Er behauptete, dass sein Gerät keine
sogenannten "Todesstrahlen" verwende, weil solche nicht
in der nötigen Stärke erzeugt werden können und mit zunehmender
Entfernung schnell schwächer würden. Hier bezog er sich
anscheinend auf ein Gerät wie das von Grindell-Matthews, welches
laut zeitgenössischer Berichte einen leistungsstarken
ultravioletten Lichtstrahl verwendet, um die Luft leitend zu
machen, so dass der Hochleistungsstrom auf das Ziel geleitet
werden konnte. Die Reichweite eines solchen
"Ultraviolett-Suchscheinwerfers" wäre wesentlich
geringer gewesen, als jene von Teslas Gerät. Tesla drückte dies
so aus: "wenn die gesamte Energie von New York (ungefähr 2
Mio. PS oder 1,5 Mio. KW) für die Erzeugung eines Strahles
verwendet und dieser 30 Km weit abgestrahlt werden würde, dann könnte
man damit nicht einmal mehr ein menschliches Wesen töten."
Er meinte hierzu: "Mein Gerät projiziert Teilchen, die
relativ groß oder auch nur von mikroskopischer Größe sein können.
Dies ermöglicht es uns, auf einem kleinen Raum über große
Entfernungen das Billionenfache der Energie als mit Strahlen
gleich welcher Art auch immer zu übertragen. Mehrere tausend PS können
auf diese Weise durch einen Teilchenstrom, der dünner ist als ein
Haar, übertragen werden, so dass ihn nichts aufhalten kann".
Laut Oliver Nichelson bezog sich Tesla mit diesem
Verteidigungssystem auf eine größere Version seiner Colorado
Springs "Blitzstrahlenmaschine" (sic). Wenn Flugzeuge
oder Schiffe in das elektrische Feld eines geladenen Turms
eintreten, würden sie einen leitenden Pfad für
Hochenergieteilchen freimachen, was dann zur Zerstörung der
elektrischen Geräte des Eindringlings führen würde. Ein
Nachteil dieser gigantischen Teslatransmitter, die Blitzstrahlen
auf einen Gegner, der sich der Küste nähert, schleudern würde,
wäre,
dass sie in einem unbewohnten Gebiet, dessen Größe der
Reichweite dieser Waffe entsprechen müsste, aufgestellt werden müsste.
Alles was die Verteidigungszone betreten würde, würde als
Eindringling angesehen und zerstört werden.
Wie verhängnisvoll Todesstrahlen und eine
Strahlenwaffentechnologie für die Zukunft auch immer sein möge,
Tesla erwähnte in seinen Schriften ein anderes Waffensystem, das
sogar noch zerstörerischer ist.
In seinem Artikel "Das Problem, die menschliche Energie zu
steigern" aus dem Jahre 1900 schrieb Tesla, dass
wirtschaftliche Kräfte die Entwicklung einer neuen Art von
elektrischen Generator nicht zulassen würden, der in der Lage wäre,
ohne die Verwendung von Brennstoffen Strom zu erzeugen. Dies führt
ihn zur Erkenntnis, "dass die Übertragung von elektrischer
Energie über beliebige Entfernungen durch das natürliche Medium
mit Abstand die beste Lösung für die Nutzung der Sonnenenergie
zum Wohle der Menschheit wäre".
Tesla plante die Errichtung einiger weniger Kraftwerke in der Nähe
von Wasserfällen, die seine Hochleistungstransmitter
versorgen sollten, und diese wiederum sollten dann Energie durch
die Erde schicken, wodurch sie schließlich an jedem Punkt der
Erde verfügbar gewesen wäre.
Zur Ausführung dieses Planes wären einige seiner Transmitter nötig
gewesen, die bei einer Spannung im Bereicht von 100 Mio. Volt
periodisch riesige Mengen von Elektrizität in die Erde gepumpt hätten.
Die Erde wäre zu einem riesigen Ball mit großer elektrischer
Spannung geworden, der im Rhythmus der von Tesla aufgeprägten
Schwingungen pulsiert hätte.
Um Energie aus einem Hochspannungsreservoir zu erhalten, hätte
man nur eine kleine Antenne benötigt, die man einfach in die Erde
gesteckt hat und die mit der elektrischen Bewegung der Erde
schwingt. Oder wie es Tesla beschrieb: "das ganze Gerät zur
Beleuchtung eines durchschnittlichen Landwohnhauses enthält keine
beweglichen Teile und kann leicht in einer kleinen Reisetasche
herumgetragen werden."
Der Unterschied zwischen einem Strom, der sagen wir eine Nähmaschine
antreibt und einem Strom, der für Zerstörungszwecke verwendet
wird, ist nur eine Frage des Timings. Falls die Elektrizitätsmenge,
die benötigt wird, um eine Nähmaschine eine Stunde anzutreiben,
innerhalb einer Millionstel Sekunde freigesetzt werden würde,
dann hätte sie zweifelsohne eine völlig andere und zwar negative
Wirkung auf die Nähmaschine. |
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Tesla behauptete, dass sein Transmitter 100 Mio. Volt Spannung mit
einer Stromstärke von bis zu 1000 Ampere erzeugen könnte; dies
entspricht einer Leistung von 100 Mio. KW. Wenn dieser Strom mit
einer Frequenz von 2 MHz schwingen würde, dann würde die
innerhalb einer Schwingungsperiode freigesetzte Energie
100.000.000.000.000.000. Joule betragen, was der Energie, die bei
der Explosion von 10 Megatonnen TNT freigesetzt wird
entspricht. Ein solcher Transmitter wäre in der Lage, die Energie
eines Nuklearsprengkopfs per Funk zu übertragen.
Wie nicht anders zu erwarten, äußerten viele Wissenschaftler
Zweifel an der praktischen Durchführbarkeit von Teslas drahtloser
Energieübertragung für wirtschaftliche oder militärische
Zwecke. Angenommen aber, es ist möglich, Ströme durch die Erde
zu senden, dann bleibt immer noch die Frage offen, ob Tesla die
Anwendung seines Energietransmitters als Waffe wirklich
demonstriert hat oder ob dies nur ein nichtverwirklichter Plan
blieb. Es gibt Indizien dafür, dass es einen Test seiner Waffe
gegeben hat. Anhaltspunkte hierfür kann man in der Chronik von
Teslas Arbeiten und seiner finanziellen Verhältnisse zwischen
1900 und 1915 finden. Wichtig für diese Zeitaufstellung (siehe
Zeittafel) ist der Gesundheitszustand von Tesla.
Der Forscher Marc
J. Seifer, ein Psychologe, glaubt, dass Tesla aufgrund des Todes
seines Partners aus der "Tesla Electric Company" und der
Erschießung von Stanford White, dem bekannten Architekten, der
auch Wardenclyffe konstruiert hatte, einen Nervenzusammenbruch
erlitt. Seifer datiert diesen auf das Jahr 1906 und zitiert als
Beweis einen Brief von George Scherff, dem Sekretär von Tesla:
"Lieber Herr Tesla! Ich habe Ihren Brief
erhalten und ich bin sehr froh, dass Sie Ihre Krankheit auskuriert
haben. Ich habe Sie kaum jemals in einem so schlechten
Zustand gesehen wie am Sonntag; und ich war wirklich
erschrocken."
In der Zeit von 1900 bis 1910 hatte Tesla seine ganze Kraft
eingesetzt, um seine Pläne für die drahtlose Übertragung
von Energie umzusetzen. Überboten von Marconis
Leistungen, bedrängt von finanziellen Problemen und
verschmäht vom wissenschaftlichen Establishment
befand sich Tesla Mitte des Jahrzehnts in einer verzweifelten
Lage. 1906 wurde der Druck so groß, dass er einen emotionellen
Zusammenbruch erlitt.
Um einen letzte Versuch zu unternehmen, seinen grandiosen Plan
doch noch zu verwirklichen, mag er vielleicht einen Test seines
Hochleistungstransmitters durchgeführt haben, um dessen
destruktives Potential zu demonstrieren. Dies wäre dann im Jahr
1908 geschehen.
Der Tunguska Zwischenfall ereignete sich am 30. Juni 1908. Eine
Explosion von einer geschätzten Stärke von 10 bis 15 Megatonnen
TNT legte 2.000 qkm Kiefernwald in der nähe der steinigen
Tunguska, eines Nebenflusses des Jenisseijs, in Zentralsibirien
flach. Ganze Renntierherden kamen ums Leben. Die Explosion konnte
in einem Umkreis von 1.000 km gehört werden. Als 1927 eine
Expedition in diese Gegend unternommen wurde, um Beweise für
einen Meteoriteneinschlag zu finden, wurde kein Einschlagskrater
entdeckt. Auch bei Bodenbohrungen konnte bis zu einer Tiefe
von 35 Metern weder Nickel-, Eisen- noch Steinklumpen, den
Hauptbestandteilen von Meteoriten, gefunden werden (siehe auch auf
dieser Homepage unter Tunguska). Es gab
bisher viele Erklärungen für den Tunguska-Zwischenfall. Die
offiziell akzeptierte Version ist, dass ein 100.000 Tonnen
schweres Bruchstück von Enckes Komet, das hauptsächlich aus
Staub und Eis bestanden haben soll, mit einer Geschwindigkeit von
100.000 km/h in die Erdatmosphäre eingetreten ist, sich erhitzt
hat und dann explodiert ist, wodurch ein Feuerball und
Schockwellen erzeugt wurden, aber kein Krater. Alternative Erklärungen
des Desasters sprechen von einem "verirrten schwarzen
Miniloch" (sic) oder von einem außerirdischen Raumschiff,
dass auf der Erdoberfläche zerschellt ist und durch den Aufprall
gewaltige Energien freigesetzt hat.
In den Jahren 1907 und 1908 schrieb Tesla über die zerstörerischen
Auswirkungen seines Energietransmitters. Sein
Wardenclyffe-Transmitter war viel größer als der in Colorado
Springs, der den Generator des Kraftwerks zerstörte. Dieser neue
Transmitter war um einige Größenordnungen leistungsfähiger als
der in Colorado Springs.
1915 sagte Tesla, dass er schon einen Transmitter gebaut hätte,
der, "wenn es unvermeidlich wäre, Besitz und Leben zerstören
könnte." Und schließlich schein ein Brief von Tesla an J.
P. Morgan aus dem Jahre 1934, der von Margaret Cheney, der
Verfasserin einer Teslabiographie, entdeckt wurde, definitiv auf
einen Waffentest hinzuweisen. Hierin schrieb er: "Das
Flugzeug hat die Welt völlig demoralisiert, so dass die Menschen
in Städten wie London und Paris Todesangst vor Bombenangriffen
haben. Die neuen Geräte, die ich fertiggestellt habe, bieten
einen absoluten Schutz gegen diese und andere Formen von
Angriffen. ... Diese neuen Entdeckungen, die ich in begrenzten Maße
experimentell getestet habe, erzeugen einen tiefen Eindruck.
Wir haben hier also einen weiteren Indizienbeweis vor uns, um die
Sprache von polizeilichen Ermittlungen zu gebrauchen. Tesla hatte
ein Motiv und die Mittel, den Tunguska-Zwischenfall zu
verursachen. Er scheint auch zugegeben zu haben, einen solchen
Test vor 1915 durchgeführt zu haben. Sei Transmitter konnte
Energieniveaus erzeugen, die einer Zerstörungskraft von 10
Megatonnen TNT und mehr entsprachen. Und das verkannte Genie war
verzweifelt.
Die Natur des Tunguska-Zwischenfalls widerspricht außerdem nicht
den Vorgängen, die bei der plötzlichen Freisetzung von drahtlos
übertragener Energie auftreten. Zur Zeit des Zwischenfalls wurde
weder von professionellen noch von Amateurastronomen irgendein
brennendes Objekt am Himmel beobachtet, wie es der Fall hätte
sein müssen, wenn ein 100.000 Tonnen schweres Objekt in die
Atmosphäre eintritt. Wie geologische Forschungen aus den
siebziger Jahren ergaben und wie auch von einigen Zeugen erwähnt
wurde, leuchtete der Himmel in diesem Gebiet kurz bevor die
Explosion aus dem Boden gekommen sein mag. Kurz nach einem
Erdbeben wird auch das unter Spannung stehende Gestein unterhalb
der Oberfläche ein elektrischer Effekt erzeugt, der die Luft
ebenfalls zum Leuchten bringen, falls die Explosion wirklich durch
die drahtlose Übertragung von Energie erfolgt sein sollte. Und
schließlich ist auch kein Einschlagkrater vorhanden. Da bei einer
Übertragung von Energie keine Materiellen Objekte verwendet
werden, wird auch kein Einschlagkrater erzeugt.
Wenn man von Teslas pazifistischer Einstellung ausgeht, dann ist
es schwierig zu verstehen, warum er in seiner hoffnungslosen
finanziellen Situation einen solchen Test durchgeführt haben
sollte, der sowohl Tiere als auch die Menschen, die diese
beaufsichtigten, gefährden würde. Die Antwort hierauf lautet
vielleicht, dass er gar keine Gefährdung beabsichtigte, sondern
nur einen Coup für die Öffentlichkeit landen wollte und hierbei
im wahrsten Sinn des Wortes das Ziel verfehlte.
Gegen Ende des Jahres 1908 verfolgte die ganze Welt die
verzweifelten Versuche Pearys den Nordpol zu erreichen. Peary
behauptete, den Pol im Frühjahr 1909 erreicht zu haben, aber den
Winter zuvor war er in die Basis nach Ellesmere Land, die ungefähr
1.100 km vom Pol entfernt lag, zurückgekehrt. Wenn Tesla die
Aufmerksamkeit der internationalen Presse erregen wollte, dann hätte
es wenige Dinge gegeben, die eindrucksvoller gewesen wären, als
wenn die Peary-Expedition von einer verheerenden Explosion im Eis
in der Nähe des Nordpols berichtet hätten. Tesla konnte dann
zumindest als Meister einer geheimnisvollen Zerstörungskraft
angesehen werden, wenn er schon nicht als Meisterschöpfer, der er
war, gefeiert werden sollte. Der Test scheint kein Erfolg gewesen
zu sein, wie Nichelson meint. Es musste sehr schwierig gewesen
sein, die riesigen Energiemengen im Transmitter zu kontrollieren
und sie genau an die Stelle zu leiten, die Tesla vorgesehen
hatte. Das Gebiet von Tunguska und Shoreham auf Long Island sind
beide gleich weit vom Ellesmere Land entfernt. Beide liegen mit
einer Abweichung von nur zwei Grad auf dem gleichen Längengrad.
Die zerstörerische elektrische Welle schoss über ihr Ziel
hinaus.
Wer auch immer über Teslas Demonstration seiner Energiewaffe
Bescheid gewusst haben mag, muss entweder darüber entsetzt
gewesen sein, dass die Waffe ihr Ziel verfehlt hatte und eine
Gefahr für bewohnte Gebiete dieses Planeten darstellen würde,
oder dass ein so großes Gebiet bloß dadurch zerstört werden
konnte, indem in einer Entfernung von Tausenden Kilometern ein
Schalter umgelegt worden war. Was auch immer der Fall gewesen sein
mag, Tesla erlangte mit seinem Hochleistungstransmitter nicht die
Berühmtheit, nach der er sich gesehnt hatte.
1915 wurde das Wardenclyffe-Laboratorium der "Waldorf Astoria
Inc." für die Bezahlung von Teslas ausstehender
Hotelrechnungen überschrieben. 1915 ließen die neuen Eigentümer
den Turm sprengen, um ein paar Dollar aus dem Verkauf des Schrotts
zu erhalten.
Oliver Nichelsons Theorie mag pure Fantasie sein oder Nicola Tesla
hat die Welt vielleicht in einer Art und Weise erschüttert, die
seit über achtzig Jahren geheimgehalten wird.
Heute bedroht der Krieg der Sterne die gesamte Bevölkerung dieser
Erde aus dem Weltraum. Teslas Erfindung der Todesstrahlen kann auf
verschiedene Weise genutzt werden: als "Skalarwellen-Howitzer",
"Weltradar", "Erdbebenmaschine", zur
Gehirnwellenmanipulation, als Teilchenstrahlenwaffe, für
"Wellenzugimpulse", Handphaser und für eine Unzahl
anderer Geräte.
Es gibt auch positive Seiten dieser Technologie. Sie kann z.B. im
Bereich der Freien Energie und für die Erzeugung von
Tesla-Schutzschilden, eines undurchdringlichen Energiewalls, die
Städte, Gemeinden und Anlagen vor Angriffen schützt, eingesetzt
werden. Ein "Tesla-Horwitzer" könnte durch gezielte
Schläge von mehreren Millionen Volt Kommunikationseinrichtungen
in jeder Hauptstadt dieser Erde zerstören, wobei der Einsatz
dieses Geräts auch aus dem Weltraum erfolgen könnte. Es gibt
eine Vielzahl militärischer Anwendungsmöglichkeiten für Teslas
Erfindung und die Geheimhaltung seiner Erfindungen wäre für den
gesamten militärischen Industriekomplex von Vorteil.
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