Teslas Todesstrahlen

 

 

 

                         

 


 

Am 11. Juli 1934 veröffentlichte die New York Times eine Geschichte mit der Überschrift:
Tesla enthüllt mit 78 neuen Todesstrahl. Erfindung leistungsstark genug,
um 10 000 Flugzeuge in einer Entfernung von 400 km zu zerstören.
NUR DEFENSIVWAFFE. Der Wissenschaftler berichtet in einem Interview
von einem Gerät, daß töten kann, ohne Spuren zu hinterlassen.

 

Zeittafel:

1900

Tesla kehrt nach einer Reihe von wichtigen Versuchen zur drahtlosen Energieübertragung aus Colorado Springs zurück.
Während dieser Versuche kam es zur Zerstörung des Generators der Elektrizitätsgesellschaft, die durch Energiewellen aus seinem Verstärkungstransmitter ausgelöst worden war.
Tesla erhält von J. Piermont Morgan 150.000 Dollar um einen Radiosender zu bauen, der nach Europa senden kann. Mit der Hälfte des Geldes kauft er ein 800.000 qm großes Grundstück in Shoreham auf Long Island und baut einen riesigen Turm, der 56 m hoch ist und von einer 50 Tonnen schweren Metallkuppel mit einem Durchmesser von 20m gekrönt ist. Er nennt sein Forshungsgelände "Wardenclyffe". Als Tesla die Arbeit begann, gab es gerade einen Run auf die Aktien, die von der "Marconi Company" auch von Teslas altem Feind Edison.
Am 12. Dezember sendet Marconi das erste transatlantische Signal, nämlich den Buchstaben "S" von Cornwall in England nach Neufundland. Wie die Finanziers bemerkten, tat er dies mit einer Ausrüstung, die wesendlich billiger war, als die von Tesla geplante Anlage.

1902

Marconi wird überall auf der Welt als Held gefeiert, während Tesla von der Öffentlichkeit als Drückeberger angesehen wird, weil er einen Gerichtstermin in einem Mordfall nicht wahrgenommen hat (er wurde von der Verpflichtung freigestellt, weil er ein strikter Gegner der Todesstrafe war).

1903

Die 150.000 Dollar von Morgan reichen nicht mehr aus, um die Rechnungen für Gebäude in Wardenclyffe zu bezahlen. Um angesichts des Erfolgs von Marconi eine größere Geldsumme aufzutreiben, offenbart Tesla Morgan den wirklichen Zweck seiner Anlage, dass diese nämlich nicht nur Radiosignale senden sollte, sondern auch für die Übertragung von der Energie an jeden Punkt der Erde bestimmt gewesen sei.
Morgan ist nicht interessiert und lehnt eine weitere Finanzierung ab. Eine Börsenpanik im Frühjahr macht neue Hoffnungen Teslas von Morgan und anderen reichen Industriellen finanziert zu werden ein Ende. Tesla steht ohne Geld da und kann nicht einmal mehr die Kohle für das Kraftwerk bezahlen.

1904

Tesla schreibt für die Zeitschrift "Electrical World" den Artikel "Die Übertragung elektrischer Energie ohne Drähte", in dem er feststellt, dass sich die Erde trotz ihrer gewaltigen Ausmaße in Bezug auf elektrische Ströme wie eine kleine Metallkugel verhält. Tesla erklärt der Presse, dass Wardenclyffe fertiggestellt sei. Die "Colorado Springs Power Company" verklagt ihn wegen nicht bezahlter Stromrechnungen aus der Versuchsstation.
Teslas Laboratorium in Colorado Springs wird abgerissen und zum Schrottwert verkauft, um 180 Dollar Gerichtsschulden zu bezahlen, seine elektrische Ausrüstung wird eingelagert.

1905

In Wardenclyffe werden Spulen für elektrotherapeutische Zwecke hergestellt, die an Krankenhäuser und Forschungsanstalten verkauft werden, um ausstehende Rechnungen zu bezahlen.
Tesla wird von seinem Anwalt wegen Nichtrückzahlung eines Kredites verklagt. In einem Artikel kommentiert Tesla Pearys Nordpolexpedition und erzählt von seinen Plänen zur Energieübertragung an jeden Punkt der Erde. Tesla wird von C.J.Duffner, einem Aufseher der Versuchsstation in Colorado Springs wegen noch ausstehender Löhne verklagt.

1906

"Left Property Here; Skips; Sheriff`s Sale" war am 6.Mai die Überschrift einer Gazette in Colorado Springs. Teslas elektrische Ausrüstung wird verkauft, um Gerichtskosten in Höhe von 928.57 Dollar zu bezahlen. George Westinghaus, der in den achtziger Jahren die Patente für Teslas Wechselstrommotoren gekauft hatte, lehnt ein Angebot des Erfinders zur Finanzierung der Energieübertragung ab. Es kommen immer weniger Arbeiter in das Wardenclyffe Laboratorium, da kein Geld mehr vorhanden ist, um sie zu bezahlen.

1907

Als Tesla in einem Brief an die New York Times die Zerstörung des französischen Schiffes Iena kommentiert, erwähnt er, dass er ferngesteuerte Torpedos gebaut und getestet habe, dass elektrische Wellen jedoch eine größere Zerstörungswirkung hätten. "Mit meinen Geräten kann Energie an jeden beliebigen Punkt der Erde gesendet werden", schreibt er.
Weiter behauptet er, dass der Punkt, an welchem der gewünschte Effekt erzielt werden soll, sehr genau bestimmt werden kann, angenommen die akzeptierten terrestrischen Messungen sind richtig.

1908

Tesla wiederholt am 21. April in der gleichen Zeitung seine Ansicht über die Zerstörung mittels elektrischer Wellen.
In einem Brief an den Herausgeber stellt er fest: "Als ich von der zukünftigen Kriegsführung sprach, da meinte ich, dass diese durch die direkte Anwendung von elektrischen Wellen ohne Einsatz von Luftfahrzeugen oder anderer Zerstörungswaffen erfolgen sollte". Er fügte hinzu: "Das ist kein Traum. Sogar schon heute könnten drahtlose Kraftwerke gebaut werden, durch die jede Region der Erde unbewohnbar gemacht werden könnte, ohne die Bevölkerung anderer Gebiete einer ernsthaften Gefahr oder irgendwelcher Unannehmlichkeiten auszusetzen.

Teslas Todesstrahlengerät war eine Art "Skalarwellenwaffe" oder wie man es auch bezeichnen könnte, ein Ultraschallgewehr. Tesla und die Todesstrahlen erregten in den Medien zu dieser Zeit einiges Aufsehen. In den dreißiger Jahren kamen einige Filme über Todesstrahlen heraus, wie z.B. "Der Todesstrahl" (1938) mit Boris Karloff und "Flash Gordon" und "Der Radarmann vom Mond".
In einem der ersten Cartoons von Max Fletchers Superman aus den vierzieger Jahren, nämlich "Der verrückte Wissenschaftler" (September 1941), kämpfte ein verrückter und exzentrischer Wissenschaftler, der offensichtlich Tesla verkörpern sollte, gegen Superman, während er mit seinem "elektrothenesischen Strahl" New York terrorisierte.Im nächsten Cartoon "Das mechanische Monster"(Nov 41) kämpfte Superman gegen Tesla, den verrückten Wissenschaftler, der diesmal eine Armee von Robotern auf Manhattan loslässt. In "Ein magnetisches Teleskop" (Nov. 42) kämpft  Superman letztmalig  gegen   Tesla   und seinen Todesstrahl. Hierbei verwendet Tesla einen ganz speziellen "magneto-graviatatorischen Strahl", mit dem er Asteoriden aus ihrer Bahn lenkt und sie auf die Erde stürzen lassen kann. In Japanateurs vom Sept. 1942 befassen sich die Superman-Cartoons mit Kriegsthemen und es kommen japanische Spione und zum Teil auch Nazispione vor.
Es ist interessant, sich Tesla als Vorbild für all die "verrückten Wissenschaftler" aus Comic Büchern und Science Fiction Filmen vorzustellen.
Im Frühjahr es Jahres 1942 waren "Todesstrahlen" das Thema vieler Zeitschriften auf der ganzen Welt. Harry Grindell-Matthews aus London führte die Konkurrenz in diesem ersten Star Wars Rennen an. Am 21. Mai veröffentlichte die New York Times diesen Bericht: Paris, den 20. Mai - Falls die Zuversicht von Grindell-Matthews, Erfinder des sogenannten "diabolischen Strahls" gerechtfertigt ist, dann wird es möglich werden, die ganze Armee eines Feindes durch unsichtbare Strahlen außer Gefecht zu setzen, jede Luftflotte, die eine Stadt angreift, zu  zerstören, jede Schiffsflotte zu lähmen, die sich der Küste auf eine bestimmte Distanz nähert.
Grindell-Matthews gab an, dass seine zerstörerischen Strahlen über eine Entfernung von 6,5 km wirken würden und daß die maximale Entfernung für eine Waffe dieser Art 11 oder 12 km wäre. "Es wurde von Versuchen berichtet, in denen die Strahlen dazu verwendet worden waren, durch Ausschaltung der Magnetzünder, Autos außer Betrieb zu setzen.
Weiter wurde behauptet, dass eine  bestimmte Menge Sprengstoff über eine Entfernung von 10 m zur Explosion gebracht wurden, nachdem die Strahlen auf diesen gerichtet worden war." Grindell-Matthews war auch in der Lage, Mäuse mit Elektroschocks zu töten, Pflanzen verdorren zu lassen und den Draht einer Öllampe ebenfalls aus einer Entfernung von 10 Metern anzuzünden.
Da die New York Times eine Sensation witterte, veröffentlichte sie am 28. Mai 1924 einen bericht über die Strahlenwaffen der Sowjets, der so begann: Aus kommunistischen Kreisen in Moskau ist durchgedrungen, dass sich hinter Trotzkis kürzlichen kriegerischen Äußerungen eine elektromagnetische Erfindung zur Zerstörung von Flugzeugen versteckt, die von einem  russischen Ingenieur namens Grammachikoff stammt Versuche  mit dem destruktiven Strahl sollen mit Hilfe von deutschen Experten letzten August begonnen haben. Eine große Demonstration am Podosinsky Aerodom in der Nähe von Moskau war so erfolgreich, dass der revolutionäre Militärrat und das Politbüro entschieden, genügend elektronische Flugabwehr zu finanzieren, um gefährdete Gebiete Russlands zu schützen. Ähnliche, aber leistungsstärkere Stationen sollten gebaut werden, um die elektrischen Mechanismen von Kriegsschiffen auszuschalten. Der Kommandeur der sowjetischen Luftstreitkräfte Rosenholz war von der Demonstration des Strahls so überwältigt, dass er vorschlug, die Ausgaben für die Luftwaffe zu kürzen, weil diese Erfindung eine große Luftflotte für Verteidigungszwecke überflüssig machen würde.
Tesla scheint eine  Art exzentrischer und  brillanter  Renegatwissenschaftler gewesen zu sein. Nachdem er von Morgan und indirekt auch von Westinghouse fallengelassen worden war, war er ständig bankrott. In den frühen dreißiger Jahren übergab Tesla der  Leitung des Governor Clinton Hotels anstatt der Miete eine angebliche Erfindung, die als zusätzliche Bürgschaft diente. Er sagte, dass das Gerät sehr gefährlich und 10 000 Dollar wert sei. 1943 ging ein Wissenschaftler der MIT (Massachusetts Institut of Technology), der für das "National Defense Research Comitee" (NDRC) arbeitete und von einem Offizier der "Naval Intelligence" namens  John O. Trump begleitet wurde, in das Hotel, um nach Teslas Tod das Gerät herauszuholen.
Man erzählte ihm, dass die Erfindung detonieren könnte, falls sie von einer unautorisierten Person geöffnet würde. Trump meinte, dass er sein ganzes Leben noch einmal an sich vorbeiziehen ließ, bevor er die Kiste öffnete. In seinem FBI-Bericht schrieb er folgendes: Im Innern befand sich eine hübsche hölzerne Truhe, die mit Bronze verkleidet war, und die einen  Widerstandsmesser einer Art enthielt, wie er für die Widermessung von Wheatstone-Brücken verwendet wurde - ein Standartgerät, das vor der Jahrhundertwende in jedem elektrischen Labor zu finden war!
Laut Dr. Marc Seifert, einem Teslaforscher, scheint Tesla sowohl seinem Taubenaufseher als auch einem Armeeingenieur namens Fitzgerald, einem Freund von Tesla, erzählt zu haben, dass er ein Versuchsmodell für seine Todesstrahlen gebaut habe. Dr. Seifert sagte, dass eine Anzahl von Leuten, die Tesla sehr nahe standen, erzählt hätten, dass Tesla ungefähr 1918 elektronische Strahlen an der Oberfläche des Mondes reflektieren ließ. Seifert sagt, dass dies keine Todesstrahlen waren, aber es unterstützt sicherlich die Hypothese, dass der Erfinder Versuchsmodelle in diesem Bereich herstellte.
Tesla ließ Mitte 1930 von Künstlern Zeichnungen seiner Konzeption anfertigen, auf denen ein Gebäude mit einem zylindrischen Turm mit einem Durchmesser von 5 m und einer Höhe von 34 m dargestellt werden. Das Gebäude war von einer Kugel mit einem  Durchmesser von 10 m gekrönt und mit halbkugelförmigen Schalen bedeckt, wie in seinem Patent aus dem Jahre 1914. Der Erfinder hatte auch das ganze Jahr 1935 hindurch mit Vertretern der  "Alcoa Aluminium" verhandelt, die bereit waren, sofort zu beginnen, sobald Tesla die nötigen Geldmittel beschafft hätte. Zwei Jahre später, im Alter von 81, sagte der Erfinder bei einem Festessen, an dem Minister aus Jugoslawien und der Tschechoslowake anwesend waren, dass er eine Reihe von Strahlenübertragungsgeräten gebaut habe, eingeschlossen eines Todesstrahlgerätes, um ein Land vor einer Invasion zu schützen, und einen Leserartigen Apparat, der Impulse auf den Mond und anderen Planeten senden könnte. Laut Dr.  Seifert sagte Tesla  auch, dass er die  Todesstrahlen auf die Genfer Konferenz für den Weltfrieden bringen würde. Als er von den Reportern gedrängt wurde, eine vollständige Beschreibung abzugeben, sagte Dr. Tesla: "Es ist aber kein Experiment, ich habe solche Geräte gebaut, vorgeführt und praktisch getestet. Es wird noch eine kurze Zeit vergehen, bis ich es der Welt übergeben kann."
Ein Teslaschüler, der glaubt, dass Tesla einen Todesstrahl erzeugt haben könnte, ist Oliver Nichelson, der einiges über Tesla verfasst hat, eingeschlossen eines Artikel mit dem Titel "Nikola Teslas Langstreckenwaffen" (1989).
Nachdem der "Colorado Springs Gazette" diese Neuigkeit von der anderen Seite der Welt zu Ohren gekommen war, veröffentlichte sie am 30. Mai einen Lokalartikel mit der Überschrift: "Tesla entdeckte Todesstrahl, in Experimenten, die er hier durchführte." Der Artikel erzählte, nicht ohne einen Schuss Lokalpatriotismus, die Geschichte der Forschungen des Erfinders aus dem Jahr 1899, die von John Jacob Astor finanziert worden waren.
Teslas Versuche in Colorado Springs waren den Ortsansässigen noch in guter Erinnerung. Mit einem 60 m hohen Leistungsmasten, der von einer großen Kupferkugel gekrönt wurde, die sich über seinem Laboratorium erhob, erzeugte er Spannungen, die sich in Blitzen von bis zu 40 m Länge entluden. Der  Donner der freigesetzten Energie konnte noch in einer Entfernung von 25 km in Creeple Creek gehört werden. Leute, die auf der Straße gingen, waren über die Funken, die zwischen ihren Füßen herumsprangen, sehr erstaunt. Von den Wasserhähnen loderten Flammen, wenn man sie öffnete, um einen Schluck Wasser zu trinken. Glühlampen leuchteten in einer Entfernung von 30 m vom  Versuchsturm, Pferde bekamen durch ihre dicken Metallhufe hindurch elektrische Schläge und rannten wie der Blitz aus ihren Ställen. Sogar Insekten waren waren betroffen: Schmetterlinge wurden elektrifiziert und schwirrten  hilflos im Kreis herum - ihre Flügel waren von einem blauen Lichtschein umgeben, der dem Nordlicht ähnelte.
Ein Vorfall, der die Aufmerksamkeit von Erfindern von Todesstrahlen erregte, ereignete sich  im  Kraftwerk der "Colorado Springs Electric Company". Eines Tages, als Tesla einen Hochspannungsversuch unternahm, hörte das knistern aus dem Inneren des Laboratoriums plötzlich auf. Tesla stürmte in das Laboratorium und verlangte eine Erklärung, weshalb sein Assistent die Spulen ausgeschaltet habe. Dieser protestierte und sagte, dass er überhaupt nichts gemacht hätte. Der Assistent meinte weiter, dass der Strom des städtischen Generators abgeschaltet worden sein müssen. Als der verärgerte Tesla die Kraftwerksgesellschaft anrief, erhielt er eine ebenso verärgerte Antwort und man sagte ihm, dass nicht das Elektrizitätswerk den Strom abgeschaltet habe, sondern Teslas Experiment den Generator zerstört hätte!

               

Im August 1917 erzählte Tesla im "Electrical Experimenter" was geschehen war. Während er seinen Transmitter mit einer Leistung von mehreren hundert Kilowatt betrieb, bauten sich im  Generator der Elektrizitätsgesellschaft Hochfrequenzströme auf. Diese starken Ströme verursachten zwischen den Wicklungen heftige Funken, die die Isolierung zerstörten. Als die Isolierung  zusammenbrach, gab es einen Kurzschluss im Generator und er wurde zerstört.
Einige Jahre später im Jahr 1935 ließ sich Tesla in der Februarausgabe des "Liberty Magazine" über das zerstörerische Potential seines Transmitters aus: "Meine Erfindung benötigt ein großes Kraftwerk, aber wenn es einmal errichtet ist, wird es möglich sein, alles - Mensch oder Maschine - zu zerstören, was sich im Umkreis von 300 km nähert."
Tesla zeigte dann die Unterschiede zwischen seiner Erfindung und denen anderer auf. Er behauptete, dass sein Gerät keine sogenannten "Todesstrahlen" verwende, weil solche nicht  in der nötigen Stärke erzeugt werden können und mit zunehmender Entfernung schnell schwächer würden. Hier bezog er sich anscheinend auf ein Gerät wie das von Grindell-Matthews, welches laut zeitgenössischer Berichte einen leistungsstarken ultravioletten Lichtstrahl verwendet, um die  Luft leitend zu machen, so dass der Hochleistungsstrom auf das Ziel geleitet werden konnte. Die Reichweite eines solchen "Ultraviolett-Suchscheinwerfers" wäre wesentlich geringer gewesen, als jene von Teslas Gerät. Tesla drückte dies so aus: "wenn die gesamte Energie von New York (ungefähr 2 Mio. PS oder 1,5 Mio. KW) für die Erzeugung eines Strahles verwendet und dieser 30 Km weit abgestrahlt werden würde, dann könnte man  damit nicht einmal mehr ein menschliches Wesen töten." Er meinte hierzu: "Mein Gerät projiziert Teilchen, die relativ groß oder auch nur von mikroskopischer Größe sein können. Dies ermöglicht es uns, auf einem kleinen Raum über große Entfernungen das Billionenfache der Energie als mit Strahlen gleich welcher Art auch immer zu übertragen. Mehrere tausend PS können auf diese Weise durch einen Teilchenstrom, der dünner ist als ein Haar, übertragen werden, so dass ihn nichts aufhalten kann".
Laut Oliver Nichelson bezog sich Tesla mit diesem Verteidigungssystem auf eine größere Version seiner Colorado Springs "Blitzstrahlenmaschine" (sic). Wenn Flugzeuge oder Schiffe in das elektrische Feld eines geladenen Turms eintreten, würden sie einen leitenden Pfad für Hochenergieteilchen freimachen, was dann zur Zerstörung der elektrischen Geräte des Eindringlings  führen würde. Ein Nachteil dieser gigantischen Teslatransmitter, die Blitzstrahlen auf einen Gegner, der sich der Küste nähert, schleudern würde, wäre,
dass sie in einem unbewohnten Gebiet, dessen Größe der Reichweite dieser Waffe entsprechen müsste, aufgestellt werden müsste. Alles was die Verteidigungszone betreten würde, würde als Eindringling angesehen und zerstört werden.
Wie verhängnisvoll Todesstrahlen und eine Strahlenwaffentechnologie für die Zukunft auch immer sein möge, Tesla erwähnte in seinen Schriften ein anderes Waffensystem, das sogar noch zerstörerischer ist.
In seinem Artikel "Das Problem, die menschliche Energie zu steigern" aus dem Jahre 1900 schrieb Tesla, dass wirtschaftliche Kräfte die Entwicklung einer neuen Art von elektrischen Generator nicht zulassen würden, der in der Lage wäre, ohne die Verwendung von Brennstoffen Strom zu erzeugen. Dies führt ihn zur Erkenntnis, "dass die Übertragung von elektrischer Energie über beliebige Entfernungen durch das natürliche Medium mit Abstand die beste Lösung für die Nutzung der Sonnenenergie zum Wohle der Menschheit wäre".
Tesla plante die Errichtung einiger weniger Kraftwerke in der Nähe von Wasserfällen, die seine  Hochleistungstransmitter versorgen sollten, und diese wiederum sollten dann Energie durch die Erde schicken, wodurch sie schließlich an jedem Punkt der Erde verfügbar gewesen wäre.
Zur Ausführung dieses Planes wären einige seiner Transmitter nötig gewesen, die bei einer Spannung im Bereicht von 100 Mio. Volt periodisch riesige Mengen von Elektrizität in die Erde gepumpt hätten. Die Erde wäre zu einem riesigen Ball mit großer elektrischer Spannung geworden, der im Rhythmus der von Tesla aufgeprägten Schwingungen pulsiert hätte.
Um Energie aus einem Hochspannungsreservoir zu erhalten, hätte man nur eine kleine Antenne benötigt, die man einfach in die Erde gesteckt hat und die mit der elektrischen Bewegung der Erde schwingt. Oder wie es Tesla beschrieb: "das ganze Gerät zur  Beleuchtung eines durchschnittlichen Landwohnhauses enthält keine beweglichen Teile und kann leicht in einer kleinen Reisetasche herumgetragen werden."
Der Unterschied zwischen einem Strom, der sagen wir eine Nähmaschine antreibt und einem Strom, der für Zerstörungszwecke verwendet wird, ist nur eine  Frage des Timings. Falls die Elektrizitätsmenge, die benötigt wird, um eine Nähmaschine eine Stunde anzutreiben, innerhalb einer Millionstel Sekunde freigesetzt werden würde, dann hätte sie zweifelsohne eine völlig andere und zwar negative Wirkung auf die Nähmaschine.

Tesla behauptete, dass sein Transmitter 100 Mio. Volt Spannung mit einer Stromstärke von bis zu 1000 Ampere erzeugen könnte; dies entspricht einer Leistung von 100 Mio. KW. Wenn dieser Strom mit einer Frequenz von 2 MHz schwingen würde, dann würde die innerhalb einer Schwingungsperiode freigesetzte Energie 100.000.000.000.000.000. Joule betragen, was der Energie, die bei der Explosion von 10  Megatonnen TNT freigesetzt wird entspricht. Ein solcher Transmitter wäre in der Lage, die Energie eines Nuklearsprengkopfs per Funk zu übertragen.
Wie nicht anders zu erwarten, äußerten viele Wissenschaftler Zweifel an der praktischen Durchführbarkeit von Teslas drahtloser Energieübertragung für wirtschaftliche oder militärische Zwecke. Angenommen aber, es ist möglich, Ströme durch die Erde zu senden, dann bleibt immer noch die Frage offen, ob Tesla die Anwendung seines Energietransmitters als  Waffe wirklich demonstriert hat oder ob dies nur ein nichtverwirklichter Plan blieb. Es gibt Indizien dafür, dass es einen Test seiner Waffe gegeben hat. Anhaltspunkte hierfür kann man in der Chronik von Teslas Arbeiten und seiner finanziellen Verhältnisse zwischen 1900 und 1915 finden. Wichtig für diese Zeitaufstellung (siehe Zeittafel) ist der Gesundheitszustand von Tesla.
Der Forscher Marc J. Seifer, ein Psychologe, glaubt, dass Tesla aufgrund des Todes seines Partners aus der "Tesla Electric Company" und der Erschießung von Stanford White, dem bekannten Architekten, der auch Wardenclyffe konstruiert hatte, einen Nervenzusammenbruch erlitt. Seifer datiert diesen auf das Jahr 1906 und zitiert als Beweis einen Brief von George Scherff, dem Sekretär von Tesla:   "Lieber  Herr  Tesla!  Ich habe Ihren Brief erhalten und ich bin sehr froh, dass Sie Ihre Krankheit auskuriert haben. Ich habe Sie kaum jemals in einem so  schlechten Zustand gesehen wie am Sonntag; und ich war wirklich erschrocken."
In der Zeit von 1900 bis 1910 hatte Tesla seine ganze Kraft eingesetzt, um seine Pläne für die drahtlose Übertragung  von  Energie  umzusetzen. Überboten von Marconis Leistungen, bedrängt von finanziellen Problemen  und  verschmäht  vom  wissenschaftlichen  Establishment  befand sich Tesla Mitte des Jahrzehnts in einer verzweifelten Lage. 1906 wurde der Druck so groß, dass er einen emotionellen Zusammenbruch erlitt.
Um einen letzte Versuch zu unternehmen, seinen grandiosen Plan doch noch zu verwirklichen, mag er vielleicht einen Test seines Hochleistungstransmitters durchgeführt haben, um dessen destruktives Potential zu demonstrieren. Dies wäre dann im Jahr 1908 geschehen.
Der Tunguska Zwischenfall ereignete sich am 30. Juni 1908. Eine Explosion von einer geschätzten Stärke von 10 bis 15 Megatonnen TNT legte 2.000 qkm Kiefernwald in der nähe der steinigen Tunguska, eines Nebenflusses des Jenisseijs, in Zentralsibirien flach. Ganze Renntierherden kamen ums Leben. Die Explosion konnte in einem Umkreis von 1.000 km gehört werden. Als 1927 eine Expedition in diese Gegend unternommen wurde, um Beweise für einen Meteoriteneinschlag zu finden, wurde kein Einschlagskrater entdeckt. Auch bei  Bodenbohrungen konnte bis zu einer Tiefe von 35 Metern weder Nickel-, Eisen- noch Steinklumpen, den Hauptbestandteilen von Meteoriten, gefunden werden (siehe auch auf dieser Homepage unter Tunguska). Es gab bisher viele Erklärungen für den Tunguska-Zwischenfall. Die offiziell akzeptierte Version ist, dass ein 100.000 Tonnen schweres Bruchstück von Enckes Komet, das hauptsächlich aus Staub und Eis bestanden haben soll, mit einer Geschwindigkeit von 100.000 km/h in die Erdatmosphäre eingetreten ist, sich erhitzt hat und dann  explodiert ist, wodurch ein Feuerball und Schockwellen erzeugt wurden, aber kein Krater. Alternative Erklärungen des Desasters sprechen von einem "verirrten schwarzen Miniloch" (sic) oder von einem außerirdischen Raumschiff, dass auf der Erdoberfläche zerschellt ist und durch den Aufprall gewaltige Energien freigesetzt hat.
In den Jahren 1907 und 1908 schrieb Tesla über die zerstörerischen Auswirkungen seines Energietransmitters. Sein Wardenclyffe-Transmitter war viel größer als der in Colorado Springs, der den Generator des Kraftwerks zerstörte. Dieser neue Transmitter war um einige Größenordnungen leistungsfähiger als der in Colorado Springs.
1915 sagte Tesla, dass er schon einen Transmitter gebaut hätte, der, "wenn es unvermeidlich wäre, Besitz und Leben zerstören könnte." Und schließlich schein ein Brief von Tesla an J. P. Morgan aus dem Jahre 1934, der von Margaret Cheney, der Verfasserin einer Teslabiographie, entdeckt wurde, definitiv auf einen Waffentest hinzuweisen. Hierin schrieb er: "Das Flugzeug hat die Welt völlig demoralisiert, so dass die Menschen in Städten wie London und Paris Todesangst vor Bombenangriffen haben. Die neuen Geräte, die ich fertiggestellt habe, bieten einen absoluten Schutz gegen diese und andere Formen von Angriffen. ... Diese neuen Entdeckungen, die ich in begrenzten Maße experimentell getestet habe, erzeugen einen tiefen Eindruck.
Wir haben hier also einen weiteren Indizienbeweis vor uns, um die Sprache von polizeilichen Ermittlungen zu gebrauchen. Tesla hatte ein Motiv und die Mittel, den Tunguska-Zwischenfall zu verursachen. Er scheint auch zugegeben zu haben, einen solchen Test vor 1915 durchgeführt zu haben. Sei Transmitter konnte Energieniveaus erzeugen, die einer Zerstörungskraft von 10 Megatonnen TNT und mehr entsprachen. Und das verkannte Genie war verzweifelt.
Die Natur des Tunguska-Zwischenfalls widerspricht außerdem nicht den Vorgängen, die bei der plötzlichen Freisetzung von drahtlos übertragener Energie auftreten. Zur Zeit des Zwischenfalls wurde weder von professionellen noch von Amateurastronomen irgendein brennendes Objekt am Himmel beobachtet, wie es der Fall hätte sein müssen, wenn ein 100.000 Tonnen schweres Objekt in die Atmosphäre eintritt. Wie geologische Forschungen aus den siebziger Jahren ergaben und wie auch von einigen Zeugen erwähnt wurde, leuchtete der Himmel in diesem Gebiet kurz bevor die Explosion aus dem Boden gekommen sein mag. Kurz nach  einem Erdbeben wird auch das unter Spannung stehende Gestein unterhalb der Oberfläche ein elektrischer Effekt erzeugt, der die Luft ebenfalls zum Leuchten bringen, falls die Explosion wirklich durch die drahtlose Übertragung von Energie erfolgt sein sollte. Und schließlich ist auch kein Einschlagkrater vorhanden. Da bei einer Übertragung von Energie keine Materiellen Objekte verwendet werden, wird auch kein Einschlagkrater erzeugt.
Wenn man von Teslas pazifistischer Einstellung ausgeht, dann ist es schwierig zu verstehen, warum er in seiner hoffnungslosen finanziellen Situation einen solchen Test durchgeführt haben sollte, der sowohl Tiere als auch die Menschen, die diese beaufsichtigten, gefährden würde. Die Antwort hierauf lautet vielleicht, dass er gar keine Gefährdung beabsichtigte, sondern nur einen Coup für die Öffentlichkeit landen wollte und hierbei im wahrsten Sinn des Wortes das Ziel verfehlte.
Gegen Ende des Jahres 1908 verfolgte die ganze Welt die verzweifelten Versuche Pearys den Nordpol zu erreichen. Peary behauptete, den Pol im Frühjahr 1909 erreicht zu haben, aber den Winter zuvor war er in die Basis nach Ellesmere Land, die ungefähr 1.100 km vom Pol entfernt lag, zurückgekehrt. Wenn Tesla die Aufmerksamkeit der internationalen Presse erregen wollte, dann hätte es wenige Dinge gegeben, die eindrucksvoller gewesen wären, als wenn die Peary-Expedition von einer verheerenden Explosion im Eis in der Nähe des Nordpols berichtet hätten. Tesla konnte dann zumindest als Meister einer geheimnisvollen Zerstörungskraft angesehen werden, wenn er schon nicht als Meisterschöpfer, der er war, gefeiert werden sollte. Der Test scheint kein Erfolg gewesen zu sein, wie Nichelson meint. Es musste sehr schwierig gewesen sein, die riesigen Energiemengen im Transmitter zu kontrollieren  und sie genau  an die Stelle zu leiten, die Tesla vorgesehen hatte. Das Gebiet von Tunguska und Shoreham auf Long Island sind beide gleich weit vom Ellesmere Land entfernt. Beide liegen mit einer Abweichung von nur zwei Grad auf dem gleichen Längengrad. Die zerstörerische elektrische Welle schoss über ihr Ziel hinaus.
Wer auch immer über Teslas Demonstration seiner Energiewaffe Bescheid gewusst haben mag, muss entweder darüber entsetzt gewesen sein, dass die Waffe ihr Ziel verfehlt hatte und eine Gefahr für bewohnte Gebiete dieses Planeten darstellen würde, oder dass ein so großes Gebiet bloß dadurch zerstört werden konnte, indem in einer Entfernung von Tausenden Kilometern ein Schalter umgelegt worden war. Was auch immer der Fall gewesen sein mag, Tesla erlangte mit seinem Hochleistungstransmitter nicht die Berühmtheit, nach der er sich gesehnt hatte.
1915 wurde das Wardenclyffe-Laboratorium der "Waldorf Astoria Inc." für die Bezahlung von Teslas ausstehender Hotelrechnungen überschrieben. 1915 ließen die neuen Eigentümer den Turm sprengen, um ein paar Dollar aus dem Verkauf des Schrotts zu erhalten.
Oliver Nichelsons Theorie mag pure Fantasie sein oder Nicola Tesla hat die Welt vielleicht in einer Art und Weise erschüttert, die seit über achtzig Jahren geheimgehalten wird.
Heute bedroht der Krieg der Sterne die gesamte Bevölkerung dieser Erde aus dem Weltraum. Teslas Erfindung der Todesstrahlen kann auf verschiedene Weise genutzt werden: als  "Skalarwellen-Howitzer", "Weltradar", "Erdbebenmaschine", zur Gehirnwellenmanipulation, als Teilchenstrahlenwaffe, für "Wellenzugimpulse", Handphaser und für eine Unzahl anderer Geräte.
Es gibt auch positive Seiten dieser Technologie. Sie kann z.B. im Bereich der Freien Energie und für die Erzeugung von Tesla-Schutzschilden, eines undurchdringlichen Energiewalls, die Städte, Gemeinden und Anlagen vor Angriffen schützt, eingesetzt werden. Ein "Tesla-Horwitzer" könnte durch gezielte Schläge von mehreren Millionen Volt Kommunikationseinrichtungen in jeder Hauptstadt dieser Erde zerstören, wobei der Einsatz dieses Geräts auch aus dem Weltraum erfolgen könnte. Es gibt eine Vielzahl militärischer Anwendungsmöglichkeiten für Teslas Erfindung und die Geheimhaltung seiner Erfindungen wäre für den gesamten militärischen Industriekomplex von Vorteil.

 

   © Mit freundlicher Genehmigung des Magazin "Wissenschaft ohne Grenzen" (WOG)
       Webgestaltung: Torsten Migge (Webmaster of "Science Explorer")

 

 

 

Teslas Lebensdaten:

 

1856    Am 10. Juli wird Nikola Tesla in Smiljan/Kroatien geboren;
            Eltern Milutin und Djouka Tesla (Serben), Vater orthodoxer Geistlicher (Pope)
            Lord Kelvins Theorie des Schwingkreises entsteht.
               
1865    Maxwell veröffentlicht seine mathematische Theorie der
            elektromagnetischen Lichtausbreitung

1866    Besuch der Realschule (nach vier Jahren Volksschule)

1871    Übertritt an die Höhere Realschule in Karlovac

1877    Beginn des Studiums an der Technischen Hochschule in Graz

1880    Selbst-Studium an der Universität Prag
            Edison richtet eine Beleuchtungsanlage auf dem Dampfer "Columbia" ein

1881    Tesla erhält eine Anstellung bei der Telephongesellschaft in Budapest

1882    Tesla entdeckt im Budapester Stadtpark das Drehfeld, Konzipierung
            des ersten Wechselstrommotors
            Edison baut das erste mit Gleichstrom betriebene Elektrizitätswerk in
            New York

1882    Tesla geht nach Paris, Arbeit bei der "Continental Edison Company"

1883    Außendienstarbeiten in Straßburg, dort Bau des ersten Modells eines
            Wechselstrommotors (Induktionsmotors)

1884    6.Juni: Tesla trifft in New York ein, kurze Zeit der Beschäftigung in
            Edisons Laboratorien

1885    März: Gründung der "Tesla Electric Light Company"
            April: Anmeldung der ersten Patente für Bogenlampen

1886    Ein Jahr Arbeit als Tagelöhner

1887    Gründung der "Tesla Electric Company"
            Oktober-November: Anmeldung verschiedener Patente für seinen
           "Elektromagnetischen Motor" und der "Verteilung elektrischer Energie"

1888    Hertz macht Versuche mit elektromagnetischen Wellen von ca. 1 m Länge
           1.Mai: Veröffentlichung seiner Drehstrom-Patente
           16.Mai: Tesla hält den Vortrag : "Ein neues System von Wechsel-
           strommotoren und Transformatoren"
           Juli: Abkommen mit Westinghouse, Verkauf sämtlicher Drehstrom-
           patente

1889    Tesla arbeitet für Westinghouse in einem Werk in Pittsburg
            Gegen Ende des Jahres Rückkehr nach New York
            Oktober: Anmeldung des ersten Patents für eine Hochfrequenzmaschine
            (Frequenz ca. 10 000 Hertz)

1890    Tesla beginnt seine Experimente mit Hochfrequenzströmen

1895    Erfindung der Hochfrequenzoszillatoren (Verwendung von Thomsonschen
            Schwingkreisen)
            Entwicklung der Teslaspulen, Tesla erzeugt Spannungen bis zu
            4 Millionen Volt
            Umfangreiche Versuche mit Vakuumröhren (Elektronenröhren,
            Leuchtstoffröhren, Gasentladungsröhren, Kohleknopflampe etc.)
            Bau kleinerer ferngesteuerter Geräte und drahtlosen Anlagen

1891    20.Mai: Vortrag über die Anwendung von Hochfrequenzströmen
            für künstliche Beleuchtung

1892    3. und 4. Februar: Vorträge in London über Hochfrequenzströme,
            Tesla erwähnt eine Vorform der Elektronenröhre

1893    Tesla stellt die Grundprinzipien der Radiotechnik vor

1895    13. März: Bei einem Brand wird Teslas Laboratorium völlig zerstört
            Dezember: Röngten entdeckt die X-Strahlen

1896    Umfangreiche Versuche mit Röngtenstrahlung; Entwicklung von Rönt-
            gengeröhen; er erkennt als einer der ersten die Gefährlichkeit der
            Röntgenstrahlung

1897    Vollendung eines ferngesteuerten Bootes
            Thomson entdeckt das Elektron
           Juli: Erste drahtlose Übertragung über eine größere Entfernung (40
            km) zwischen Teslas Labor und einem Schiff auf dem Hudson River

1898    Versuche mit Elektro-Mechanischen Oszillatoren
            Tesla baut einen Apparat zur Nutzung der Sonnenenergie
            13. September: Vortrag vor der "Amerikanischen Elektrotherapeuti-
            schen Vereinigung"
            September: Tesla stellt auf der Weltausstellung im Madison Square
            Garden sein ferngesteuertes Boot und eine Anlage zur drahtlosen
            Nachrichtenübertragung vor

1899    Mai-Januar 1900: Tesla in Colorado Springs: Entwicklung des soge-
            nannten "Magnifying Transmittors"
            Signalübertragung über eine Entfernung von 1000 km
            Tesla erzeugt Spannungen von bis zu 20 Millionen Volt
            Empfang von Radiosignalen aus dem Weltall
            Kleine Modellanlage zur drahtlosen Übertragung von Energie
            Entwicklung eines Konverters zur Nutzung der Energie des Weltalls

1901    Marconi sendet mit einer Hochfrequenzanlage nach Teslas Vorbild
            drahtlos ein Signal von Europa nach Amerika

1902    Juni: Tesla übersiedelt nach Wardenclyffe auf Long Island
            Aufbau einer Radiostation und einer Anlage zur Übertragung von
            Energie auf drahtlosem Weg

1905    Aus finanziellen Gründen muss das Laboratorium in Wardenclyffe
            geschlossen werden, bevor Tesla seine Arbeiten beenden kann

1906    Erstes Modell der Teslaturbine

1907    Entwicklung der Elektronenröhre durch Lee de Forest

1909    Marconi und Braun erhalten den Nobelpreis für die Entwicklung des
            drahtlosen Telegraphen

1910    Erste Rundfunksendung in Amerika
            Tesla baut eine größere Turbine mit einer Leistung von 300 PS

1912    Tesla erklärt in einem Interview, dass er eine Vibrator gebaut
            habe, mit dem es möglich sei, große Gebäude oder Brücken einstürzen
            zu lassen.

1916    Anmeldung verschiedener Patente (Frequenzmesser, Tachometer,
            Blitzableiter etc.)

1917    Tesla beschreibt in einem Artikel die Hauptbestandteile des Radars
            Verleihung der Edisonmedaille

1922    Verschiedene Patente im Bereich der Mechanik von Flüssigkeiten.
            Tesla muss aus finanziellen Gründen sein Labor aufgeben

1931    Tesla veröffentlicht Pläne für ein geothermisches Kraftwerk
            Test seines Energiekonverters in einem Pierce Arrow

1936    Tesla erhält von der jugoslawischen Regierung eine jährliche Rente
            von 7200 Dollar auf Lebenszeit.

1937    Bei einem Unfall mit einem Taxi wird Tesla schwer verletzt
            Robert Underwood Johnson stirbt

1943    7.Januar: Tesla stirbt im Alter von 86 Jahren im Hotel New Yorker