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Zeittafel
1900
Tesla
kehrt nach einer Reihe
von wichtigen Versuchen zur
drahtlosen Energieübertra-
gung aus Colorado Springs
zurück.
Während dieser Versuche
kam es zur Zerstörung des
Generators der Elektrizitäts-
gesellschaft, die durch Ener-
giewellen aus seinem Ver-
stärkungstransmitter ausge-
löst worden war.
Tesla erhält von J. Piermont
Morgan 150.000 Dollar um
einen Radiosender zu bauen,
der nach Europa
senden
kann. Mit der Hälfte
des
Geldes kauft er ein 800.000
qm großes Grundstück in
Shoreham auf Long Island
und baut einen
riesigen
Turm, der 56 m hoch ist und
von einer
50 Tonnen
schweren Metallkuppel mit
einem Durchmesser von 20m
gekrönt ist. Er nennt sein
Forshungsgelände "Warden-
clyffe". Als Tesla die Arbeit
begann, gab es gerade einen
Run auf die Aktien, die von
der "Marconi
Company"
auch von Teslas altem Feind
Edison.
Am 12. Dezember sendet
Marconi das erste
trans-
atlantische Signal, nämlich
den Buchstaben
"S" von
Cornwall in England nach
Neufundland.
Wie die
Finanziers bemerkten, tat er
dies mit einer Ausrüstung,
die wesendlich billiger war,
als die von Tesla geplante
Anlage.
1902
Marconi
wird überall auf der
Welt als
Held gefeiert,
während Tesla
von der
Öffentlichkeit als Drücke-
berger angesehen wird, weil
er einen Gerichtstermin in
einem Mordfall nicht wahr-
genommen hat (er wurde von
der Verpflichtung freigestellt,
weil er ein strikter Gegner
der Todesstrafe war).
1903
Die
150.000 Dollar von
Morgan reichen nicht mehr
aus, um die Rechnungen für
Gebäude in Wardenclyffe zu
bezahlen. Um angesichts des
Erfolgs von Marconi eine
größere Geldsumme aufzu-
treiben,
offenbart Tesla
Morgan den
wirklichen
Zweck seiner Anlage, dass
diese nämlich
nicht nur
Radiosignale senden sollte,
sondern auch für die Über-
tragung von der Energie an
jeden
Punkt der Erde
bestimmt gewesen sei.
Morgan ist nicht interessiert
und lehnt
eine weitere
Finanzierung
ab. Eine
Börsenpanik im Frühjahr
macht neue Hoffnungen
Teslas von Morgan und
anderen reichen Industriellen
finanziert zu
werden ein
Ende. Tesla steht ohne Geld
da und kann nicht einmal
mehr die Kohle
für das
Kraftwerk bezahlen.
1904
Tesla
schreibt für die Zeit-
schrift "Electrical
World"
den Artikel "Die Übertragung
elektrischer Energie ohne
Drähte", in dem er feststellt,
dass sich die Erde trotz ihrer
gewaltigen Ausmaße in Bezug
auf elektrische Ströme wie
eine kleine Metallkugel ver-
hält. Tesla erklärt der Presse,
dass Wardenclyffe fertigge-
stellt sei. Die
"Colorado
Springs Power Company"
verklagt ihn wegen nicht
bezahlter Stromrechnungen
aus der
Versuchsstation.
Teslas Laboratorium in
Colorado Springs wird abge-
rissen und zum Schrottwert
verkauft, um 180
Dollar
Gerichtsschulden
zu be-
zahlen, seine
elektrische
Ausrüstung wird eingelagert.
1905
In
Wardenclyffe werden
Spulen für
elektrothera-
peutische Zwecke hergestellt,
die an Krankenhäuser und
Forschungsanstalten verkauft
werden, um ausstehende
Rechnungen zu bezahlen.
Tesla wird
von seinem
Anwalt, wegen Nichtrück-
zahlung eines Kredites ver-
klagt. In einem Artikel kom-
mentiert Tesla Pearys Nord-
polexpedition und erzählt
von seinen
Plänen zur
Energieübertragung an jeden
Punkt der Erde. Tesla wird
von C.J.Duffner, einem Auf-
seher der Versuchsstation in
Colorado Springs wegen noch
ausstehender Löhne verklagt.
1906
"Left
Property Here; Skips;
Sheriff`s Sale" war am 6.Mai
die Überschrift einer Gazette
in Colorado Springs. Teslas
elektrische Ausrüstung wird
verkauft, um Gerichtskosten
in Höhe von 928.57 Dollar
zu
bezahlen. George
Westinghaus, der in
den
achtziger Jahren die Patente
für Teslas Wechselstrom-
motoren gekauft hatte, lehnt
ein Angebot des Erfinders zur
Finanzierung der Energie-
übertragung ab. Es kommen immer weniger
Arbeiter in
das Wardenclyffe Laborato-
rium, da kein Geld mehr vor-
handen ist, um sie zu be-
zahlen.
1907
Als
Tesla in einem Brief an
die New York Times die Zer-
störung des französischen
Schiffes Iena kommentiert,
erwähnt er, dass er fernge-
steuerte Torpedos gebaut und
getestet habe,
dass elek-
trische Wellen jedoch eine
größere Zerstörungswirkung
hätten. "Mit meinen Geräten
kann Energie an jeden be-
liebigen Punkt der Erde ge-
sendet werden", schreibt er.
Weiter behauptet er, "dass
der Punkt, an welchem der
gewünschte Effekt erzielt
werden soll, sehr genau be-
stimmt
werden kann,
angenommen die akzep-
tierten
terrestrischen
Messungen sind richtig.
1908
Tesla
wiederholt am21.April
in der gleichen Zeitung seine
Ansicht über die Zerstörung
mittels elektrischer Wellen.
In einem Brief
an den
Herausgeber stellt er fest:
"Als ich von der zukünftigen
Kriegsführung sprach, da
meinte ich, dass diese durch
die direkte Anwendung von
elektrischen Wellen ohne
Einsatz von Luftfahrzeugen
oder anderer Zerstörungs-
waffen erfolgen sollte". Er
fügte hinzu: "Das ist kein
Traum. Sogar schon heute
könnten drahtlose Kraft-
werke gebaut werden, durch
die jede Region der Erde un-
bewohnbar gemacht werden
könnte, ohne die Bevölke-
rung anderer Gebiete einer
ernsthaften Gefahr
oder
irgendwelcher Unannehm-
lichkeiten auszusetzen".
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Teslas
Todesstrahlengerät war eine Art "Skalarwellenwaffe"
oder wie man es auch bezeichnen könnte, ein
Ultraschallgewehr. Tesla und die Todesstrahlen
erregten in den Medien zu dieser Zeit einiges Aufsehen. In
den dreißiger Jahren kamen einige Filme über
Todesstrahlen heraus, wie z.B. "Der
Todesstrahl" (1938) mit Boris Karloff und
"Flash Gordon" und "Der
Radarmann vom Mond".
In einem der
ersten Cartoons
von Max Fletchers Superman aus den
vierzieger Jahren, nämlich "Der verrückte
Wissenschaftler" (September 1941), kämpfte ein
verrückter und exzentrischer Wissenschaftler,
der offensichtlich Tesla verkörpern sollte, gegen Superman,
während er mit seinem "elektrothenesischen
Strahl" New York terrorisierte.Im nächsten Cartoon
"Das mechanische Monster"(Nov 41) kämpfte
Super- man gegen Tesla, den verrückten Wissenschaftler,
der diesmal eine Armee von Robotern auf
Manhattan loslässt. In "Ein magnetisches Teleskop"
(Nov. 42) kämpft Superman letztmalig
gegen Tesla und seinen Todesstrahl.
Hierbei verwendet Tesla einen ganz speziellen "magneto-graviatatorischen
Strahl", mit dem er Asteoriden aus ihrer Bahn lenkt
und sie auf die Erde stürzen lassen kann. In
Japanateurs vom Sept. 1942 befassen sich die
Superman-Cartoons mit Kriegsthemen und es
kommen japanische Spione und zum Teil auch
Nazispione vor.
Es ist interessant, sich Tesla als Vorbild für all die
"verrückten Wissenschaftler" aus Comic
Büchern und Science Fiction
Filmen vorzuzustellen.
Im Frühjahr es Jahres 1942 waren
"Todesstrahlen" das Thema vieler
Zeitschriften auf der ganzen Welt. Harry Grindell-Matthews
aus London führte die Konkurrenz in
diesem ersten Star Wars Rennen an. Am 21. Mai
veröffentlichte die New York Times diesen
Bericht: Paris, den 20. Mai - Falls
die Zuversicht von Grindell-Matthews,
Erfinder des sogenannten "diabolischen
Strahls" gerechtfertigt ist,
dann wird es möglich werden, die
ganze Armee eines Feindes durch
unsichtbare Strahlen außer Gefecht
zu setzen, jede Luftflotte, die
eine Stadt angreift, zu zerstören, jede
Schiffsflotte zu lähmen, die sich der Küste auf
eine bestimmte Distanz nähert.
Grindell-Matthews gab an, dass seine
zerstörerischen Strahlen über eine
Entfernung von 6,5 km wirken würden
und daß die maximale Entfernung für
eine Waffe dieser Art 11 oder 12 km wäre.
"Es wurde von Versuchen berichtet, in denen die
Strahlen dazu verwendet worden
waren, durch
Ausschaltung der Magnetzünder, Autos außer Betrieb
zu setzen.
Weiter wurde behauptet, dass eine
bestimmte Menge Sprengstoff über
eine Entfernung von 10 m zur Explosion
gebracht wurden, nachdem die Strahlen auf diesen gerichtet
worden war."
Grindell-Matthews war auch in der Lage, Mäuse
mit Elektroschocks zu töten, Pflanzen
verdorren zu lassen und den Draht
einer Öllampe ebenfalls aus einer
Entfernung von 10 Metern anzuzünden.
Da die New York Times eine Sensation
witterte, veröffentlichte sie am 28. Mai 1924
einen bericht über die Strahlenwaffen der Sowjets, der so
begann: Aus kommunistischen Kreisen in Moskau ist
durchgedrungen, dass sich hinter Trotzkis kürzlichen
kriegerischen Äußerungen eine elektromagnetische
Erfindung zur Zer-
störung von Flugzeugen versteckt, die von
einem russischen Ingenieur namens
Grammachikoff stammt Versuche mit dem
destruktiven Strahl sollen mit Hilfe von
deutschen Experten letzten August begonnen
haben. Eine große Demonstration am
Podosinsky Aerodom in der Nähe von Moskau war so
erfolgreich, dass der revolutionäre Militärrat und
das Politbüro entschieden, genügend
elektronische Flugabwehr zu finanzieren, um
gefährdete Gebiete Russlands zu
schützen. Ähnliche, aber
leistungsstärkere Stationen sollten gebaut werden, um die
elektrischen Mechanismen von Kriegsschiffen auszuschalten. Der
Komman-
deur der sowjetischen Luftstreitkräfte
Rosenholz war von der Demonstration des Strahls so
überwältigt, dass er vorschlug, die Ausgaben für die
Luftwaffe zu kürzen, weil diese Erfindung eine große
Luftflotte für Verteidigungszwecke überflüssig machen würde.
Tesla scheint eine Art exzentrischer und brillianter
Renegatwissenschaftler gewesen zu sein. Nachdem er von
Morgan und indirekt auch von Westinghouse
fallengelassen worden war, war er ständig bankrott. In den
frühen dreißiger Jahren übergab Tesla der Leitung des
Governor Clinton Hotels anstatt der Miete eine angebliche
Erfindung, die als zusätzliche Bürgschaft
diente. Er sagte, dass das Gerät sehr gefährlich und 10
000 Dollar wert sei. 1943 ging ein Wissenschaftler der MIT
(Massachusetts Institut of Technology), der für das
"National Defense Research Comitee" (NDRC)
arbeitete und von einem Offizier der "Naval Intelli-
gence" namens John O. Trump begleitet
wurde, in das Hotel, um nach Teslas Tod
das G erät herauszu- holen.
Man erzählte ihm, dass die Erfindung detonieren könnte, falls
sie von einer unautorisierten Person geöffnet würde. Trump
meinte, dass er sein ganzes Leben noch einmal an sich
vorbeiziehen ließ, bevor er die Kiste öffnete. In
seinem FBI-Bericht schrieb er folgendes: Im
Innern befand sich eine hübsche hölzerne
Truhe, die mit Bronze verkleidet war,
und die einen Widerstandsmesser einer Art
enthielt, wie er für die Wider-
messung von Wheatstone-Brücken verwendet
wurde - ein Standartgerät, das vor der
Jahrhundertwende in jedem elektrischen Labor zu finden war!
Laut Dr. Marc Seifert, einem Teslaforscher,
scheint Tesla sowohl seinem Taubenaufseher als
auch einem Armeeingenieur namens Fitzgerald, einem Freund
von Tesla, erzählt zu haben, dass er ein Versuchsmodell
für seine Todesstrahlen gebaut habe. Dr. Seifert
sagte, dass eine Anzahl von Leuten, die Tesla sehr
nahe standen, erzählt hätten, dass Tesla ungefähr 1918
elektronische Strahlen an der Oberfläche des Mondes re-
flektieren ließ. Seifert
sagt, dass dies keine
Todesstrahlen waren, aber es
unterstützt sicherlich die Hypothese, dass der
Erfinder Versuchsmodelle in diesem Bereich herstellte.
Tesla
ließ Mitte 1930 von Künstlern Zeichnungen sei-
ner Konzeption anfertigen, auf denen ein Gebäude mit
einem zylindrischen Turm mit einem Durchmesser von
5 m und einer Höhe von 34 m dargestellt werden. Das
Gebäude war von einer Kugel mit einem Durchmesser
von 10 m gekrönt und mit halbkugelförmigen Schalen
bedeckt, wie in seinem Patent aus dem Jahre 1914. Der
Erfinder hatte auch das ganze Jahr 1935
hindurch mit
Vertretern der "Alcoa Aluminium"
verhandelt, die be-
reit waren, sofort zu beginnen, sobald Tesla
die nöti-
gen Geldmittel beschafft hätte. Zwei Jahre
später, im
Alter von 81, sagte der Erfinder bei einem
Festessen,
an dem Minister aus Jugoslawien und der
Tschecho-
slowake anwesend waren, dass
er eine Reihe von
Strahlenübertragungsgeräten
gebaut habe, einge-
schlossen eines Todesstrahlgerätes, um ein Land vor
einer Invasion zu schützen,
und einen Leserartigen
Apparat, der Impulse auf den Mond und anderen Pla-
neten senden könnte.
Laut Dr. Seifert sagte Tesla auch, dass er
die Todes-
strahlen auf die Genfer Konferenz für den Weltfrieden
bringen würde. Als er von
den Reportern gedrängt
wurde, eine vollständige
Beschreibung abzugeben,
sagte Dr. Tesla: "Es ist aber kein Experiment, Ich
habe
solche Geräte gebaut, vorgeführt
und praktisch ge-
testet. Es wird noch eine kurze Zeit vergehen,
bis ich
es der Welt übergeben kann."
Ein Teslaschüler, der glaubt, dass Tesla einen
Todesstrahl erzeugt haben könnte, ist Oliver Nichelson,
der einiges über Tesla verfasst hat,
eingeschlossen eines Artikel mit dem
Titel "Nikola Teslas Langstrecken-
waffen" (1989).
Nachdem der "Colorado Springs Gazette" diese Neuigkeit
von der anderen Seite der Welt zu Ohren gekom-
men war, veröffentlichte sie am
30. Mai einen Lokalartikel mit der
Überschrift: "Tesla entdeckte Todes- strahl, in
Experimenten, die er hier durchführte." Der Artikel
erzählte, nicht ohne einen Schuss Lokalpatrio-
tismus, die Geschichte der Forschungen des Erfinders aus
dem Jahr 1899, die von John Jacob Astor finan-
ziert worden waren.
Teslas Versuche in Colorado Springs waren den
Ortsansässigen noch in guter Erinnerung. Mit einem 60 m
hohen Leistungsmasten, der von einer
großen Kupferkugel gekrönt wurde, die
sich über seinem Labora- torium erhob, erzeugte er Spannungen,
die sich in Blitzen von bis zu 40 m Länge entluden.
Der Donner der freigesetzten Energie konnte
noch in einer Entfernung von 25 km in Creeple
Creek gehört werden. Leute, die auf der Straße gingen,
waren über die Funken, die zwischen ihren Füßen
herumsprangen, sehr erstaunt. Von den Wasserhähnen
loderten Flammen, wenn man sie öffnete, um einen Schluck
Wasser zu trinken. Glühlampen leuchteten in einer Entfernung
von 30 m vom Versuchsturm, Pferde bekamen durch ihre
dicken Metallhufe hindurch elektrische Schläge und rannten wie
der Blitz aus ihren Ställen. Sogar Insekten
waren waren betroffen: Schmetterlinge
wurden elektrifiziert und schwirrten
hilflos im Kreis herum - ihre Flügel waren von
einem blauen Lichtschein umgeben, der dem Nordlicht ähnelte.
Ein Vorfall, der die Aufmerksamkeit von Erfindern von
Todesstrahlen erregte, ereignete sich im
Kraftwerk der "Colorado Springs Electric
Company". Eines Tages, als Tesla
einen Hochspannungsversuch unter- nahm, hörte das
knistern aus dem Inneren des Laboratoriums
plötzlich auf. Tesla stürmte in das Laborato- rium und
verlangte eine Erklärung, weshalb sein
Assistent die Spulen ausgeschaltet habe. Dieser
protes- tierte und sagte, dass er überhaupt nichts
gemacht hätte. Der Assistent meinte weiter, dass
der Strom des städtischen Generators abgeschaltet
worden sein müssen. Als der verärgerte Tesla
die Kraftwerksgesell- schaft anrief, erhielt er eine
ebenso verärgerte Antwort und man sagte ihm, dass nicht das
Elektrizitätswerk den Strom abgeschaltet habe, sondern Teslas
Experiment den Generator zerstört hätte!

Im
August 1917 erzählte Tesla im "Electrical Experimenter"
was geschehen war. Während er seinen Trans-
mitter mit einer Leistung von mehreren hundert Kilowatt betrieb,
bauten sich im Generator der Elektrizitäts-
gesellschaft Hochfrequenzströme auf. Diese starken Ströme
verursachten zwischen den Wicklungen heftige Funken, die
die Isolierung zerstörten. Als die
Isolierung zusammenbrach, gab es einen
Kurzschluss im Generator und er wurde zerstört.
Einige Jahre später im Jahr 1935 ließ sich Tesla in der
Februarausgabe des "Liberty Magazine" über das zer-
störerische Potential seines Transmitters aus:
"Meine Erfindung benötigt ein großes Kraftwerk, aber wenn
es einmal errichtet ist, wird es möglich sein, alles -
Mensch oder Maschine - zu zerstören, was sich
im Um-
kreis von 300 km nähert."
Tesla zeigte dann die Unterschiede zwischen seiner Erfindung und
denen anderer auf. Er behauptete, dass
sein Gerät keine sogenannten "Todesstrahlen"
verwende, weil solche nicht in der
nötigen Stärke erzeugt
werden können und mit
zunehmender Entfernung
schnell schwächer würden.
Hier bezog er sich
anscheinend auf ein Gerät wie das von Grindell-Matthews,
welches laut zeitgenössischer Berichte
einen leistungsstarken ultravioletten
Lichtstrahl verwendet, um die
Luft leitend zu
machen, so dass der
Hochleistungsstrom auf das Ziel geleitet werden konnte. Die
Reichweite eines solchen "Ultraviolett-Such-
scheinwerfers" wäre wesentlich geringer gewesen, als jene
von Teslas Gerät. Tesla drückte dies so aus:
"wenn die gesamte Energie von New York (ungefähr 2 Mio. PS
oder 1,5 Mio. KW) für die Erzeugung eines
Strahles verwendet und dieser 30 Km weit abgestrahlt werden
würde, dann könnte man damit nicht einmal
mehr ein menschliches Wesen töten." Er meinte hierzu:
"Mein Gerät projiziert Teilchen, die relativ groß oder
auch nur von mikroskopischer Größe sein können. Dies
ermöglicht es uns, auf einem
kleinen Raum über
große Entfernungen das Billionenfache der
Energie als mit Strahlen gleich
welcher Art auch immer zu übertragen.
Mehrere tausend PS können auf diese Weise durch einen
Teilchenstrom, der dünner ist als ein
Haar, übertragen werden, so dass ihn nichts aufhalten
kann".
Laut Oliver Nichelson bezog sich Tesla mit diesem
Verteidigungssystem auf eine größere
Version seiner
Colorado Springs "Blitzstrahlenmaschine"(sic). Wenn
Flugzeuge oder Schiffe in das elektrische Feld eines
geladenen Turms eintreten, würden sie einen leitenden Pfad für
Hochenergieteilchen freimachen, was dann
zur Zerstörung der elektrischen Geräte des Eindringlings
führen würde. Ein Nachteil
dieser gigantischen
Teslatransmitter, die Blitzstrahlen auf einen
Gegner, der sich der Küste
nähert, schleudern würde, wäre,
dass sie in einem unbewohnten Gebiet, dessen
Größe der Reichweite dieser Waffe
entsprechen müsste, aufgestellt werden
müsste. Alles was die
Verteidigungszone betreten würde,
würde als Eindringling angesehen und
zerstört werden.
Wie verhängnisvoll Todesstrahlen und eine
Strahlenwaffentechnologie für die
Zukunft auch immer sein
möge, Tesla erwähnte in seinen Schriften ein anderes
Waffensystem, das sogar noch zerstörerischer ist.
In seinem Artikel "Das Problem, die menschliche Energie
zu steigern" aus dem Jahre
1900 schrieb Tesla, dass wirtschaftliche
Kräfte die Entwicklung einer
neuen Art von elektrischen
Generator nicht zulassen würden, der in der Lage
wäre, ohne die Verwendung von Brennstoffen Strom zu erzeugen.
Dies führt ihn zur Erkenntnis, "dass die
Übertragung von elektrischer Energie
über beliebige Entfernungen
durch das natürliche Medium mit Abstand
die beste Lösung für die
Nutzung der Sonnenenergie zum
Wohle der Menschheit wäre".
Tesla plante die Errichtung einiger weniger
Kraftwerke in der Nähe von
Wasserfällen, die seine Hoch-
leistungstransmitter versorgen sollten, und diese wiederum
sollten dann Energie durch die Erde
schicken, wodurch sie schließlich an jedem Punkt der Erde
verfügbar gewesen wäre.
Zur Ausführung dieses Planes wären einige seiner Transmitter
nötig gewesen, die bei einer
Spannung im Bereicht von 100 Mio. Volt periodisch riesige
Mengen von Elektrizität in die Erde gepumpt hätten.
Die Erde wäre zu einem riesigen Ball mit großer
elektrischer Spannung geworden, der im
Rhythmus der von Tesla aufgeprägten
Schwingungen pulsiert hätte.
Um Energie aus einem Hochspannungsreservoir zu erhalten,
hätte man nur eine kleine
Antenne benötigt,
die man einfach in die Erde gesteckt hat und die mit
der elektrischen Bewegung der Erde
schwingt. Oder
wie es Tesla beschrieb: "das
ganze Gerät zur Beleuchtung eines
durchschnittlichen Landwohnhauses enthält keine
beweglichen Teile und kann leicht in einer kleinen Reisetasche
herumgetragen werden."
Der Unterschied zwischen einem Strom, der sagen wir eine
Nähmaschine antreibt und einem Strom, der
für Zerstörungszwecke verwendet wird,
ist nur eine Frage des
Timings. Falls die
Elektrizitätsmenge, die
benötigt wird, um eine
Nähmaschine eine Stunde
anzutreiben, innerhalb einer
Millionstel Sekunde freigesetzt werden würde, dann
hätte sie zweifelsohne eine völlig andere und zwar negative
Wirkung auf die Nähmaschine.
Tesla behauptete, dass sein Transmitter 100 Mio.
Volt Spannung mit einer
Stromstärke von bis zu 1000 Ampere erzeugen
könnte; dies entspricht einer Leistung von 100 Mio.
KW. Wenn dieser Strom mit einer
Frequenz von 2 MHz schwingen würde, dann würde die
innerhalb einer Schwingungsperiode
freigesetzte Energie 100.000.000.000.000.000. Joule betragen,
was der Energie, die bei der Explosion von 10 Megatonnen
TNT freigesetzt wird entspricht. Ein solcher
Transmitter wäre in der
Lage, die Energie
eines Nuklear-
sprengkopfs per Funk zu übertragen.
Wie nicht anders zu erwarten, äußerten viele Wissenschaftler
Zweifel an der praktischen Durchführbarkeit von
Teslas drahtloser Energieübertragung füt wirtschaftliche oder
militärische Zwecke. Angenommen aber, es ist möglich,
Ströme durch die Erde zu senden, dann
bleibt immer noch die Frage
offen, ob Tesla die Anwendung
seines Energietransmitters als
Waffe wirklich demonstriert
hat oder ob dies
nur ein nichtverwirklichter Plan blieb. Es gibt
Indizien dafür, dass es einen Test seiner Waffe gegeben hat.
Anhalts-
punkte hierfür kann man in der Chronik von Teslas Arbeiten und
seiner finanziellen Verhältnisse zwischen
1900 und 1915 finden. Wichtig für diese Zeitaufstellung
(siehe Zeittafel) ist der
Gesundheitszustand von Tesla.
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