Von Torsten Migge

 

News
Was war passiert
Die Theorien
Fazit
Aktuelle Fotos
Seite 2 - Neue Theorie von Prof. Kundt

 

News: Italiener erforschen die Tunguska-Explosion

Ein Wissenschaftlerteam von der Universität Bologna hat vom 14. bis zum 30. Juli  diesen  Jahres (1999)  die  bisher  aufwendigste  Expedition in die  Tunguska-Region  in Sibirien unternommen. Dabei haben die Forscher die  Überreste  dieser  gewaltigen  natürlichen  Explosion  unter  die Lupe genommen. Während des strapaziösen Unternehmens konnten sie übers Internet via Satellitenverbindung ständig Kontakt zur  restlichen Welt halten und Berichte sowie Fotos schicken.
Die Wissenschaftler  erkundeten vor allem den  Tscheko-See,  der der größte  Wasserkörper  in  der  Nähe des  Explosionsortes  ist.  Indem  sie ein  Echolot und andere  Sensoren hinter einem Katamaran herzogen, erstellten  sie eine Karte  vom  Seebett:  Demnach  ist  der  Tscheko-See  trichterförmig und  etwa  55 Meter tief. Eine Unterwasserkamera  zeigte, das der Seeboden  zu  einem  großen  Teil  mit  umgeknickten  Bäumen bedeckt ist. Es wurde ein Radar-Relief des Sees  aufgenommen, das Aufschluss darüber geben soll, wie das Seebett in den obersten 100 Metern aufgebaut ist. Mit einer neuen Methode haben die Forscher auch einige andere  Land- und See-Reliefs gewonnen. Um  diese  Messungen  zu  ereichen, zogen sie insgesamt 28 Bohrkerne des Seebodens, die nun in italienischen Labors analysiert werden.
Eines der Hauptziele der Expedition bestand darin, Messungen genau an der Stelle direkt unter der Explosion durchzuführen -  wozu  ein  Zwölf- Kilometer-Marsch  durch  Sumpfgelände und dichten Wald nötig war.
Die gigantische Explosion im Jahre 1908 hat diese Region großflächig  verwüstet, aber noch immer ist unklar, was hier vor 91 Jahren explodierte.

      
© Star Observer Special Nr.5

 

Was war passiert?:

Am 30. Juni 1908 ereignete sich in der Nähe der  steinigen Tunguska  (Nebenfluss des Jenissejs)  in Zentralsibirien eine Explosion von einer geschätzten Stärke von 10 bis 15  Megatonnen  TNT,  die 6.000  qkm  Kiefernwald flach legte. Ganze Renntierherden kamen ums Leben. Die Explosion konnte in einem  Umkreis von  1.000 km  gehört werden  und  die seismischen Erschütterungen wurden rund um  den ganzen  Globus registriert. In noch ca. 700 km  Entfernung  brachten  die  erdbebenähnlichen Erschütterungen  beinahe  die  Transsibirische  Eisenbahn  zum entgleisen. Die Explosionshitze war noch in 65 Kilometer Entfernung so stark, dass sich ein Bauer das  Hemd  vom Leib riss,  weil  er  glaubte, dass es brenne. Augenzeugen sahen ein längliches Objekt vom Himmel herab fallen, das in  bläulich  weißem  Licht  leuchtete. Einer  zwanzig Kilometer hohen Lichtsäule folgte eine schwarze pilzförmige  Wolke.  In  den darauffolgenden  drei Nächten war es in  ganz Europa  so  hell, dass man im Freien Zeitung lesen konnte. In Kalifornien wurde eine langanhaltende Verringerung der Sonnenstrahlen registriert.
An die hundert Hypothesen wurden im  laufe  der  Jahre  aufgestellt,  um  den Tunguska Zwischenfall zu erklären.  Die  offiziell  akzeptierte Version ist, dass ein 100.000 Tonnen schwerer Meteorit oder Komet, der vorwiegend aus  Staub und Eis bestand, mit einer Geschwindigkeit von 100.000 km/h in die Erdatmosphäre  eingetreten  ist, sich  erhitzt hat und dann  explodiert ist, wodurch ein Feuerball und Schockwellen erzeugt wurden, jedoch kein Einschlagkrater. Alternative Erklärungen des Desasters sprechen von einem "verirrten schwarzen Miniloch", Antimaterie oder von einer nuklearen Detonation, möglicherweise infolge der Havarie eines außerirdischen  Raumschiffs,  dass bei seiner  Explosion gewaltige Energien freisetzte.

Die Katastrophe von Tunguska ist noch heute eines der ungelösten Rätsel des 20. Jahrhunderts. Nach über 90 Jahren sind zwar viele Fakten über dieses einzigartige Ereignis sowohl bezüglich seiner Wirkung in Verbindung mit der explosionsartigen Abgabe einer gewaltigen Energiemenge und ihrer momentanen Wirkungen als  auch  ihrer Wirkungen bis in unsere Zeit bekannt, jedoch lässt sich auch nach jahrelanger Forschung keine endgültig klärende Aussage machen.
Im laufe der Jahre gab es mehrer Expeditionen in das unwegsame und abgelegene Gebiet der Tunguska um des Rätsels Lösung auf die Spur zu kommen.
Die erste Expedition fand unter Prof. Dr. Kulik - von der Theorie eines Meteoriteneinschlags geradezu besessen -  allerdings  erst 1927, also neunzehn Jahre nach der Katastrophe, statt, denn politische, wirtschaftliche und nicht zuletzt geologische Gegebenheiten behinderten anfangs die Untersuchung des Vorfalls.  Aber auch im weiterem Verlauf der Geschichte ist die Erforschung der Tunguska-Katastrophe von tragischen Ereignissen begleitet:
- der Bürgerkrieg in der  Sowjetunion der zwanziger Jahre, ebenso  wie der 1. u. 2. Weltkrieg, die andere Prämissen setzten,
- die Unzugänglichkeit dieses  Gebietes  für  ausländische  Wissenschaftler  bis  etwa  1990,
- das Fehlen eines vergleichbaren Ereignisses auf der Erde,
- Prof. Kulik selbst,  der -  trotz  aller  Verdienste  als international anerkannter Meteoritenspezialist - bei der  Erforschung der  Tunguska Katastrophe von  1928  bis  zu  seinem  Tode als Soldat im 2. Weltkrieg (er starb in einem Gefangenenlager an Typhus) keinen anderen Gedanken  als einen Meteoriteneinschlag  als Ursache der Katastrophe zuließ.

Jene erste Expedition unter Kulik in diese Gegend wollte Beweise für einen Meteoriteneinschlag finden, es konnte zwar ein Krater, jedoch  keine  Meteoritensplitter ausfindig gemacht werden. Auch bei Bodenbohrungen konnte bis zu einer Tiefe von 35 Metern weder Nickel-, Eisen-  noch  Steinklumpen,  den  Hauptbestandteilen von Meteoriten, gefunden werden.
Bis zum 2. Weltkrieg gab es noch 3 weitere Expeditionen unter der Leitung Kuliks, die aber allesamt trotz intensiver Bemühungen und ununterbrochenen Einsatzes Kuliks keine endgültige Lösung der ungeklärten Fragen bringen konnten. Leider waren seit der Katastrophe und den Expeditionen so  viele  Jahre  vergangen,  dass der Unglücksort stark versunft war. Neuer Wald war inzwischen nachgewachsen und es war entsprechend schwer, das  Urbild  der  Katastrophe  zu  rekonstruieren oder wenigstens einige Spuren - möglicherweise von einem Meteoriten - zu finden.

In einem 1940 erschienenen russischen Buch über Meteoriten finden wir folgendes Szenario: "Wenige Augenblicke nach dem  Aufprall  des  Meteoriten am  Boden wurde ein großer Teil seiner Materie und des Bodens in den gasförmigen Zustand versetzt. Durch die stärke der Explosion  wurden  diese  Explosionsprodukte  wie eine Fontäne vertikal nach oben geschleudert und waren noch selbst in 450 km Entfernung in Kirensk an der Lena  sichtbar.  Daraus  kann  gefolgert  werden, dass dieser Feuerstrahl mehr als 20 km Höhe erreichte, wenn man die Erdkrümmung berücksichtigt. Das von der Explosion auf die Erdoberfläche  erfasste  Gebiet  hatte einen Durchmesser von 20 bis 30 km. Hier wurden alle Bäume einer so hohen Temperatur ausgesetzt, dass alle Zweige in einem kurzen Augenblick  verschwanden und nur die Stämme, die bis auf 1bis 2 cm Tiefe im Außenbereich verbrannten, übrig blieben. Wie immer bei einer Explosion entstand in der  Luft  eine  sogenannte "Druckwelle", die sich vom Explosionsort aus nach allen Seiten  mit  einer  der  Schallgeschwindigkeit  übertreffenden  Geschwindigkeit  ausbreitete.  Hier  war  die Druckwirkung so groß, dass die Bäume auf einige Dutzend Kilometer im Umkreis nach allen Richtungen hin entwurzelt wurden. Selbst in großer Entfernung blieben nur die durch Berge geschützten Bäume stehen. Die Laubhütten und Nomadenzelte der Einwohner wurden abgedeckt und  einige Einwohner  der  Gegend  wurden schwer verletzt. Selbst in Wanowara,  60 km  entfernt, verursachte die Druckwelle verschiedene Zerstörungen. [...] Trotz der hellen Sonne war der  Detonationsblitz in mehreren Siedlungen an der Tunguska (Keshma, Tschadobez, Teterja) und sogar an der Lena in der Goldmine hundert Kilometer entfernt zu sehen.
Gewöhnlich gehen Explosionswellen allmählich in Schallwellen über. Eben das geschah auch hier, wobei die Lautstärke so groß war, dass man es in 700 km  Entfernung vom Ort des  Niedergangs  noch  hören  konnte.  An  näher  gelegenen  Orten  klirrten  die Fensterscheiben und verschiedene Gegenstände in den Häusern schwankten. Diese Schallwelle wurde von allen  Registriergeräten (Barographen) in den meteorologischen Stationen Sibiriens aufgezeichnet  und  noch viele  Jahre später  fand man sie auf den Diagrammen in Leningrad, Sluzk, Zagreb (Jugoslawien), Kopenhagen (Dänemark), Potsdam und Berlin (Deutschland),  Washington (USA) und anderen Städten. Es zeigte sich, dass die Druckwelle die Erde einmal umrundet hatte. Ihr  Durchlauf  wurde  in Batavia registriert und  ein  zweites  Mal nach 30 Stunden in Potsdam. Eine ähnliche Erscheinung hatte es nur 1883 bei der Explosion des Krakatau, eines großen Vulkans der Sudaninseln, gegeben.
Außer der Luftdruckwelle verursachte die Detonation von diesem Meteoritenfall eine die Erdrinde durchlaufende  Welle, sogenannte  seismische Welle.  Sie  wurde von den Erdbeben registrierenden Geräten (Seismographen) in Irkutsk, Taschkent, Tbilissi (Tifkis) und  sogar in Jena registriert.  Die  Ausbreitungsgeschwindigkeit der Luftdruckwelle und der seismischen Welle ist bekannt (erstere im Mittel 319 m/s, letztere 3000 m/s).
Deshalb war auf der Grundlage der Geräteaufzeichnungen möglich, den Moment des Niederganges  genau  zu  bestimmen. Es geschah um 0 Uhr 16 Minuten nach Greenwich-Zeit am 30. Juni 1908. [...]  Wäre der Meteorit um nur 4  Stunden  und  48 Minuten eher niedergegangen, so hätte im Explosionszentrum das damalige St. Petersburg gelegen und  niemand  weiß,  was  dann  davon übriggeblieben wäre"
.


Während der Expeditionen von L. A. Kulik - von der Meteoritenabteilung des Instituts für geologische Wissenschaften  der  Akademie  der  Wissenschaften  der UdSSR - wurde hinreichend viel Faktenmaterial zusammengetragen, die von einer  Katastrophe berichten. So fand Kulik neben den oben genannten Fakten heraus, dass der einen großen Teil der Fläche bedeckende Torf  durch den Luftdruck der Katastrophe in gigantische Haufen von mehreren Metern Höhe zusammengedrückt wurde. Die wasserführenden Schichten des Untergrunds lagen offen. Große Stücke der Torfmasse waren von  einem Ort  zum anderen  geschleudert  worden.  An einer Stelle wurde in 1 m Tiefe im Torf ein Tannenzapfen mit unreifen Samenkörnern der Wachstumsperiode Ende Juni  gefunden,  der  bei  der  Katastrophe dorthin geschleudert wurde. Unweit vom Fallort dieses Tannenzapfens fand sich ein altes tunguskisches Trinkhorn und ein Kornspeicher, die vollkommen zerstört waren. Im Lehmboden waren scharfkantige Splitter von durch die Explosion zerkleinertem Gestein. In den Torfschichten fand man durchsichtige  Silikatkügelchen  von  20 bis 100 µm Durchmesser: laut Annahme metamorphosierte Materie des Tunguska Körpers.
Ein Mitarbeiter Kuliks fand einen Stein, den sogenannten "Jankowski-Stein", der für den Überrest des Tunguska-Meteoriten  gehalten wurde. Er wiegt 8 Tonnen und besteht ansonsten aus typisch irdischem Sedimentgestein. Dieser Stein wird bis heute von den Befürwortern der Meteoriten-Hypothese  hergehalten, als möglicher Beweis für die Richtigkeit ihrer Vermutung.
Als weiteres wurde festgestellt, dass im direktem Epizentrum die Bäume zwar verkohlt waren, aber stehen geblieben  sind,  während  der  Wald von  2150  km²  im Umkreis von 25 km umgeknickt war. Später stellte sich auch heraus, dass der durch die Explosionshitze entstandene  Waldbrand  in den Wipfeln  begonnen und sich blitzartig nach unten ausgebreitet hatte. Der Versuch Kuliks mittels Luftbildaufnahmen  ein Resultat  zu  erzielen, scheiterte zunächst  an  den klimatischen Gegebenheiten. Später wurden diese Aufnahmen realisiert, die Bilder sind jedoch (laut Felix Siegel) verschollen.

Der baskirische Ingenieur und Geophysiker A. W. Solotow untersuchte Splitter von Bäumen, die die  Katastrophe  überlebt  hatten, indem er sie nach  Jahresringen zersägte, sie dann verbrannte und die Asche analysierte. Dabei stellte er eine allgemeine Zunahme der Radioaktivität für das Jahr 1908 fest, indem er im  Holz das radioaktive Isotop Cäsium - 137 fand.  Thermische  Schädigungen  der  Bäume,  komplexe  biologische  Effekte,  wie  beschleunigtes  Wachstum und  somatische Mutationen, Veränderung der paläomagnetischen Eigenschaften des Bodens, Thermolumineszensen des Gesteins, erhöter  Urangehalt in Trapp-Proben (Eruptivgestein) sowie Anomalien im globalen Maßstab wurden nachgewiesen, sie werden als Folgeerscheinungen der Katastrophe deklariert.
Im Katastrophengebiet konzentrierte sich der Wachstum von Kiefern mit dreinadlige Büscheln, wahrscheinlich eine Mutation infolge der Katastrophe.
Der Flug des vermeintlichen Tunguska-Objekts wurde auf einem  großem  Territorium  beobachtet,  selbst in  Orten, die sich 500  km vom Epizentrum  entfernt befinden. Über 800 Augenzeugen fanden sich im laufe der Jahre, die das Objekt sahen und  teilweise seinen Schall hörten. Hierbei  wurde der Tunguska-Körper von Süden nach Norden fliegend beschrieben.
Es wurde allerdings keine Übereinstimmung in den Beobachtungen im Süden und Westen mit denen im  Osten  gefunden, denn  dann  hätte  sich  der  Tunguska- Körper auf zwei verschiedenen Flugbahnen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit  bewegen  müssen. Danach könnte  sich  eine Konstellation  ergeben,  wonach entweder: a) die Aussagen nicht  stimmen, b) es sich um zwei verschiedene Flugobjekte handelt, c) oder aber besagter Körper seine Flugbahn  und Geschwindigkeit änderte. Im letzterem Fall hätte er sich also auf einer nichtballistischen Flugbahn mit wechselnden Azimuten  und Höhen  bewegen  müssen,  was jedoch  für einen natürlichen Körper unmöglich ist.

Die Theorien

Die Nuklear-Hypothese (verbunden mit der UFO-Hypothese)
Obwohl sich keinerlei stichhaltige Beweise fanden, beharrte Kulik weiterhin an seiner Meteoriten-Theorie, die von  der Wissenschaft übernommen  wurde.  Erst nach dem 2. Weltkrieg entstanden andere Theorien.
Die Theorie von einem Kometenniedergang erklärte nicht, das Fehlen irgendwelcher Meteoritensplitter, das Fehlen von  Kratern und  Trichtern,  die Existenz  eines stehensgebliebenen Waldes im Katastrophenzentrum, den Fortbestand einer Schicht des "ewigen" Eises und das Auftauchen eines hell wie die Sonne leuchtenden Objektes im Moment der Katastrophe.
Und so kommt A. P. Kasanzew 1945 zu der  Theorie, dass  das  äußere  Erscheinungsbild  der  Explosion  in  der Tunguska-Taiga  dem Erscheinungsbild  einer nuklearen Explosion entspricht, denn die Annahme, dass diese Explosion in der Luft über der Taiga erfolgte, erklärt alle Umstände der Katastrophe: Der Wald  ist im Zentrum stehengeblieben, weil die Luftdruckwelle auf ihn von oben einwirkte und dabei Zweige und Wipfel umbrach und das leuchten am Himmel ist die Wirkung der nach oben wegfliegenden Stoffe.
Die Sublimation, das Verdampfen des ganzen in die Erdatmosphäre eingedrungenen Körpers, ist die natürliche  Erscheinung  bei einer  Temperatur von  nuklearen Explosionen (20 Millionen Grad Celsius) und deshalb konnten  natürlich keinerlei  Rückstände gefunden werden. Die sofort nach der Katastrophe aufgetretene Wasserfontäne entstand, weil sich durch den Aufprall der Explosionswelle in  der  Schicht des ewigen  Eises Risse bildeten. Die vor Ort beobachteten Verbrennungen unterscheiden sich sehr von denen eines  Waldbrandes. Alles  weist auf  eine blitzschnelle  Wirkung  einer  sehr  hohen Temperatur hin.
Die Zweige an den stehengebliebenen Bäumen sind bogenförmig nach unten mit einer nach oben zeigenden Wölbung geknickt. An allen Zweigenden ist ein  Winkel vorhanden, wobei der Bruch selbst stets nach unten gerichtet ist und schräg ausläuft. Die abgebrochenen Zweigenden mit den Winkeln  sehen  eigenartig  aus  und erinnern, nach der Definition Kulik`s, an eine Vogelkralle.
All das, so argumentierte Kasanzew, beweise ebenfalls, dass der blitzartige Hitze-Strahl-Schlag von oben nach unten gerichtet war. Es wurde daher  die Hypothese aufgestellt, dass hier ein Uranmeteorit explodiert sei und wenn  tatsächlich eine atomare  Explosion vorausgesetzt  wird, dann  müsste  zwangsläufig radioaktive Materie, die bei der Explosion entstanden oder zur Wirkung kam, nachweisbar sein.

Kasanzew ging bei seiner Hypothese der nuklearen Explosion noch einen Schritt weiter  und  meinte,  ein interplanetarisches Raumschiff, das die Erde besuchte und das Atomenergie als Antrieb nutzte, havarierte aus irgendwelchen Gründen über der Taiga, und zwar genau dort, wo die Expeditionen Kuliks so vergeblich nach Überresten des Meteoriten gesucht hatte.
Andere Wissenschaftler - an der Meteoritentheorie festhaltend - meinten, dass der Tunguska-Meteorit mit seiner Hauptmasse in der Atmosphäre verglüht  sei, was dadurch erhärtet wird, dass nach seinem Niedergang mehrere Tage  lang  die  Nächte  ungewöhnlich hell waren. Meteoritenteilchen hatten sich als  feinster  Staub schnell in den oberen Schichten  der Atmosphäre  über ein  riesiges Territorium verteilt und reflektierten die Strahlen der im  Sommer nicht  unter  dem  Horizont untergehenden Sonne. Die hellen  Nächte brachten ihrerseits günstige Bedingungen für die Sichtbarkeit sogenannter "Silberwolken" (leuchtende Wolken).
Den umgebrochenen Wald erklärte man durch eine ballistische Welle, die einen konusförmigen  Windbruch  ergibt und  einer Detonationswelle, die einen  radialen Windbruch ergibt, die der Meteorit durch seinen schrägen Fall verursacht haben soll.
Die errechnete Masse des Meteoriten war jedoch zu groß, als dass er in der Atmosphäre vollkommen  verglühen konnte  und  aus den Fakten folgt,  dass,  wenn tatsächlich ein Meteorit zerbarsten ist, ein teilweiser Zerfall durch die Explosion erfolgte. Wenn  diese Explosion in der Luft erfolgte, dann  hätten  sich  die herabfallenden Splitter auf einer  ellipsenförmigen  Fläche  (Streuellipse)  wiederfinden müssen. Wie jedoch bereits genannt, konnten weder  Splitter  noch  sonst welche Überreste ausfindig gemacht werden.

Des weiteren lässt sich nicht erklären, wodurch die außergewöhnlich starke Explosion in der Luft verursacht wurde.
Die Hypothese von A. P. Kasanzew über eine nukleare Explosion war somit die einzig glaubwürdige, die das Fehlen eines Meteoritenkraters und die Explosion des Körpers in der Luft erklärten konnte.
1958 gab es eine weitere Expedition unter K.P. Florenski, die keinerlei Spuren einer Explosion auf oder in der Erde feststellen konnte, die einer Energie von 10²° bis 10²³ erg/sek gleich käme. Folglich musste die Explosion in der Luft erfolgt sein.
Weiterhin stellte man ein ungewöhnliches anomales und territorial weit verbreitetes Wachstum der  Pflanzen-  und  Tierweltwelt  fest:  junge Bäume in  der Größe uralter; übernatürlich große Libellen und Ameisen...
Nach intensivster Prüfung aller vorhandenen Fakten, stand ein großer Teil der damaligen russischen Wissenschaftler  die  sich  mit dem Tunguska-Problem auseinander setzten, der Annahme A. P. Kasanzews einer Nuklearexplosion, möglicherweise  verursacht  durch ein  über  dem Taigawald  der Tunguska  explodiertes, kernenergetisch angetriebenes extraterrestrisches Raumschiff,  ungewöhnlich aufgeschlossen gegenüber, und so wurde 1959 eine  weitere Expedition durchgeführt.
Bei der Auswertung der Messprotokolle von über  140 Observatorien  aus verschiedenen  Ländern,  wurde  nachgewiesen, dass  am  30. Juni 1908 im Irkutsker Observatorium unmittelbar nach der Katastrophe  eine  Veränderung  des  Magnetfeldes  festgestellt  wurde,  ähnlich  der  von  1958 im Stillen  Ozean  nach der amerikanischen atomaren Höhenexplosion.

Das Fazit dieser Expedition und der  Auswertung und Untersuchung  des zusammengetragenen Faktenmaterials  war,  dass es  mindestens drei voneinander unabhängige und ausreichende Hinweise für den atomaren Charakter der Explosion an  der  Tunguska gab:
1. Erscheinungen von durch Strahlung verursachte Verbrennungen an den Bäumen im Katastrophengebiet;
2. Die erhaltene Kohlenstoffaktivität im Holz des "Telegrafenstangenwaldes",  der  während  der Explosion
    von einem Neutronenstrom bestrahlt wurde;
3. Die Verseuchung des  Geländes  und  des Holzes der an der  Tunguska  wachsenden Bäume durch
    radioaktive Niederschläge, die im Jahre 1908 gefallen sind.
Der atomare Charakter der Tunguska-Explosion wurde folglich als ausreichend begründet und durch Fakten belegt angesehen.
Des weiteren wurden Angaben bezüglich der Größe fast aller Hauptmerkmale der Explosion gemacht:
- Die Explosionstemperatur: einige Dutzend Millionen Grad;
- Die Menge der bei der Explosion wechselwirkenden Materie: mehrere Hundert Kilogramm;
- Die Explosionshöhe: mehrere Kilometer (mindestens 5 km);
- Die Explosionsstärke: mehrere Megatonnen TNT (7 - 10);
- Bei der Kernumwandlung während der Explosion kam es zur Kernspaltung von Uran oder Transuranelementen.

Jedoch letztendlich ist der atomare Charakter der Tunguska-Katastrophe bis heute noch nicht endgültig bewiesen. Außerdem ist auch vom Standpunkt der Nuklearhypothese das rätselhafte Leuchten und die hellen Nächte schwer erklärbar, zumal einige anomale Lichterscheinungen schwächeren  Ausmaßes  auch  schon vor der Tunguska Katastrophe beobachtet wurden, etwa ab dem 20. Juni 1908. Lediglich das sehr helle Leuchten des Nachthimmels während der ersten  drei Nächten nach der Katastrophe hängt wahrscheinlich unmittelbar mit der Explosion zusammen.
Als die USA 1958 die Kernwaffen-Höhentests durchführte, sah man künstliche Polarlichter und es  wurde festgestellt,  dass bei  einer  solchen Explosion  große Mengen freier Elektronen gebildet werden, die sich unter dem  Einfluss des Magnetfeldes der Erde auf einer spiralförmigen Kurve im  Kraftlinienfeld  bewegen. Unter der Einwirkung der dahinfliegenden Elektronen beginnt die Luft in einem kalten Licht zu leuchten. Ein solches Leuchten tritt gewöhnlich  nicht  im  Explosionsgebiet auf,  sondern  dort, wo die Kraftlinie in relativ dichte Atmosphärenschichten eintaucht.

Die Autorin Patrizia Pfister vertritt in einem Artikel über die Tunguska-Katastrophe eine geradezu nach Science Fiction klingende Hypothese, wonach  in punkto Auswertung der Zeugenaussagen bezüglich der Flugbahn des beobachteten Körpers, das  Objekt entweder mehrmals seinen Kurs geändert haben muss (was eher auf eine intelligente Steuerung hindeutet), oder es sich um zwei verschiedene Objekte handelt, die möglicherweise zusammengestoßen sein könnten. Vielleicht, so Frau Pfister, ein UFO, das mit einem Meteor oder Kometen kollidierte, oder ein Objekt, das, um  noch größeren Schaden von  der  Erde  abzuwenden,  von  einer höheren Macht über der nahezu unbewohnten Tunguska Taiga abgeschossen wurde.
Zur Untermauerung ihrer Hypothese findet sich im besagten Artikel folgende interessante Stelle: "Und dann gibt es noch die Geschichte der Dzopa. Die Dzopa sind ein kleinwüchsiges Volk, das im chinesischen  Gebirge Baia Kara Ula beheimatet ist. Es behauptet von sich, Nachfahren einer außerirdischen Rasse zu sein, die auf der Erde Schiffbruch erlitten. Außerdem sagen sie, dass 1908 ein Schiff ihrer Rasse sie abholen und mit in ihre Heimat nehmen sollte, leider verunglückte  auch dieses Schiff -  über der Tunguska - und die Freudenfeuer mussten wieder gelöscht werden. Alle drei projizierten möglichen Flugbahnen  des Objektes führen über chinesisches Territorium...".
Des weiteren wird von zwei Tungusen berichtet, die ein Artefakt unterhalb der Flugbahn des Objektes  gefunden  haben.  Dieses metallische Gebilde, das bei seiner Bergung Funken sprühte, als man es gegen einen Felsen schlug, wurde von verschiedenen Instituten mit dem Resultat untersucht, dass es aus  67% Cerium, 10% Lanthan (auf unserem Planeten nur in gebundener Form vorhanden), 8% Neodym, 0,4% hochreinem Eisen ohne  Oxydationsspuren  und  14,6%  anderer  seltener Metalle bestand.
(Quellen Frau Pfisters u.a. Peter Krassa's "Tunguska"-Taschenbuch)

Die Hypothese eines gebündelten Laserstrahl als Auslöser der Katastrophe, die von einigen Forschern in Erwägung  gezogen  wird, geht konform mit Experimenten Nikola Teslas Anfang des Jahrhunderts. Tesla -  der Einstein der Elektrotechnik -  experimentierte mit seinen sogenannten Todesstrahlen  (starker  Energiestrahl, Vorläufer des Laser), von denen er behauptete, dass er diese mittels drahtloser Energieübertragung an jeden beliebigen  Punkt  der  Erde  senden  und  somit  jede feindliche Armee ausschalten kann. In finanziellen Schwierigkeiten, psychisch Angeschlagen und der öffentlichen Anerkennung verlustig, könnte er sich  zu  einem verfrühten Test hinreißen lassen haben, der dann allerdings missglückte und die Tunguska Explosion auslöste -  so jedenfalls die Annahme des Forschers Marc J. Seifer (siehe hierzu auch auf dieser Homepage den Artikel "Teslas Todesstrahlen").
Auch wenn diese Theorien - insbesondere die Hypothese eines intergalaktischen Raumschiffs - sehr fantastisch und nach  Science Fiktion klingen, stellt sich doch die Frage, ob sich Leben nicht auch außerhalb unserer Erde entwickelt haben könnte, ob  esuche aus den unendlichen  Tiefen  des  Weltraums  völlig  unmöglich sind. Wir wissen nur sehr wenig über das Weltall und darüber, inwieweit sich Leben über das ganze Universum ausbreiten könnte.  Wir  wissen nichts  darüber,  in welchen Formen Leben existieren kann oder in welchen Formen sich Vernunft Ausdrückt. Wer kann schon mit Bestimmtheit sagen,  welche  Überraschungen  sich uns noch offenbaren werden, welche Geheimnisse das Universum noch in sich birgt.

Die Antimaterie-Hypothese
Der amerikanische Physiker  Lapace stellte bereits 1941 die Hypothese von der Antimaterienatur des Tunguska Meteoriten auf.  Jedem  Elementarteilchen entspricht ein Antiteilchen: z.B. dem Proton das Antiproton, dem Elektron das Positron...  Somit  ist  die Annahme  logisch, dass im  Universum  nicht nur  Materie sondern darüber hinaus auch Antimaterie  existent ist. Und damit ist es nicht ausgeschlossen, dass es Meteoriten oder Kometen aus Antimaterie (Antimeteoriten) gibt, wobei es allerdings äußerst  fragwürdig ist, ob solch ein Antimeteorit oder sonst welche Antimaterie bis auf die Erde gelangen  kann.  Begegnen Materie  und Antimaterie einander, wandeln sie sich vollständig in Strahlung um, wobei maximale Energie  freigesetzt wird. Es erfolgt eine atomare Explosion mit Umwandlung von massebehafteter Materie in Energie nach der Gleichung E = mc².  Wenn also solch ein Antimeteorit in die Erdatmosphäre gerät, explodiert er in der  Luft,  ohne die Erdoberfläche zu erreichen, und zwar wie eine thermonukleare Wasserstoffbombe.
1958 unterstützte der englischen Astrophysiker Bondi Lapace`s Hypothese und in der nachfolgenden Zeit schlossen sich mehr Wissenschaftler dieser Meinung an. Sie halten von verschiedenen Explosionsvarianten eine Annihilation für die wahrscheinlichste. Allerdings gibt es bisher keinen direkten  Beweis  für  eine natürliche Existenz von Antimaterie.

Die Hypothese eines vulkanischen Auswurfes
Eine völlig neue Hypothese stellte Professor Wolfgang Kundt auf, wonach es sich bei der Tunguska-Katastrophe um einen  vulkanischen  Auswurf handelt. 10 Megatonnen Erdgas seien infolge eines Überdrucks mit explosiver Kraft ausgetreten; dadurch entstandene kleine  Wassertröpfchen  in  der Atmosphäre  reflektierten  das  Sonnenlicht; Diamantenfunde gelten als Indiz vulkanischer Auswürfe...
Eine Expedition im Jahr 2000 in die immer noch verwüstete Gegend erbrachte einen hohen Anteil an Erdalkalimetallen und seltenen Erden. Diese aber stammen nicht aus dem Weltraum, sondern aus dem Erdinneren. Der spanische Astrobiologe Jesus Martinez-Frias aus Madrid meint sogar, es könne sich um den Einschlag großer irdischer Eisblöcke gehandelt haben, etwas, das ebenfalls 2000 in Spanien beobachtet wurde. Und der australische Physiker Robert Foot meint, die Erde wäre mit einem Himmelskörper aus "Spiegelmaterie" zusammengestoßen.
Die Hypothese von Prof. Kundt klingt in sich recht schlüssig und man könnte fast geneigt sein, sich des Professors Meinung  anzuschließen, wäre da nicht ein Haken: nämlich die Zeugenaussagen.
Zwar war die erste Expedition erst 19 Jahre nach der Katastrophe, und  somit  wurden  wahrscheinlich  die ersten (noch lebenden) Zeugen auch erst 19 Jahre nach der Beobachtung befragt, aber man kann und darf  diese Zeugenaussagen nicht negieren, nur  weil sie sich in Details der Geschwindigkeit und der Flugrichtung des Objekts zum Teil sehr widersprechen (wer kann schon mit Sicherheit von sich behaupten, nach beinahe 20 Jahren noch alle  Detail  einer  Begebenheit  akkurat  im Gedächtnis zu haben!). Hier ist doch die Tatsache interessant, dass sie etwas vom Himmel fallen sahen, und somit haben diese Aussagen Relevanz!
Aber lesen Sie exklusiv auf  dieser Homepage unter: Tunguska Seite 2, Professor Kundt`s Kurzbericht selbst.

Fazit:
Bisher war keine einzige Hypothese imstande, die Gesamtheit aller Fakten und Merkmale der Tunguska-Karastrophe unter einem Hut zu bringen. Die Explosion konnte prinzipiell thermisch, chemisch oder atomar sein. Es ist  unmöglich, zwischen  den  drei Varianten zu differenzieren, so lange keine neuen und gesicherten Erkenntnisse vorliegen.
Hauptsächlich kristallisieren sich zwei Betrachtungsweisen heraus: Entweder handelt es sich um einen gewöhnlichen  kosmischen Körper, der in der  Atmosphäre explodierte und zerstreut oder aber völlig in Energie umgewandelt wurde. Den Fakten nach konnte es kein Meteorit gewesen sein - schon eher käme da ein Komet in Frage.
Oder der Tunguska-Körper war eine einzigartige Erscheinung, möglicherweise ein Antimeteorit.  Jedenfalls  trägt  die Katastrophe alle Merkmale einer  nuklearen Höhenexplosion.

Die gesichert scheinenden Erkenntnisse sind in folgenden 15 Punkten zusammengefasst:
 1.  Gesamtenergie der Explosion: (4+/-2) x 10²³ erg.
 2.  Explosionshöhe: 5 - 7 km.
 3.  Auftretende Energiemenge der sichtbaren Strahlung bei der Explosion: 10²³ erg.
 4.  Ursache des umgebrochenen Waldes: Druckwelle der Explosion.
 5.  Energie der ballistischen Welle des möglichen kosmischen Körpers über dem Zerstörungsgebiet: (6+/-3) x 10²º erg.
 6.  Flugbahn des kosmischen Körpers über dem Zerstörungsgebiet von Ost-Süd-Ost nach West-Nord-West (Azimut 114+1º).
 7.  Durchschnittliche Endgeschwindigkeit des möglichen kosm. Körpers über dem Zerstörungsgebiet: 1-2 km/s.
 8.  Ursache für die Explosion: Explosive Umwandlung durch innere Energie.
 9.  Effektive Querschnittsmaße des möglichen kosmischen Körpers: 50 bis 70 m im Durchmesser.
10. Energiedichte: 10 hoch 17 erg/cm.
11. Ausdehnung der Explosion des möglichen kosm. Körpers entlang der Flugbahn: 570-600m.
12. Maximale mögliche Länge des möglichen kosm. Körpers: 550-600m.
13. die Explosion entspricht des Gesetzen einer punktförmigen Explosion großer Energiedichte in kleinem Volumen.
14. Verbundenheit der Explosion mit Bildung eines Hochtemperaturplasmas von einigen Dutzend Millionen Grad.
15. Explosion war von nuklearen Reaktionen begleitet.

Unbekannt bleibt die Natur des Tunguska-Körpers - natürliche oder künstliche Herkunft. Die Beantwortung dieser  Frage würde auch  gleichzeitig die Explosionsproblematik lösen, denn jeder unvoreingenommene Wissenschaftler dürfte  erkennen,  dass  die  Kometen-Hypothese es nicht vermag,  die  Besonderheiten  des Tunguska-Phänomens zu erklären. Die Astrophysik konnte bisher keinen kosmischen Körper entdecken, der die  Effekte, welche die  Explosion  an  der Tunguska von 1908 begleiteten, verursachen oder duplizieren kann.
Es ist vielleicht auch nicht ausreichend, die Antwort auf die Frage nach der Explosionsenergie in nur drei möglichen Varianten finden zu  wollen: nukleare, thermonukleare oder Annihilation. Aber die Wissenschaft ist nicht mit unserer Epoche beendet, sie wird sich weiter entwickeln.  Neue Erkenntnisse  werden neue  Wege eröffnen, das Rätsel des Tunguska-Phänomens zu lösen.
Und so werden neue Expeditionen mit neuen Aufgaben statt finden, wie Beispielsweise die umfangreiche erste russisch-deutsche im  September/Oktober 1997, oder die Eingangs erwähnte italienische Initiative.
In Burg Schönfeld bei Zwickau in Sachsen wurde am 12.  Dezember 1998  eine  ständige internationale Tunguskameteoriten-Ausstellung eröffnet, die einen tiefen Einblick in die Problematik ermöglicht  und deren  Besuch dem interessierten  Personenkreis  nur empfohlen werden  kann.  Alle Vorträge sind für  80  DM in den Sprachen Deutsch, Englisch und Russisch erhältlich.

 

© 2000 by Torsten Migge (Webmaster of Science Explorer)
Quellen: Publikationen von Felix Siegel, Prof. Dr. G. Polzer, Prof. Wolfgang Kundt, Peter Krassa, P. Pfister.

 

Klicken Sie auf folgende aktuelle Fotos (neues Fenster wird jeweils geöffnet):

 

 

 

Anhang: Professor Kundt-E-mail an mich (31.10.2000)  bezüglich Zeugenaussagen:

Lieber Herr Migge,
   In Ihrem Bericht erwaehnen Sie die angeblich widersprechenden  Augenzeugenberichte.
Wieviele davon haben Sie gelesen? Nahezu keiner spricht von einer flachen Feuerspur mit anschliessendem Knall, vielmehr mehrere (vertikale!) Feuersaeulen,  mit vorangegangenen  vielen  Knallen. U.s.w.u.s.f.  Lesen  Sie  Krinov  (1966),  oder Ol'khovatov.
   Habe jetzt eine Arbeit an Planetary & Space Science eingereicht: Tunguska - a Kimberlite ? , mit ueber 17 Argumenten gegen einen Meteoriten.
   Werde am 1.11. fuer 2 Monate nach Nepal und Indien fliegen, daher waehrend dieser Zeit schlecht erreichbar sein. Einstweilen einen schoenen Gruss  von  Wolfgang Kundt.

 

 

Links zum Tunguska-Thema:

Das Rätsel um Tunguska von Dipl. Georg. C.M.Brenneisen
Burg Schönfeld Tunguskameteoritenmuseum
Andrei Ol'khovatov Website  (english, russisch)
University of Bologna (Italy) - Tunguska Homapage  (english)
1908 Sibiria explosion  (english)

 

 

Home  |  Prähistorie  |  UFO`s Philadelphia Experiment  |  Tunguska  |  Berichte  |  Astronomie  |  Raumfahrt  |  Esoterik Bilder  ]
Vorwort  |  Links  |  Forum  |  Gästebuch  |  Awards  |  Impressum  |  Sitemap  |  Webringe  ]
I