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Von
Torsten Migge
News
Was
war passiert
Die
Theorien
Fazit
Aktuelle Fotos
Seite
2 - Neue Theorie von Prof. Kundt
News:
Italiener erforschen die Tunguska-Explosion
Ein
Wissenschaftlerteam von der Universität Bologna hat vom 14. bis
zum 30. Juli diesen Jahres (1999) die
bisher aufwendigste Expedition in die
Tunguska-Region in Sibirien unternommen. Dabei haben die
Forscher die Überreste dieser gewaltigen
natürlichen Explosion unter die Lupe
genommen. Während des strapaziösen Unternehmens konnten sie übers
Internet via Satellitenverbindung ständig Kontakt zur
restlichen Welt halten und Berichte sowie Fotos schicken.
Die Wissenschaftler erkundeten vor allem den
Tscheko-See, der der größte Wasserkörper in
der Nähe des Explosionsortes ist. Indem
sie ein Echolot und andere Sensoren hinter einem
Katamaran herzogen, erstellten sie eine Karte vom
Seebett: Demnach ist der Tscheko-See
trichterförmig und etwa 55 Meter tief. Eine
Unterwasserkamera zeigte, das der Seeboden zu
einem großen Teil mit umgeknickten
Bäumen bedeckt ist. Es wurde ein Radar-Relief des Sees
aufgenommen, das Aufschluss darüber geben soll, wie das Seebett
in den obersten 100 Metern aufgebaut ist. Mit einer neuen
Methode haben die Forscher auch einige andere Land- und
See-Reliefs gewonnen. Um diese Messungen zu
ereichen, zogen sie insgesamt 28 Bohrkerne des Seebodens, die
nun in italienischen Labors analysiert werden.
Eines der Hauptziele der Expedition bestand darin, Messungen
genau an der Stelle direkt unter der Explosion durchzuführen -
wozu ein Zwölf- Kilometer-Marsch durch
Sumpfgelände und dichten Wald nötig war.
Die gigantische Explosion im Jahre 1908 hat diese Region großflächig
verwüstet, aber noch immer ist unklar, was hier vor 91 Jahren
explodierte.
©
Star
Observer Special Nr.5
Was
war passiert?:
Am
30. Juni 1908 ereignete sich in der Nähe der steinigen
Tunguska (Nebenfluss des Jenissejs) in
Zentralsibirien eine Explosion von einer geschätzten Stärke
von 10 bis 15 Megatonnen TNT, die 6.000
qkm Kiefernwald flach legte. Ganze Renntierherden kamen
ums Leben. Die Explosion konnte in einem Umkreis von
1.000 km gehört werden und die seismischen
Erschütterungen wurden rund um den ganzen Globus
registriert. In noch ca. 700 km Entfernung brachten
die erdbebenähnlichen Erschütterungen beinahe
die Transsibirische Eisenbahn zum entgleisen.
Die Explosionshitze war noch in 65 Kilometer Entfernung so
stark, dass sich ein Bauer das Hemd vom Leib riss,
weil er glaubte, dass es brenne. Augenzeugen sahen
ein längliches Objekt vom Himmel herab fallen, das in bläulich
weißem Licht leuchtete. Einer zwanzig
Kilometer hohen Lichtsäule folgte eine schwarze pilzförmige
Wolke. In den darauffolgenden drei Nächten
war es in ganz Europa so hell, dass man im
Freien Zeitung lesen konnte. In Kalifornien wurde eine
langanhaltende Verringerung der Sonnenstrahlen registriert.
An die hundert Hypothesen wurden im laufe der
Jahre aufgestellt, um den Tunguska
Zwischenfall zu erklären. Die offiziell
akzeptierte Version ist, dass ein 100.000 Tonnen schwerer
Meteorit oder Komet, der vorwiegend aus Staub und Eis
bestand, mit einer Geschwindigkeit von 100.000 km/h in die
Erdatmosphäre eingetreten ist, sich erhitzt
hat und dann explodiert ist, wodurch ein Feuerball und
Schockwellen erzeugt wurden, jedoch kein Einschlagkrater.
Alternative Erklärungen des Desasters sprechen von einem
"verirrten schwarzen Miniloch", Antimaterie oder
von einer nuklearen Detonation, möglicherweise infolge der
Havarie eines außerirdischen Raumschiffs, dass bei
seiner Explosion gewaltige Energien freisetzte.
Die
Katastrophe von Tunguska ist noch heute eines der ungelösten Rätsel
des 20. Jahrhunderts. Nach über 90 Jahren sind zwar viele
Fakten über dieses einzigartige Ereignis sowohl bezüglich
seiner Wirkung in Verbindung mit der explosionsartigen Abgabe
einer gewaltigen Energiemenge und ihrer momentanen Wirkungen als
auch ihrer Wirkungen bis in unsere Zeit bekannt, jedoch lässt
sich auch nach jahrelanger Forschung keine endgültig klärende
Aussage machen.
Im laufe der Jahre gab es mehrer Expeditionen in das unwegsame
und abgelegene Gebiet der Tunguska um des Rätsels Lösung auf
die Spur zu kommen.
Die erste Expedition fand unter Prof. Dr. Kulik - von der
Theorie eines Meteoriteneinschlags geradezu besessen -
allerdings erst 1927, also neunzehn Jahre nach der
Katastrophe, statt, denn politische, wirtschaftliche und nicht
zuletzt geologische Gegebenheiten behinderten anfangs die
Untersuchung des Vorfalls. Aber auch im weiterem Verlauf
der Geschichte ist die Erforschung der Tunguska-Katastrophe von
tragischen Ereignissen begleitet:
- der Bürgerkrieg in der Sowjetunion der zwanziger Jahre,
ebenso wie der 1. u. 2. Weltkrieg, die andere Prämissen
setzten,
- die Unzugänglichkeit dieses Gebietes für
ausländische Wissenschaftler bis etwa
1990,
- das Fehlen eines vergleichbaren Ereignisses auf der Erde,
- Prof. Kulik selbst, der - trotz aller
Verdienste als international anerkannter
Meteoritenspezialist - bei der Erforschung der
Tunguska Katastrophe von 1928 bis zu
seinem Tode als Soldat im 2. Weltkrieg (er starb in
einem Gefangenenlager an Typhus) keinen anderen Gedanken
als einen Meteoriteneinschlag als Ursache der
Katastrophe zuließ.
Jene
erste Expedition unter Kulik in diese Gegend wollte Beweise für
einen Meteoriteneinschlag finden, es konnte zwar ein Krater,
jedoch keine Meteoritensplitter ausfindig gemacht
werden. Auch bei Bodenbohrungen konnte bis zu einer Tiefe von 35
Metern weder Nickel-, Eisen- noch Steinklumpen,
den Hauptbestandteilen von Meteoriten, gefunden werden.
Bis zum 2. Weltkrieg gab es noch 3 weitere Expeditionen unter
der Leitung Kuliks, die aber allesamt trotz intensiver Bemühungen
und ununterbrochenen Einsatzes Kuliks keine endgültige Lösung
der ungeklärten Fragen bringen konnten. Leider waren seit der
Katastrophe und den Expeditionen so viele Jahre
vergangen, dass der Unglücksort stark versunft war. Neuer
Wald war inzwischen nachgewachsen und es war entsprechend
schwer, das Urbild der Katastrophe zu
rekonstruieren oder wenigstens einige Spuren - möglicherweise
von einem Meteoriten - zu finden.
In
einem 1940 erschienenen russischen Buch über Meteoriten finden
wir folgendes Szenario: "Wenige Augenblicke nach dem
Aufprall des Meteoriten am Boden wurde ein großer
Teil seiner Materie und des Bodens in den gasförmigen Zustand
versetzt. Durch die stärke der Explosion wurden
diese Explosionsprodukte wie eine Fontäne vertikal
nach oben geschleudert und waren noch selbst in 450 km
Entfernung in Kirensk an der Lena sichtbar. Daraus
kann gefolgert werden, dass dieser Feuerstrahl mehr
als 20 km Höhe erreichte, wenn man die Erdkrümmung berücksichtigt.
Das von der Explosion auf die Erdoberfläche erfasste
Gebiet hatte einen Durchmesser von 20 bis 30 km. Hier
wurden alle Bäume einer so hohen Temperatur ausgesetzt, dass
alle Zweige in einem kurzen Augenblick verschwanden und
nur die Stämme, die bis auf 1bis 2 cm Tiefe im Außenbereich
verbrannten, übrig blieben. Wie immer bei einer Explosion
entstand in der Luft eine sogenannte
"Druckwelle", die sich vom Explosionsort aus nach
allen Seiten mit einer der
Schallgeschwindigkeit übertreffenden
Geschwindigkeit ausbreitete. Hier war
die Druckwirkung so groß, dass die Bäume auf einige Dutzend
Kilometer im Umkreis nach allen Richtungen hin entwurzelt
wurden. Selbst in großer Entfernung blieben nur die durch Berge
geschützten Bäume stehen. Die Laubhütten und Nomadenzelte der
Einwohner wurden abgedeckt und einige Einwohner der
Gegend wurden schwer verletzt. Selbst in Wanowara,
60 km entfernt, verursachte die Druckwelle verschiedene
Zerstörungen. [...] Trotz der hellen Sonne war der
Detonationsblitz in mehreren Siedlungen an der Tunguska (Keshma,
Tschadobez, Teterja) und sogar an der Lena in der Goldmine
hundert Kilometer entfernt zu sehen.
Gewöhnlich gehen Explosionswellen allmählich in Schallwellen
über. Eben das geschah auch hier, wobei die Lautstärke so groß
war, dass man es in 700 km Entfernung vom Ort des
Niedergangs noch hören konnte. An
näher gelegenen Orten klirrten die
Fensterscheiben und verschiedene Gegenstände in den Häusern
schwankten. Diese Schallwelle wurde von allen
Registriergeräten (Barographen) in den meteorologischen
Stationen Sibiriens aufgezeichnet und noch viele
Jahre später fand man sie auf den Diagrammen in
Leningrad, Sluzk, Zagreb (Jugoslawien), Kopenhagen (Dänemark),
Potsdam und Berlin (Deutschland), Washington (USA) und
anderen Städten. Es zeigte sich, dass die Druckwelle die Erde
einmal umrundet hatte. Ihr Durchlauf wurde in Batavia
registriert und ein zweites Mal nach 30
Stunden in Potsdam. Eine ähnliche Erscheinung hatte es nur 1883
bei der Explosion des Krakatau, eines großen Vulkans der
Sudaninseln, gegeben.
Außer der Luftdruckwelle verursachte die Detonation von diesem
Meteoritenfall eine die Erdrinde durchlaufende Welle,
sogenannte seismische Welle. Sie wurde von den
Erdbeben registrierenden Geräten (Seismographen) in Irkutsk,
Taschkent, Tbilissi (Tifkis) und sogar in Jena
registriert. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit der
Luftdruckwelle und der seismischen Welle ist bekannt (erstere im
Mittel 319 m/s, letztere 3000 m/s).
Deshalb war auf der Grundlage der Geräteaufzeichnungen möglich,
den Moment des Niederganges genau zu
bestimmen. Es geschah um 0 Uhr 16 Minuten nach Greenwich-Zeit am
30. Juni 1908. [...] Wäre der Meteorit um nur 4
Stunden und 48 Minuten eher niedergegangen, so hätte
im Explosionszentrum das damalige St. Petersburg gelegen und
niemand weiß, was dann davon übriggeblieben
wäre".

Während
der Expeditionen von L. A. Kulik - von der Meteoritenabteilung
des Instituts für geologische Wissenschaften der
Akademie der Wissenschaften der UdSSR - wurde
hinreichend viel Faktenmaterial zusammengetragen, die von einer
Katastrophe berichten. So fand Kulik neben den oben genannten
Fakten heraus, dass der einen großen Teil der Fläche
bedeckende Torf durch den Luftdruck der Katastrophe in
gigantische Haufen von mehreren Metern Höhe zusammengedrückt
wurde. Die wasserführenden Schichten des Untergrunds lagen
offen. Große Stücke der Torfmasse waren von einem Ort
zum anderen geschleudert worden. An einer
Stelle wurde in 1 m Tiefe im Torf ein Tannenzapfen mit unreifen
Samenkörnern der Wachstumsperiode Ende Juni gefunden,
der bei der Katastrophe dorthin geschleudert
wurde. Unweit vom Fallort dieses Tannenzapfens fand sich ein
altes tunguskisches Trinkhorn und ein Kornspeicher, die
vollkommen zerstört waren. Im Lehmboden waren scharfkantige
Splitter von durch die Explosion zerkleinertem Gestein. In den
Torfschichten fand man durchsichtige Silikatkügelchen
von 20 bis 100 µm Durchmesser: laut Annahme
metamorphosierte Materie des Tunguska Körpers.
Ein Mitarbeiter Kuliks fand einen Stein, den sogenannten "Jankowski-Stein",
der für den Überrest des Tunguska-Meteoriten gehalten
wurde. Er wiegt 8 Tonnen und besteht ansonsten aus typisch
irdischem Sedimentgestein. Dieser Stein wird bis heute von den
Befürwortern der Meteoriten-Hypothese hergehalten, als möglicher
Beweis für die Richtigkeit ihrer Vermutung.
Als weiteres wurde festgestellt, dass im direktem Epizentrum die
Bäume zwar verkohlt waren, aber stehen geblieben sind,
während der Wald von 2150 km² im
Umkreis von 25 km umgeknickt war. Später stellte sich auch
heraus, dass der durch die Explosionshitze entstandene
Waldbrand in den Wipfeln begonnen und sich
blitzartig nach unten ausgebreitet hatte. Der Versuch Kuliks
mittels Luftbildaufnahmen ein Resultat zu
erzielen, scheiterte zunächst an den klimatischen
Gegebenheiten. Später wurden diese Aufnahmen realisiert, die
Bilder sind jedoch (laut Felix Siegel) verschollen.
Der
baskirische Ingenieur und Geophysiker A. W. Solotow untersuchte
Splitter von Bäumen, die die Katastrophe überlebt
hatten, indem er sie nach Jahresringen zersägte, sie dann
verbrannte und die Asche analysierte. Dabei stellte er eine
allgemeine Zunahme der Radioaktivität für das Jahr 1908 fest,
indem er im Holz das radioaktive Isotop Cäsium - 137
fand. Thermische Schädigungen der Bäume,
komplexe biologische Effekte, wie
beschleunigtes Wachstum und somatische Mutationen,
Veränderung der paläomagnetischen Eigenschaften des Bodens,
Thermolumineszensen des Gesteins, erhöter Urangehalt
in Trapp-Proben (Eruptivgestein) sowie Anomalien im
globalen Maßstab wurden nachgewiesen, sie werden als
Folgeerscheinungen der Katastrophe deklariert.
Im Katastrophengebiet konzentrierte sich der Wachstum von
Kiefern mit dreinadlige Büscheln, wahrscheinlich eine Mutation
infolge der Katastrophe.
Der Flug des vermeintlichen Tunguska-Objekts wurde auf einem
großem Territorium beobachtet, selbst in
Orten, die sich 500 km vom Epizentrum
entfernt befinden. Über 800 Augenzeugen fanden sich im laufe
der Jahre, die das Objekt sahen und teilweise seinen
Schall hörten. Hierbei wurde der Tunguska-Körper von Süden
nach Norden fliegend beschrieben.
Es wurde allerdings keine Übereinstimmung in den Beobachtungen
im Süden und Westen mit denen im Osten gefunden,
denn dann hätte sich der
Tunguska- Körper auf zwei verschiedenen Flugbahnen mit
unterschiedlicher Geschwindigkeit bewegen müssen.
Danach könnte sich eine Konstellation
ergeben, wonach entweder: a) die Aussagen nicht
stimmen, b) es sich um zwei verschiedene Flugobjekte
handelt, c) oder aber besagter Körper seine Flugbahn und Geschwindigkeit
änderte. Im letzterem Fall hätte er sich also auf einer
nichtballistischen Flugbahn mit wechselnden Azimuten und Höhen
bewegen müssen, was jedoch für einen
natürlichen Körper unmöglich ist.
Die
Theorien
Die
Nuklear-Hypothese (verbunden mit der UFO-Hypothese)
Obwohl
sich keinerlei stichhaltige Beweise fanden, beharrte Kulik
weiterhin an seiner Meteoriten-Theorie, die von der Wissenschaft
übernommen wurde. Erst nach dem 2. Weltkrieg
entstanden andere Theorien.
Die Theorie von einem Kometenniedergang erklärte nicht, das
Fehlen irgendwelcher Meteoritensplitter, das Fehlen von
Kratern und Trichtern, die Existenz eines
stehensgebliebenen Waldes im Katastrophenzentrum, den
Fortbestand einer Schicht des "ewigen" Eises und das
Auftauchen eines hell wie die Sonne leuchtenden Objektes im
Moment der Katastrophe.
Und so kommt A. P. Kasanzew 1945 zu der Theorie, dass
das äußere Erscheinungsbild der
Explosion in der Tunguska-Taiga dem
Erscheinungsbild einer nuklearen Explosion entspricht,
denn die Annahme, dass diese Explosion in der Luft über der
Taiga erfolgte, erklärt alle Umstände der Katastrophe: Der
Wald ist im Zentrum stehengeblieben, weil die
Luftdruckwelle auf ihn von oben einwirkte und dabei Zweige und
Wipfel umbrach und das leuchten am Himmel ist die Wirkung der
nach oben wegfliegenden Stoffe.
Die Sublimation, das Verdampfen des ganzen in die Erdatmosphäre
eingedrungenen Körpers, ist die natürliche Erscheinung
bei einer Temperatur von nuklearen Explosionen (20
Millionen Grad Celsius) und deshalb konnten natürlich
keinerlei Rückstände gefunden werden. Die
sofort nach der Katastrophe aufgetretene Wasserfontäne
entstand, weil sich durch den Aufprall der Explosionswelle in
der Schicht des ewigen Eises Risse bildeten. Die vor
Ort beobachteten Verbrennungen unterscheiden sich sehr von denen
eines Waldbrandes. Alles weist auf eine
blitzschnelle Wirkung einer sehr hohen
Temperatur hin.
Die Zweige an den stehengebliebenen Bäumen sind bogenförmig
nach unten mit einer nach oben zeigenden Wölbung geknickt. An
allen Zweigenden ist ein Winkel vorhanden, wobei der Bruch
selbst stets nach unten gerichtet ist und schräg ausläuft. Die
abgebrochenen Zweigenden mit den Winkeln sehen
eigenartig aus und erinnern, nach der Definition
Kulik`s, an eine Vogelkralle.
All das, so argumentierte Kasanzew, beweise ebenfalls, dass der
blitzartige Hitze-Strahl-Schlag von oben nach unten gerichtet
war. Es wurde daher die Hypothese aufgestellt, dass hier
ein Uranmeteorit explodiert sei und wenn tatsächlich eine
atomare Explosion vorausgesetzt wird, dann
müsste zwangsläufig radioaktive Materie, die bei der
Explosion entstanden oder zur Wirkung kam, nachweisbar sein.
Kasanzew
ging bei seiner Hypothese der nuklearen Explosion noch einen
Schritt weiter und meinte, ein
interplanetarisches Raumschiff, das die Erde besuchte und das
Atomenergie als Antrieb nutzte, havarierte aus irgendwelchen Gründen
über der Taiga, und zwar genau dort, wo die Expeditionen Kuliks
so vergeblich nach Überresten des Meteoriten gesucht hatte.
Andere Wissenschaftler - an der Meteoritentheorie festhaltend -
meinten, dass der Tunguska-Meteorit mit seiner Hauptmasse in der
Atmosphäre verglüht sei, was dadurch erhärtet wird,
dass nach seinem Niedergang mehrere Tage lang die
Nächte ungewöhnlich hell waren. Meteoritenteilchen
hatten sich als feinster Staub schnell in den oberen
Schichten der Atmosphäre über ein riesiges
Territorium verteilt und reflektierten die Strahlen der im
Sommer nicht unter dem Horizont untergehenden
Sonne. Die hellen Nächte brachten ihrerseits günstige
Bedingungen für die Sichtbarkeit sogenannter
"Silberwolken" (leuchtende Wolken).
Den umgebrochenen Wald erklärte man durch eine ballistische
Welle, die einen konusförmigen Windbruch ergibt und
einer Detonationswelle, die einen radialen Windbruch
ergibt, die der Meteorit durch seinen schrägen Fall verursacht
haben soll.
Die errechnete Masse des Meteoriten war jedoch zu groß, als
dass er in der Atmosphäre vollkommen verglühen konnte
und aus den Fakten folgt, dass, wenn tatsächlich
ein Meteorit zerbarsten ist, ein teilweiser Zerfall durch die
Explosion erfolgte. Wenn diese Explosion in der Luft
erfolgte, dann hätten sich die herabfallenden
Splitter auf einer ellipsenförmigen Fläche
(Streuellipse) wiederfinden müssen. Wie jedoch bereits
genannt, konnten weder Splitter noch sonst
welche Überreste ausfindig gemacht werden.
Des
weiteren lässt sich nicht erklären, wodurch die außergewöhnlich
starke Explosion in der Luft verursacht wurde.
Die Hypothese von A. P. Kasanzew über eine nukleare Explosion
war somit die einzig glaubwürdige, die das Fehlen eines
Meteoritenkraters und die Explosion des Körpers in der Luft
erklärten konnte.
1958 gab es eine weitere Expedition unter K.P. Florenski, die
keinerlei Spuren einer Explosion auf oder in der Erde
feststellen konnte, die einer Energie von 10²° bis 10²³ erg/sek
gleich käme. Folglich musste die Explosion in der Luft erfolgt
sein.
Weiterhin stellte man ein ungewöhnliches anomales und
territorial weit verbreitetes Wachstum der Pflanzen-
und Tierweltwelt fest: junge Bäume in
der Größe uralter; übernatürlich große Libellen und
Ameisen...
Nach intensivster Prüfung aller vorhandenen Fakten, stand ein
großer Teil der damaligen russischen Wissenschaftler die
sich mit dem Tunguska-Problem auseinander setzten, der
Annahme A. P. Kasanzews einer Nuklearexplosion, möglicherweise
verursacht durch ein über dem Taigawald
der Tunguska explodiertes, kernenergetisch angetriebenes
extraterrestrisches Raumschiff, ungewöhnlich
aufgeschlossen gegenüber, und so wurde 1959 eine weitere
Expedition durchgeführt.
Bei der Auswertung der Messprotokolle von über 140
Observatorien aus verschiedenen Ländern,
wurde nachgewiesen, dass am 30. Juni 1908 im
Irkutsker Observatorium unmittelbar nach der Katastrophe
eine Veränderung des Magnetfeldes
festgestellt wurde, ähnlich der von
1958 im Stillen Ozean nach der amerikanischen
atomaren Höhenexplosion.
Das
Fazit dieser Expedition und der Auswertung und
Untersuchung des zusammengetragenen Faktenmaterials
war, dass es mindestens drei voneinander unabhängige
und ausreichende Hinweise für den atomaren Charakter der
Explosion an der Tunguska gab:
1. Erscheinungen von durch Strahlung verursachte Verbrennungen
an den Bäumen im Katastrophengebiet;
2. Die erhaltene Kohlenstoffaktivität im Holz des
"Telegrafenstangenwaldes", der während
der Explosion
von einem Neutronenstrom bestrahlt wurde;
3. Die Verseuchung des Geländes und des
Holzes der an der Tunguska wachsenden Bäume durch
radioaktive Niederschläge, die im Jahre 1908
gefallen sind.
Der atomare Charakter der Tunguska-Explosion wurde folglich als
ausreichend begründet und durch Fakten belegt angesehen.
Des weiteren wurden Angaben bezüglich der Größe fast aller
Hauptmerkmale der Explosion gemacht:
- Die Explosionstemperatur: einige Dutzend Millionen Grad;
- Die Menge der bei der Explosion wechselwirkenden Materie:
mehrere Hundert Kilogramm;
- Die Explosionshöhe: mehrere Kilometer (mindestens 5 km);
- Die Explosionsstärke: mehrere Megatonnen TNT (7 - 10);
- Bei der Kernumwandlung während der Explosion kam es zur
Kernspaltung von Uran oder Transuranelementen.
Jedoch
letztendlich ist der atomare Charakter der Tunguska-Katastrophe
bis heute noch nicht endgültig bewiesen. Außerdem ist auch vom
Standpunkt der Nuklearhypothese das rätselhafte Leuchten und
die hellen Nächte schwer erklärbar, zumal einige anomale
Lichterscheinungen schwächeren Ausmaßes auch
schon vor der Tunguska Katastrophe beobachtet wurden, etwa ab
dem 20. Juni 1908. Lediglich das sehr helle Leuchten des
Nachthimmels während der ersten drei Nächten nach der
Katastrophe hängt wahrscheinlich unmittelbar mit der Explosion
zusammen.
Als die USA 1958 die Kernwaffen-Höhentests durchführte, sah
man künstliche Polarlichter und es wurde festgestellt,
dass bei einer solchen Explosion große Mengen
freier Elektronen gebildet werden, die sich unter dem
Einfluss des Magnetfeldes der Erde auf einer spiralförmigen
Kurve im Kraftlinienfeld bewegen. Unter der
Einwirkung der dahinfliegenden Elektronen beginnt die Luft in
einem kalten Licht zu leuchten. Ein solches Leuchten tritt gewöhnlich
nicht im Explosionsgebiet auf, sondern
dort, wo die Kraftlinie in relativ dichte Atmosphärenschichten
eintaucht.

Die
Autorin Patrizia Pfister vertritt in einem Artikel über die
Tunguska-Katastrophe eine geradezu nach Science Fiction
klingende Hypothese, wonach in punkto Auswertung der
Zeugenaussagen bezüglich der Flugbahn des beobachteten Körpers,
das Objekt entweder mehrmals seinen Kurs geändert haben
muss (was eher auf eine intelligente Steuerung hindeutet), oder
es sich um zwei verschiedene Objekte handelt, die möglicherweise
zusammengestoßen sein könnten. Vielleicht, so Frau Pfister,
ein UFO, das mit einem Meteor oder Kometen kollidierte, oder ein
Objekt, das, um noch größeren Schaden von der
Erde abzuwenden, von einer höheren Macht über
der nahezu unbewohnten Tunguska Taiga abgeschossen wurde.
Zur Untermauerung ihrer Hypothese findet sich im besagten
Artikel folgende interessante Stelle: "Und dann gibt es
noch die Geschichte der Dzopa. Die Dzopa sind ein kleinwüchsiges
Volk, das im chinesischen Gebirge Baia Kara Ula beheimatet
ist. Es behauptet von sich, Nachfahren einer außerirdischen
Rasse zu sein, die auf der Erde Schiffbruch erlitten. Außerdem
sagen sie, dass 1908 ein Schiff ihrer Rasse sie abholen und mit
in ihre Heimat nehmen sollte, leider verunglückte auch
dieses Schiff - über der Tunguska - und die Freudenfeuer
mussten wieder gelöscht werden. Alle drei projizierten möglichen
Flugbahnen des Objektes führen über chinesisches
Territorium...".
Des weiteren wird von zwei Tungusen berichtet, die ein Artefakt
unterhalb der Flugbahn des Objektes gefunden haben.
Dieses metallische Gebilde, das bei seiner Bergung Funken sprühte,
als man es gegen einen Felsen schlug, wurde von verschiedenen
Instituten mit dem Resultat untersucht, dass es aus 67%
Cerium, 10% Lanthan (auf unserem Planeten nur in gebundener Form
vorhanden), 8% Neodym, 0,4% hochreinem Eisen ohne
Oxydationsspuren und 14,6% anderer
seltener Metalle bestand.
(Quellen
Frau Pfisters u.a. Peter Krassa's "Tunguska"-Taschenbuch)
Die
Hypothese eines gebündelten Laserstrahl als Auslöser der
Katastrophe, die von einigen Forschern in Erwägung
gezogen wird, geht konform mit Experimenten Nikola Teslas
Anfang des Jahrhunderts. Tesla - der Einstein der
Elektrotechnik - experimentierte mit seinen sogenannten
Todesstrahlen (starker Energiestrahl, Vorläufer des
Laser), von denen er behauptete, dass er diese mittels
drahtloser Energieübertragung an jeden beliebigen Punkt
der Erde senden und somit jede
feindliche Armee ausschalten kann. In finanziellen
Schwierigkeiten, psychisch Angeschlagen und der öffentlichen
Anerkennung verlustig, könnte er sich zu einem
verfrühten Test hinreißen lassen haben, der dann allerdings
missglückte und die Tunguska Explosion auslöste - so
jedenfalls die Annahme des Forschers Marc J. Seifer (siehe
hierzu auch auf dieser Homepage den Artikel "Teslas
Todesstrahlen").
Auch wenn diese Theorien - insbesondere die Hypothese eines
intergalaktischen Raumschiffs - sehr fantastisch und nach
Science Fiktion klingen, stellt sich doch die Frage, ob sich
Leben nicht auch außerhalb unserer Erde entwickelt haben könnte,
ob esuche aus den unendlichen Tiefen des
Weltraums völlig unmöglich sind. Wir wissen nur
sehr wenig über das Weltall und darüber, inwieweit sich Leben
über das ganze Universum ausbreiten könnte. Wir
wissen nichts darüber, in welchen Formen Leben
existieren kann oder in welchen Formen sich Vernunft Ausdrückt.
Wer kann schon mit Bestimmtheit sagen, welche Überraschungen
sich uns noch offenbaren werden, welche Geheimnisse das
Universum noch in sich birgt.
Die
Antimaterie-Hypothese
Der
amerikanische Physiker Lapace stellte bereits 1941 die
Hypothese von der Antimaterienatur des Tunguska Meteoriten auf.
Jedem Elementarteilchen entspricht ein Antiteilchen:
z.B. dem Proton das Antiproton, dem Elektron das Positron...
Somit ist die Annahme logisch, dass im
Universum nicht nur Materie sondern darüber hinaus
auch Antimaterie existent ist. Und damit ist es nicht
ausgeschlossen, dass es Meteoriten oder Kometen aus Antimaterie
(Antimeteoriten) gibt, wobei es allerdings äußerst fragwürdig
ist, ob solch ein Antimeteorit oder sonst welche Antimaterie bis
auf die Erde gelangen kann. Begegnen Materie
und Antimaterie einander, wandeln sie sich vollständig in
Strahlung um, wobei maximale Energie freigesetzt wird. Es
erfolgt eine atomare Explosion mit Umwandlung von
massebehafteter Materie in Energie nach der Gleichung E = mc².
Wenn also solch ein Antimeteorit in die Erdatmosphäre gerät,
explodiert er in der Luft, ohne die Erdoberfläche
zu erreichen, und zwar wie eine thermonukleare Wasserstoffbombe.
1958 unterstützte der englischen Astrophysiker Bondi Lapace`s
Hypothese und in der nachfolgenden Zeit schlossen sich mehr
Wissenschaftler dieser Meinung an. Sie halten von verschiedenen
Explosionsvarianten eine Annihilation für die
wahrscheinlichste. Allerdings gibt es bisher keinen direkten
Beweis für eine natürliche Existenz von
Antimaterie.
Die
Hypothese eines vulkanischen Auswurfes
Eine
völlig neue Hypothese stellte Professor Wolfgang Kundt auf,
wonach es sich bei der Tunguska-Katastrophe um einen
vulkanischen Auswurf handelt. 10 Megatonnen Erdgas seien
infolge eines Überdrucks mit explosiver Kraft ausgetreten;
dadurch entstandene kleine Wassertröpfchen in
der Atmosphäre reflektierten das Sonnenlicht;
Diamantenfunde gelten als Indiz vulkanischer Auswürfe...
Eine Expedition im Jahr 2000 in die immer noch verwüstete
Gegend erbrachte einen hohen Anteil an Erdalkalimetallen und
seltenen Erden. Diese aber stammen nicht aus dem Weltraum,
sondern aus dem Erdinneren. Der spanische Astrobiologe Jesus
Martinez-Frias aus Madrid meint sogar, es könne sich um den
Einschlag großer irdischer Eisblöcke gehandelt haben, etwas,
das ebenfalls 2000 in Spanien beobachtet wurde. Und der
australische Physiker Robert Foot meint, die Erde wäre mit
einem Himmelskörper aus "Spiegelmaterie"
zusammengestoßen.
Die Hypothese von Prof. Kundt klingt in sich recht schlüssig
und man könnte fast geneigt sein, sich des Professors Meinung
anzuschließen, wäre da nicht ein Haken: nämlich die
Zeugenaussagen.
Zwar war die erste Expedition erst 19 Jahre nach der
Katastrophe, und somit wurden wahrscheinlich
die ersten (noch lebenden) Zeugen auch erst 19 Jahre nach der
Beobachtung befragt, aber man kann und darf diese
Zeugenaussagen nicht negieren, nur weil sie sich in
Details der Geschwindigkeit und der Flugrichtung des Objekts zum
Teil sehr widersprechen (wer kann schon mit Sicherheit von sich
behaupten, nach beinahe 20 Jahren noch alle Detail
einer Begebenheit akkurat im Gedächtnis zu
haben!). Hier ist doch die Tatsache interessant, dass sie etwas
vom Himmel fallen sahen, und somit haben diese Aussagen
Relevanz!
Aber lesen Sie exklusiv auf dieser Homepage unter: Tunguska
Seite 2, Professor Kundt`s Kurzbericht selbst.
Fazit:
Bisher
war keine einzige Hypothese imstande, die Gesamtheit aller
Fakten und Merkmale der Tunguska-Karastrophe unter einem Hut zu
bringen. Die Explosion konnte prinzipiell thermisch, chemisch
oder atomar sein. Es ist unmöglich, zwischen den
drei Varianten zu differenzieren, so lange keine neuen und
gesicherten Erkenntnisse vorliegen.
Hauptsächlich kristallisieren sich zwei Betrachtungsweisen
heraus: Entweder handelt es sich um einen gewöhnlichen
kosmischen Körper, der in der Atmosphäre explodierte und
zerstreut oder aber völlig in Energie umgewandelt wurde. Den
Fakten nach konnte es kein Meteorit gewesen sein - schon eher käme
da ein Komet in Frage.
Oder der Tunguska-Körper war eine einzigartige Erscheinung, möglicherweise
ein Antimeteorit. Jedenfalls trägt die
Katastrophe alle Merkmale einer nuklearen Höhenexplosion.
Die
gesichert scheinenden Erkenntnisse sind in folgenden 15 Punkten
zusammengefasst:
1. Gesamtenergie der Explosion: (4+/-2) x 10²³
erg.
2. Explosionshöhe: 5 - 7 km.
3. Auftretende Energiemenge der sichtbaren Strahlung
bei der Explosion: 10²³ erg.
4. Ursache des umgebrochenen Waldes: Druckwelle der
Explosion.
5. Energie der ballistischen Welle des möglichen
kosmischen Körpers über dem Zerstörungsgebiet: (6+/-3) x 10²º
erg.
6. Flugbahn des kosmischen Körpers über dem Zerstörungsgebiet
von Ost-Süd-Ost nach West-Nord-West (Azimut 114+1º).
7. Durchschnittliche Endgeschwindigkeit des möglichen
kosm. Körpers über dem Zerstörungsgebiet: 1-2 km/s.
8. Ursache für die Explosion: Explosive Umwandlung
durch innere Energie.
9. Effektive Querschnittsmaße des möglichen
kosmischen Körpers: 50 bis 70 m im Durchmesser.
10. Energiedichte: 10 hoch 17 erg/cm.
11. Ausdehnung der Explosion des möglichen kosm. Körpers
entlang der Flugbahn: 570-600m.
12. Maximale mögliche Länge des möglichen kosm. Körpers:
550-600m.
13. die Explosion entspricht des Gesetzen einer punktförmigen
Explosion großer Energiedichte in kleinem Volumen.
14. Verbundenheit der Explosion mit Bildung eines
Hochtemperaturplasmas von einigen Dutzend Millionen Grad.
15. Explosion war von nuklearen Reaktionen begleitet.
Unbekannt
bleibt die Natur des Tunguska-Körpers - natürliche oder künstliche
Herkunft. Die Beantwortung dieser Frage würde auch
gleichzeitig die Explosionsproblematik lösen, denn jeder
unvoreingenommene Wissenschaftler dürfte erkennen,
dass die Kometen-Hypothese es nicht vermag,
die Besonderheiten des Tunguska-Phänomens zu erklären.
Die Astrophysik konnte bisher keinen kosmischen Körper
entdecken, der die Effekte, welche die Explosion
an der Tunguska von 1908 begleiteten, verursachen
oder duplizieren kann.
Es ist vielleicht auch nicht ausreichend, die Antwort auf die
Frage nach der Explosionsenergie in nur drei möglichen
Varianten finden zu wollen: nukleare, thermonukleare oder
Annihilation. Aber die Wissenschaft ist nicht mit unserer Epoche
beendet, sie wird sich weiter entwickeln. Neue
Erkenntnisse werden neue Wege eröffnen, das Rätsel
des Tunguska-Phänomens zu lösen.
Und so werden neue Expeditionen mit neuen Aufgaben statt finden,
wie Beispielsweise die umfangreiche erste russisch-deutsche
im September/Oktober 1997, oder die Eingangs erwähnte
italienische Initiative.
In Burg Schönfeld bei Zwickau in Sachsen wurde am 12.
Dezember 1998 eine ständige internationale Tunguskameteoriten-Ausstellung
eröffnet, die einen tiefen Einblick in die Problematik ermöglicht
und deren Besuch dem interessierten Personenkreis
nur empfohlen werden kann. Alle Vorträge sind für
80 DM in den Sprachen Deutsch, Englisch und Russisch erhältlich.
©
2000 by Torsten Migge (Webmaster of Science
Explorer)
Quellen:
Publikationen von Felix Siegel, Prof. Dr. G. Polzer, Prof.
Wolfgang Kundt, Peter Krassa, P. Pfister.
Klicken
Sie auf folgende aktuelle Fotos
(neues
Fenster wird jeweils geöffnet):
Anhang:
Professor Kundt-E-mail an mich (31.10.2000) bezüglich
Zeugenaussagen:
Lieber
Herr Migge,
In Ihrem Bericht erwaehnen Sie die angeblich
widersprechenden Augenzeugenberichte.
Wieviele davon haben Sie gelesen? Nahezu keiner spricht von
einer flachen Feuerspur mit anschliessendem Knall, vielmehr
mehrere (vertikale!) Feuersaeulen, mit
vorangegangenen vielen Knallen. U.s.w.u.s.f.
Lesen Sie Krinov (1966), oder
Ol'khovatov.
Habe jetzt eine Arbeit an Planetary & Space
Science eingereicht: Tunguska - a Kimberlite ? , mit ueber
17 Argumenten gegen einen Meteoriten.
Werde am 1.11. fuer 2 Monate nach Nepal und Indien
fliegen, daher waehrend dieser Zeit schlecht erreichbar sein.
Einstweilen einen schoenen Gruss von Wolfgang Kundt.
Links
zum Tunguska-Thema:
Das
Rätsel um Tunguska von Dipl. Georg. C.M.Brenneisen
Burg
Schönfeld Tunguskameteoritenmuseum
Andrei
Ol'khovatov Website (english, russisch)
University
of Bologna (Italy) - Tunguska Homapage (english)
1908
Sibiria explosion (english)


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